E-Mails: Newsletter abbestellen und Spam-Nachrichten loswerden

Newsletter
Symbolbild (Quelle: pixabay.com/newsletter)

Newsletter und Spam gehören mittlerweile zum Internet, wie die diversen Werbebotschaften in Ihrem Briefkasten an der Haustür. In dieser Anleitung erklären wir, was der Unterschied zwischen einem Newsletter und Spam ist. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Newsletter kündigen und Spam aus Ihrem Postfach entfernen.

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Spam, Newsletter und Werbung werden umgangssprachlich oft in einen Topf geworfen. Doch das ist in den meisten Fällen falsch. Schließlich gibt es grundlegende Unterschiede, auf die wir nachfolgend kurz eingehen möchten. Die Einteilung der E-Mails in Newsletter und Spam ist auch deshalb wichtig, weil Sie mit diesen Formen der elektronischen Post unterschiedlich umgehen sollten.

Was ist ein Newsletter?

Von einem Newsletter wird gesprochen, wenn Sie neue Nachrichten einer Webseite oder eines Unternehmens angefordert haben. Ein Newsletter ist also grundsätzlich immer eine von Ihnen gewünschte E-Mail. Beispielsweise versendet ein Unternehmen in unregelmäßigen Abständen eine E-Mail mit Sonderangeboten. Diese E-Mail können Sie als sogenannten Newsletter abonnieren und somit Ihr Einverständnis zum Empfang der elektronischen Post geben. Diese Form der Werbung ist im Internet gewünscht.

Welche E-Mails bezeichnet man als Spam?

Bei Spam handelt es sich grundsätzlich um unerwünschte Nachrichten. Diese landen ähnlich wie Newsletter in Ihrem Postfach. Allerdings haben Sie die Informationen nie angefordert und stehen mit dem Absender in keinerlei Geschäftsbeziehung. Zu Spam-Nachrichten gehören typische Werbung für Produkte oder Dienste, aber auch Phishing-Nachrichten oder E-Mails mit Viren im Anhang. Der Versand von Spam ist in Deutschland verboten.

Spam Symbolbild

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Wie können Sie einen Newsletter abbestellen?

Newsletter können Sie relativ einfach kündigen. Schließlich handelt es sich um erwünschte Post von seriösen Unternehmen, die sich an unsere Rechtsnormen halten. Jeder Newsletter muss eine Möglichkeit zum Abmelden enthalten. Und so gehen sie dabei vor:

  1. Newsletter abmelden BeispielÖffnen Sie den E-Mail-Newsletter.
  2. Sie finden entweder am oberen oder unteren Rand der E-Mail einen Hinweis, wie Sie sich abmelden können. In der Regel müssen Sie auf einen Link „Abmelden“ klicken.
  3. Dadurch öffnet sich eine Webseite in Ihrem Browser. Unter Umständen müssen Sie die Abmeldung hier noch einmal durch die Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse oder mit einem weiteren Klick bestätigen.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die weniger kundenfreundlich sind. So müssen Sie sich bei einigen Unternehmen erst mit Ihren Zugangsdaten anmelden, bevor Sie das Newsletter-Abonnement kündigen können. Ganz selten wird auch noch die Variante verwendet, dass Sie an den Absender des Newsletters eine Antwort-E-Mail mit einem bestimmten Betreff senden sollen. Sollte das der Fall sein, ist das im jeweiligen Newsletter des Unternehmens genau beschrieben.

Wie werden ich Spam-E-Mails los?

Bei Spam-Nachrichten ist das mit dem Austragen aus dem Verteiler nicht ganz so einfach und bringt sogar einige Risiken mit sich. Schließlich halten sich Versender von Spam nicht an unsere Rechtsnormen. Das betrifft in der Regel nicht nur den Versand der E-Mails, sondern auch das Abmelden. Auch in Spam-Nachrichten können Sie sich über den Abmelden-Link aus dem Verteiler austragen. Doch das kann genau das Gegenteil bewirken.

Warum ist das so? Durch das Anklicken des Links erfahren die Spamer, dass die E-Mail-Adresse nicht nur erreichbar ist, sondern die Nachrichten auch wahrgenommen werden. Im schlimmsten Fall führt das zu noch mehr Spam, anstatt Ruhe vor den E-Mails zu bekommen. Das gilt natürlich auch für jeden anderen Link in der E-Mail. Eine weitere Schwierigkeit bei Spam-Nachrichten ist, dass es oft gar keinen Link zum Abmelden gibt. Um die nervigen E-Mails loszuwerden, können Sie dann nur auf technische Hilfsmittel zurückgreifen.

Absender der Spam-Nachrichten blockieren

Viel weniger Spam-E-Mails haben Sie in Ihrem Posteingang, wenn Sie die Absenderadressen in Ihrem E-Mail-Programm blockieren. Je nach verwendetem E-Mail-Programm oder Freemail-Service geht das über die Erstellung eines Filters. Sie können dann selbst entscheiden, ob Sie die Spam-Nachrichten löschen oder in den Spam-Ordner verschieben möchten.

Neues Postfach anlegen

Können Sie sich vor Spam-E-Mails gar nicht mehr retten, dann hilft nur ein neues Postfach. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, bei denen Sie eine kostenlose E-Mail-Adresse bekommen. Haben Sie die neue Adresse angelegt, müssen Sie nur noch Ihre engsten Kontakte über den Wechsel der E-Mail-Adresse informieren. Doch Vorsicht: Wenn Sie diese Adresse weiterhin auf beliebigen Internetseiten angeben, um sich zu registrieren, Informationen anzufordern oder an Gewinnspielen teilzunehmen, dann werden Sie bald wieder mit massenweise Spam zu kämpfen haben.

Wenn Sie sich für ein neues Postfach entscheiden, dann empfehlen wir Ihnen als neuen Freemail-Anbieter Gmail von Google. Der Suchmaschinenriese filtert nahezu alle Spam-Nachrichten aus Ihrem Posteingang, sodass Sie kaum noch mit Spam zutun haben. In unserem ausführlichen Artikel erfahren Sie mehr, über Vorteile und Bedenken in Bezug auf den Wechsel zu Gmail.


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Unsere Empfehlung um Spam-Nachrichten loszuwerden

Nutzen Sie überall dort, wo dies möglich ist, den Link „Abmelden“. Bekommen Sie von dem Anbieter weiterhin Spam-Nachrichten oder gibt es keine Möglichkeit zum Abmelden, dann weichen Sie auf technische Hilfsmittel der E-Mail-Clients oder Freemailer aus. Wenn gar nichts mehr hilft, sorgt als letzte Möglichkeit, eine neue E-Mail-Adresse, für Entspannung.

Ihre Tipps für weniger Spam

Helfen Sie anderen Lesern und teilen Sie in den Kommentaren unter diesem Artikel Ihre Tipps für ein aufgeräumtes Postfach mit. Wie schaffen Sie es, dass Ihr Posteingang nahezu frei von Spam ist?

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Mike Belschner
Über Mike Belschner 536 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

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