Vorsicht WhatsApp Kettenbrief: Hol Dir den neuen Whatsapp Smiley

Ein neuer Kettenbrief im WhatsApp Messenger verspricht einen neuen Smiley. Ganz neu ist die Masche zwar nicht, doch gefährlich ist die Nachricht dennoch. Wir warnen vor einen Klick auf die Nachricht, die derzeit die URL http://getemoji.net/new anzeigt. Im schlimmsten Fall landen Sie in einer Abofalle.

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Dubiose Geschäftemacher versuchen immer wieder, ahnungslose WhatsApp Nutzer mit Kettenbriefen in die Kostenfalle zu locken. Aktuell geht es mal wieder um neue Smileys. Die Story ist nicht neu. Auf Onlinewarnungen haben wir Ende letzten Jahres vor der Smiley-Nachricht „Eyy! Schau mal!“ auf WhatsApp gewarnt, die einen animierten Smiley versprach. Damals führten die Links teilweise zu Schadsoftware. Die aktuelle Version ist nicht weniger gefährlich. In Abhängigkeit von dem verwendeten Smartphone landen Sie in einer Abofalle.

Allerdings ist das längst nicht alles. Wir erklären in dieser Warnung, woran Sie den Kettenbrief erkennen, warum sich dieser so stark verbreitet und wo Sie der Kettenbrief noch hinführen könnte. Zudem erfahren Sie, wie Sie sich vor diesen Abofallen schützen können.

So sieht der Kettenbrief mit den neuen Smileys aus

Wie so oft erhalten Sie den Kettenbrief per WhatsApp-Nachricht von einem Ihrer Freunde. Allerdings hat dieser die Nachricht nicht ganz freiwillig versendet, wie wir nachfolgend erklären. Als Text steht geschrieben:

Kraaasss! es gibt jetzt Emojis, die sich bewegen! Schalte jetzt die neuen beweglichen Emojis frei!
👉 http://getemoji.net/new/

Und die Vorschau des Links ist mit „Hol‘ dir den neuen Whatsapp Smiley“ betitelt. In typischer Fälschungsmanier wird als Domain whatsapp.com angegeben. Doch Vorsicht: Dieser Link führt Sie weder zu WhatsApp noch hat das Unternehmen etwas damit zu tun. So sieht die Nachricht aus:

Bei diesem Kettenbrief handelt es sich um Spam. Sie machen Ihren Freunden damit keine Freude. Deshalb unser Rat:

Teilen Sie den Kettenbrief nicht!

Wo führt der Kettenbrief mit der URL http://getemoji.net/new/ hin?

WhatsApp Smiley Spam 13 Freunde Teilen
Sie sollen den Kettenbrief mit 13 Freunden teilen, ohne zu wissen was Sie bekommen. Das ist Spam. Stoppen Sie den Kettenbrief! (Screenshot)

Wer den Link aus Neugier oder, weil er an den süßen Smiley glaubt, anklickt, gelangt zunächst auf eine Seite, wo er die Nachricht mit seinen Freunden teilen soll. Genau an dieser Stelle war auch Ihr Freund, der Ihnen die Nachricht gesendet hat. Damit die vermeintlich neuen Smiles freigeschaltet werden können, müssen Sie die Message mit 13 Freunden teilen. Wer die lachenden Gesichter also nutzen möchte, teilt den Unsinn mit seinen Freunden. Dadurch verbreitet sich der Kettenbrief unaufhörsam. Das ist aber Unsinn. Unsinn deshalb, weil es keine neuen Smileys gibt. Das ganze ist eine gemeine Falle, in die auch heute noch Nutzer reinfallen.

Haben Sie 13 Freunde mit der Spam-Nachricht belästigt, werden Sie nach einem Klick auf den Button „Weiter“ auf dubiose Seiten weitergeleitet. Allerdings entscheidet der Initiator des Kettenbriefes ganz alleine, welche Seite bei Ihnen angezeigt wird. Abhängig ist das vermutlich von der Art der Internetverbindung, dem verwendeten Smartphone und dem Faktor Zufall. In unseren Tests kam alles Mögliche vor. Teilweise wurden wir auf kostenlose Downloads im App Store geschickt, was noch die harmloseste Variante war. Viel schlimmer war, dass wir auch auf Sexseiten und in Abofallen gelockt wurden. Und nicht zuletzt sind auch bei dieser Aktion wieder die Gewinnspiele der Datensammler, wie das Glücksrad-Spiel, ein beliebtes Ziel.

WhatsApp Smiley Spam Falle 5
Auch in diese Abofalle führt der Link, der Ihnen eigentlich die WhatsApp Smileys bringen soll. Hier fallen Kosten an. Wer das schlecht lesbare Kleingedruckte nicht liest, zahlt 4,99 Euro pro Woche. (Screenshot)

Fakt ist jedoch, dass Sie keine neuen Smileys bekommen. Bei dieser Nachricht handelt es sich um Betrug mit dem Ziel, Sie auf dubiose Seiten zu führen. Anzunehmen ist, dass die Hintermänner durch die Verlinkungen in Form von Provision mitverdienen.


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Wie können Sie sich vor Abofallen am Smartphone schützen?

Die Abofallen haben alle gemeinsam, dass Sie keine Bankdaten eingeben müssen, da die Kosten über die Mobilfunkrechnung abgebucht werden. Doch diesen Weg in Ihre Geldbörse können Sie recht einfach blockieren.  Wir empfehlen allen Mobilfunkkunden die Einrichtung einer Drittanbietersperre. Dadurch kann von anderen Unternehmen kein Geld mehr über die Telefonabrechnung abgebucht werden. Heute kann die Drittanbietersperre bei Bedarf auch selektiv für einzelne Dienste eingerichtet werden. Wir zeigen Ihnen in unserer Anleitung, wie Sie eine Drittanbietersperre einrichten.

In WhatsApp gibt es einige Verhaltensregeln, mit denen Sie sich vor Betrügern recht wirksam schützen können. Gerade in Bezug auf die Kettenbriefe ist das Muster immer wieder gleich. Sehen Sie sich deshalb unbedingt unsere 8 Tipps an, mit denen Sie eine WhatsApp Abzockfalle garantiert umgehen.

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Reingefallen und nun?

Falls Sie auf den Betrug reingefallen sind, sollten Sie auf jeden Fall Ihre Freunde nachträglich informieren, an die Sie die Abzock-Nachricht gesendet haben. Zudem ist es ratsam auch den Freund zu informieren, von dem Sie die Nachricht bekommen haben. Teilen Sie dafür gern diese ausführliche Warnung.

Sollten Sie in eine Abofalle geraten sein, ohne das dies von Ihnen beabsichtigt war, ist Ihr Telefonanbieter der richtige Ansprechpartner für die Reklamation. Sie haben die Möglichkeit den Vertragsabschluss zu bestreiten, wenn der Preis für das Abo und die Kostenpflichtigkeit nicht eindeutig erkennbar waren. Sollten Sie unabsichtlich in ein Jambo-Abo bei der freenet digital GmbH geraten sein, dann zeigen wir Ihnen in dieser Anleitung wie und innerhalb welcher Fristen Sie das Abo widerrufen können.

Falls Sie an einem Gewinnspiel eines Datensammlers teilgenommen haben, dann erwartet Sie in nächster Zeit sehr viel Werbung per E-Mail, Post und Werbeanrufe via Telefon. Wenn Sie das nicht möchten, können Sie die im Rahmen der Teilnahme erteilte Werbeinwilligung widerrufen. Allerdings müssen Sie dazu wissen, bei welchem Anbieter Sie teilgenommen haben. Beispielsweise wird das Glücksrad-Gewinnspiel mit dem iPhone 7 von der toleadoo GmbH durchgeführt.


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WhatsApp Spam melden

Haben Sie auch einen dubiosen Kettenbrief oder eine Nachricht über WhatsApp, Facebook oder andere Messenger bekommen? Bitte leiten Sie uns die Message per E-Mail an kontakt@onlinewarnungen.de oder per WhatsApp an 03514990400 weiter. Bei Bedarf veröffentlichen wir eine Warnung dazu.

Verpassen Sie keine Warnung.
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Mike Belschner
Über Mike Belschner 499 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

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