Snapchat sicher nutzen – Ratgeber für den Messenger

Snapchat sicher nutzen Ratgeber

Vor allem Kinder und Jugendliche sind von dem kostenlosen Snapchat-Messenger begeistert. Doch auch fortgeschrittene Semester finden Gefallen an dem Chatprogramm mit den lustigen Bildern. In punkto Sicherheit gibt es jedoch einige Bedenken, die nicht von der Hand zu weisen sind. Wir erklären in diesem Ratgeber, wie Sie Snapchat sicherer machen.

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Snapchat ist faszinierend und hat ein bisschen was von Big Brother. Wer seine Erlebnisse gern mit Freunden oder der ganzen Welt teilt, ist bei Snapchat genau richtig. Damit auch ungeübte Nutzer oder Kinder den Messenger sicher nutzen können, haben wir diesen Ratgeber mit Snapchat Anleitungen zusammengestellt. Fehlt Ihnen etwas oder wird eine Frage nicht beantwortet? Bitte hinterlassen Sie eine Anregung in den Kommentaren unter diesem Artikel.

Snapchat – Was ist das eigentlich?

Zuerst möchten wir der Frage nachgehen, was Snapchat überhaupt ist und wozu man die Gratis-App nutzen kann. Snapchat ist eine Instant-Messaging-App für das Smartphone oder Tablet-PC’s. Über den Messenger versenden Sie Fotos, die sogenannten Snaps, an Freunde und Bekannte. Zudem chatten Sie wie mit herkömmlichen Chatprogrammen mit Ihren Freunden. Das Besondere an Snapchat ist die Selbstzerstörung für Bilder und Texte. Im Gegensatz zu anderen Messengern wie WhatsApp sind Bilder und Videos nur eine kurze Zeit sichtbar und werden dann scheinbar gelöscht. Damit wird eine gewisse Datensicherheit suggeriert, die nicht immer vorhanden ist.

Mit Snapchat Storys fassen Sie mehrere Snaps aus Fotos und Videos zu einer Geschichte zusammen. Diese ist dann je nach Privatsphäre-Einstellung für alle Snapchat-Nutzer oder einem eingeschränkten Benutzerkreis 24 Stunden sichtbar. Damit lassen Sie Freunde oder Fremde an Ihrem Leben teilhaben.

Snapchat Messenger - Cool oder out?Snapchat Download

Wir haben uns Snapchat etwas näher angesehen und verraten Vor- und Nachteile des Messengers.

Selbstzerstörung von Fotos und Videos ist nicht sicher

Wer einen Snap verschickt, kann angeben, wie lange dieser beim Absender zu sehen ist. Danach wird der Schnappschuss scheinbar gelöscht. Gerade Kinder, Jugendliche und unbedarfte Nutzer verlassen sich gerne auf die zeitbegrenzte Anzeige der Fotos und Videos beim Empfänger. Allerdings ist das riskant. Denn teilweise lassen sich die Dateien auf der SD-Karte des Smartphones nach dem Ablauf wiederherstellen. Außerdem gibt es Apps für Snapchat, mit denen Fotos automatisch gespeichert werden. Allzu freizügige Aufnahmen sind deshalb auch in Snapchat tabu. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zum Thema Sexting, der auch für Snapchat gilt.

Namen auf Snapchat mit Pseudonym ersetzen

Snapchat Name: Pseudonym oder echten Namen angeben

Jeder Nutzer bekommt bei der Anmeldung einen Nutzernamen und kann zusätzlich einen weiteren Namen angeben. Sie sollten aus Sicherheitsgründen als Nutzername nicht Ihren echten Namen verwenden, da sich der Nutzername später nicht mehr ändern lässt. Nur wenn Sie als Name ein Pseudonym angeben, können Sie sicher sein, dass Sie unliebsame Freunde auf Snapchat nicht so leicht finden. Wir erklären in unserer Snapchat-Anleitung, wie Sie Ihren Namen auf Snapchat löschen oder ändern.

Handynummer auf Snapchat unterdrücken

Im Sinne eines optimalen Schutzes Ihrer Privatsphäre ist zu empfehlen, dass Sie Ihre Handynummer in dem Messenger nicht veröffentlichen. Sonst könnte Sie jeder über Ihre Rufnummer finden. Snapchat hat eine Privatsphäre-Option eingerichtet, mit der Sie Ihre Handynummer verbergen. Wir erklären in einer Anleitung, wie Sie die Handynummer eingeben und für die Suche sperren.

Schützen Sie Ihr Snapchat-Konto

Snapchat Login

Gleich nach der ersten Einrichtung der Snapchat-App sollten Sie Ihr Snapchat-Konto mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung sichern. Haben Sie die Login-Bestätigung aktiviert, können sich Hacker auch dann nicht mit Ihren Zugangsdaten einloggen, wenn sie das Passwort erspäht haben. Der Schutz hilft übrigens auch, wenn Ihnen neugierige Freunde bei der Passworteingabe über die Schulter sehen.  Die Aktivierung der Login-Bestätigung zeigen wir Ihnen in einer detaillierten Anleitung.

Fotos von Fremden blockieren und Storys privat machen

Snapchat Einstellungen Wer sieht wasDie Grundeinstellungen von Snapchat erlauben es, dass Ihnen auch fremde Snapchat-Nutzer Bilder senden. Das ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit Problemen behaftet. Schließlich gibt es immer wieder Nutzer, die anzügliche Fotos versenden, die deutlich unter die Gürtellinie gehen. Diese sind garantiert nicht für Kinderaugen bestimmt. Deshalb raten wir dazu, dass Sie die Snapchat Einstellungen anpassen und Snaps nur von Freunden erlauben. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in unserem Snapchat Tutorial zum Thema „Wer sieht was?“. Darin erfahren Sie auch, wie Sie Ihre Snapchat Geschichten nur für Ihre Freunde oder einem Teil davon sichtbar machen.

Nervensägen in Snapchat blockieren

Haben Sie den Empfang von Nachrichten nicht auf Ihre Freunde beschränkt, dann könnten Sie von Fremden belästigt werden. Doch das müssen Sie sich nicht gefallen lassen. Schickt Ihnen ein Nutzer immer wieder Nachrichten, Fotos oder Videos, die Sie nicht möchten, dann blockieren Sie ihn einfach. Sie haben ab sofort Ruhe und können Snapchat wieder mit Freude nutzen. Zur Snapchat Anleitung zum Thema Nutzer blockieren.

Konversationen und Snaps manuell löschen

In Snapchat gespeicherte Fotos können Sie genauso leicht löschen, wie die Liste Ihrer Konversationen. Gerade wer viel experimentiert und Selfies in den unmöglichsten Szenen anfertigt, möchte diese vielleicht keinem Dritten zeigen. Lesen Sie in unserer Anleitung, wie Sie Snaps und Konversationen löschen.

Private Fotos mit Passwort schützen

Snapchat Private Memorys PasswortSnapchat ist cool und macht riesigen Spaß. Aufgezeichnete Schnappschüsse zeigt man gern auch der Familie, Freunden oder Kollegen. Doch halt. Nicht jedes Bild ist geeignet, um es im Freundeskreis zu zeigen. Egal, ob man ein Selfie mit einer neuen Bekanntschaft oder ein Foto von einem geheimen Ort gespeichert hat. Für diese vertraulichen Aufnahmen richten Sie in Snapchat einen passwortgeschützten Bereich ein. Nur wer das Kennwort zu Ihrem Fototresor kennt, kann diese Snaps anzeigen. Wie Sie den privaten Foto-Bereich einrichten, sehen Sie in unserer Anleitung.

Ihr Konto bei Snapchat löschen

Anleitung Snapchat löschenEinige Nutzer probieren Snapchat aus, finden die Gratis-App am Anfang spannend und bleiben dann doch bei Ihrem bisher genutzten Messenger. Wer Snapchat nicht weiter nutzen möchte, sollte das Onlinekonto löschen. Schließlich werden Ihre Daten auf Servern in der USA gespeichert, wo der Datenschutz keinen so hohen Stellenwert hat, wie in Deutschland. Um Snapchat für immer zu verlassen, müssen Sie nur unserer Anleitung zum Löschen des Snapchat-Kontos folgen.

 

Erpressung bei Snapchat

Nicht selten werden Kinder und Jugendliche per Messenger gemobbt, teilweise sogar erpresst. Letzteres ist vor allem auf Snapchat eine große Gefahr. Denn wenn Jugendliche in ihrer ersten Verliebtheit freizügige Bilder mit der großen Liebe geteilt haben, dann können eben diese Bilder nach der Trennung zum Problem werden. Oft trauen sich die Betroffenen nicht an die Eltern heran. Eine Alternative ist das Kinder- und Jugendtelefon, welches anonym genutzt werden kann. Die Rufnummer lautet 116 111. Es ist sicher keine schlechte Idee, wenn Eltern Ihren Kindern diese Rufnummer im Handy speichern und die Kids darüber informieren. Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendtelefon.

Was halten Sie von Snapchat?

Nutzen Sie Snapchat und wie gefällt Ihnen der Messenger? Diskutieren Sie mit unseren Lesern und der Redaktion über Für und Wieder der angesagten App. Bitte teilen Sie uns auch mit, wenn Sie weitere Unterstützung benötigen.


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Mike Belschner
Über Mike Belschner 287 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

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