Werbeanrufe loswerden: So verhalten Sie sich richtig

Telefonterror

Werbeanrufe loswerden: So verhalten Sie sich richtig
(Quelle: pixabay.com/Peggy_Marco)

Werbeanrufe nerven. Gerade auch dann, wenn diese Anrufe in den unpassendsten Situationen kommen. In unserem Ratgeber möchten wir Ihnen Tipps geben, wie Sie Werbeanruf erfolgreich loswerden und wie Sie sich richtig am Telefon verhalten.

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Ja, auch Ihr Verhalten bei Werbeanrufen spielt eine Rolle. Schließlich möchten Sie am Telefon kein Abonnement abschließen. Genau deswegen möchten wir nicht nur verraten, wie Sie die Anrufe loswerden beziehungsweise erst gar nicht bekommen. Sondern Sie sollen auch erfahren, wie Sie sich richtig am Telefon verhalten.

Bestimmt haben Sie auch schon bei einem Gewinnspiel mitgemacht und wurden danach von Werbeanrufen und Werbemails belästigt. Doch wie wird man diese wieder los. Lesen Sie weiter.

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Werbeanrufe – Wie kommt es dazu?

Werbeanrufe loswerden: So verhalten Sie sich richtig
(Quelle: pixabay.com/Clker-Free-Vector-Images)

Sind Sie einmal in der Werbeanruf-Falle gelandet, ist es schwer, dort wieder herauszukommen. Aber wie gelangt man eigentlich in diesen Strudel? Oft sind den Anrufen und E-Mails Gewinnspiele vornweg gestellt. Im Kleingedruckten dieser Gewinnspiele steht meist, dass der Gewinnspielanbieter Ihre Daten an Dritte weiterleiten darf. Stimmen Sie diesen Bedingungen zu, schnappt auch die Werbeanruf-Falle zu. Das trifft übrigens für Gewinnspiele im Internet genauso zu, wie in der Fußgängerzone oder vor dem Supermarkt.

Werbeanrufe – Wie reagieren Sie richtig?

Haben Sie einen Werbeanruf als solchen erkannt, heißt es richtig reagieren. Wenn Sie nicht einfach auflegen, müssen Sie aufpassen, was Sie am Telefon sagen. Versuchen Sie nicht mit „Ja“ zu antworten. Denn unseriöse Unternehmen basteln aus Mitschnitten die Fragen und Antworten so zusammen, dass Sie einem Vertrag zugestimmt haben. Außerdem versuchen die geschulten Mitarbeiter Sie auf die Ja-Schiene zu bringen, sodass es Ihnen schwer fällt, später bei der entscheidenden Frage nein zu sagen.

Wichtig ist auch, dass Sie keine persönlichen Daten wie Adresse, Telefonnummern, Geburtstag oder gar Kontodaten herausgeben. Denn wenn der Anrufer die Einwilligung hat, sich bei Ihnen melden zu dürfen, müsste er zumindest über einen Teil dieser Daten verfügen. Spätestens, wenn Sie Ihre Kontodaten mitteilen sollen, ist es besser aufzulegen. Denn sind diese einmal rausgegeben, haben Sie unter Garantie ein Abonnement am Hals.

Schriftliche Informationen anfordern

Achten Sie darauf, dass Sie am Telefon nichts abschließen. Der anrufende Call Center-Mitarbeiter braucht Ihre Hilfe. Sonst würde er Sie nicht anrufen. Vor allem benötigt er von Ihnen Daten. In den meisten Fällen ist das die Bankverbindung. Doch diese müssen Sie wie einen Schatz hüten und auf keinem Fall herausgeben. Doch Vorsicht: Unseriöse Anbieter nutzen jeden denkbaren und undenkbaren Grund, um an Ihre Bankverbindung zu gelangen. Auch die Überweisung eines Gewinns, muss als Rechtfertigung herhalten. Fordern Sie die im Telefonat besprochenen Dinge unbedingt schriftlich an. Sie können dann Ihre Bankverbindung immer noch per Post übermitteln, wenn ein Gewinn ausgezahlt werden soll. Das wird jedoch in den seltensten Fällen vorkommen. Wer hartnäckig schriftliche Informationen anfordert, wird die quasselnden Quälgeister ganz schnell los.

Werbeanrufe abwimmeln

Werbeanrufe loswerden: So verhalten Sie sich richtig
(Quelle: pixabay.com/Clker-Free-Vector-Images)

Eine zeitlang haben genervte Kunden versucht, permanente Werbeanrufe mit einer Trillerpfeife abzuwehren. Für den Mitarbeiter, der im Call Center sitzt und Sie anruft, kann das mit einem Gehörschaden enden. Wenn Sie sich nicht auf eine Beschwerde oder Klage einlassen möchten, verzichten Sie lieber auf die Pfeife und versuchen die Anrufer anders los zu werden.

Besser ist es, wenn Sie sofort den Hörer auflegen, sobald Sie mitbekommen, dass es sich um einen Werbeanruf handelt. Wenn Sie gut sind, sagen Sie dem Anrufer noch, dass Sie kein Interesse haben und bitten darum, nicht wieder angerufen zu werden. In manchen Fällen reicht diese Aussage am Telefon zu, damit Sie nicht dauernd Werbeanrufe erhalten.

Werbeanrufe blockieren

Um Werbeanrufe abzuwehren, gibt es eine effektive Methode. Sobald Sie eine Rufnummer haben, können Sie diese blockieren. Das geht sowohl auf Ihrem Android Smartphone als auch auf dem iPhone. Beim Festnetz kommt es auf Ihr Gerät an. Am besten lesen Sie die Bedienungsanleitung durch und schauen, ob Sie Rufnummern blockieren können.

Anrufe unter Android und auf dem iPhone blockierenzur Anleitung

Schwierig wird die Blockierung, wenn die Rufnummer unterdrückt wird. Allerdings ist das laut § 102 Absatz 2 des Telekommunikationsgesetztes verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Werbeanrufe – Rufnummer melden

Wenn die Anrufenden Sie unter Druck setzen, sich nicht benehmen oder Sie gar anpöbeln, ist es sinnvoll die Rufnummer zu melden. Dies können Sie online über ein Beschwerdeformular bei der Bundesnetzagentur tun. Es gibt zusätzlich ein PDF-Formular, welches Sie sich herunterladen können. Füllen Sie dieses aus und senden Sie es anschließend per

  • Post (Bundesnetzagentur, Nördeltstraße 5, 59872 Meschede)
  • Fax (06321 934111)
  • E-Mail (rufnummernmissbrauch@bnetza.de)

zurück an die Bundesnetzagentur.

Truecaller - Spam-Anrufe identifizieren und blockierenTruecaller zeigt an, wer anruft

Sie möchten bevor Sie rangehen wissen, ob es sich um einen SPAM-Anruf handelt. Dann sollten Sie sich die Gratis-App Truecaller näher ansehen.

Wie können Sie Werbeanrufe verhindern?

Seien Sie vorsichtig mit Gewinnspielen. Und wenn Sie doch an einem Gewinnspiel teilnehmen, lesen Sie das Kleingedruckte. Oftmals gibt es die Möglichkeit, die Weitergabe der Daten an die Drittanbieter zu unterbinden. Das ist zwar meist (zeit)aufwendig, verhindert aber die Werbeflut nach der Gewinnspielteilnahme.

Sollten Sie dies bei der Gewinnspielteinahme verpasst haben, müssen Sie sich danach umgehend an die Firma wenden, die das Gewinnspiel veranstaltet. Dort rufen Sie die Einwilligung der Weitergabe Ihrer Daten am besten per E-Mail, Fax oder Post, in jedem Fall schriftlich, zurück.

Für den Widerruf können Sie beispielsweise folgenden Mustertext verwenden:

Ich widerrufe meine Einwilligung zur Übermittlung und Nutzung meiner Daten an Sponsoren oder andere Dritte und widerspreche gemäß § 28 Absatz 4 BDSG der Verarbeitung, Übermittlung oder Nutzung meiner Daten für Zwecke der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung. Der Widerruf und Widerspruch gilt für die […hier den Firmennamen einsetzen…] und alle Unternehmen, an die die […hier den Firmennamen einsetzen…] meine Daten weitergeleitet hat.

Bitte bestätigen Sie mir die Sperrung und Löschung meiner persönlichen Daten bis zum …

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Werbeanrufen?

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Werbeanrufen? Wurden Sie unter Druck gesetzt oder waren die Anrufer höflich und haben einfach nur ihre Produkte vorgestellt? Kennen Sie Telefonterror? Ihre Erfahrungen mit Werbeanrufen interessieren uns. Diskutieren Sie mit anderen Lesern in den Kommentaren unter diesem Artikel. Alternativ senden Sie eine Nachricht an die Redaktion. Nur mit Ihrer Hilfe können wir schwarze Schafe ermitteln und andere Leser davor warnen?

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Franziska Baum
Über Franziska Baum 279 Artikel
Franziska arbeitet bereits seit 2012 als Redakteurin. Sie hat als freie Autorin schon für größere Unternehmen wie Chip und netzwelt redaktionelle Texte, Anleitungen zu IT-Themen und News verfasst. Bei onlinewarnungen.de ist Sie vom ersten Tag dabei und schreibt überwiegend Tipps und Tricks, Ratgeber, Warnungen und kümmert sich um den Bürokram.

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