Bei Abofallen handelt es sich um unseriöse Angebote, mit denen der Verbraucher in eine Kostenfalle gelockt werden soll. Oft werden Dienstleistungen oder Produkte angeboten, die üblicherweise kostenlos erhältlich sind. Die Angabe des Preises ist entweder gar nicht vorhanden oder so klein geschrieben, dass diese vom Verbraucher überlesen wird. Häufig soll Verbrauchern auf diese Weise ein Vertrag über mehrere Jahre untergeschoben werden.

Zahlt der Verbraucher nicht freiwillig, so drohen die windigen Geschäftemacher oft mit dem gerichtlichen Mahnverfahren, Strafanzeigen oder einem Schufa-Eintrag.

Besonders fies sind Abofallen im Mobilfunkbereich. Geraten Sie per Smartphone auf eine Webseite mit einer Abofalle, dann werden die Kosten in der Regel direkt von dem jeweiligen Mobilfunkbetreiber über die Telefonrechnung eingezogen. Sie finden den Betrag dann recht unscheinbar unter dem Punkt „Mehrwertdienste“. Viele Mobilfunkkunden bekommen das entweder gar nicht oder erst sehr spät mit. Prepaid-Kunden sind noch schlechter dran. Durch die fehlende Rechnung am Monatsende fällt der Betrug oft erst nach Monaten oder nie auf.

Während Abofallen vor einigen Jahren noch offline üblich waren, haben sich die Kriminellen in letzter Zeit auf das Internet spezialisiert. Die Kostenfalle kann überall lauern, egal ob Sie sich für Ahnenforschung, Hausaufgabenhilfe, Onlinespiele oder einen lapidaren Routenplaner interessieren. Deshalb gilt: Prüfen Sie Angebote im Internet kritisch. Das gilt vor allem dann, wenn Sie eine E-Mailadresse oder Ihre Anschrift eingeben müssen.

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