Amazon Virus: E-Mail mit Rechnung für Verkaufsgebühren ist gefährlich

Wichtiges Update der Warnung

Amazon Virus Verkäufergebühren
Diese gefälschte E-Mail befindet sich in vielen Postfächern. Sie stammt nicht von Amazon! (Quelle: Screenshot)

Haben Sie die Amazon-Rechnung über Ihre Verkaufsgebühren auch schon im Posteingang? Vorsicht. Sie dürfen den Anhang nicht öffnen, da es sich um einen Virus handelt. Wir erklären, um welche E-Mail es sich handelt und welche Gefahr davon ausgeht.

Cyberkriminelle versenden im Namen des Versandhändlers Amazon gefälschte E-Mails. Diesmal sollen Sie keinen Link anklicken, sondern die im Anhang beigefügte Rechnung für Verkäufergebühren öffnen. Das dürfen Sie auf keinen Fall tun, da sich im Anhang ein bösartiger Virus befindet. Sie können die nachfolgend beschriebene E-Mail bedenkenlos löschen, da diese nicht von Amazon stammt.


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Normalerweise enthalten Phishing-Nachrichten im Namen von Amazon das Logo des Shoppingportals und sind grafisch aufwendig nachgebaut. In diesem Fall kommt die gefälschte Nachricht recht schlicht in das Postfach potentieller Opfer. Im Text der E-Mail werden Sie nicht mit Ihrem Namen angesprochen, was ein erstes Anzeichen für eine gefälschte E-Mail ist. Zudem fehlt das gesetzlich vorgeschriebene Impressum. Die Absender und Betreff-Zeilen der E-Mails wechseln ständig. Die nachfolgenden Versionen sind uns bekannt. Fall Sie einen abweichenden Text erhalten, leiten Sie uns die E-Mail bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter.

So sehen die E-Mails im Namen von Amazon aus

Rechnung uber Ihre Verkaeufergebuehren bei Amazon.de 12/2016 von marketplace-messages@amazon.de
Bestellung #305-5231649-7983128 uber Ihre Verkaeufergebuehren bei Amazon.de von info@bestellung-amazon.de

Die Rechtschreib- und Gramatikfehler im Text sollten Sie zum Nachdenken anregen. Was das geschulte Auge sofort als Spam aussortiert, ist für den ungeübten Nutzer kein Hindernis. Er öffnet aus Neugier den Anhang. Doch das allein ist das Ziel der Ganoven, da der Virus sich so auf dem Computer ausbreiten kann.

An diesen Kriterien können Sie den Schwindel erkennen:
 unerwartete E-Mail
 keine persönliche Anrede
 mangelhafte Grammatik
  fehlendes Impressum und Anlage im Anhang

Gefahr steckt im Anhang

Wer den Anhang der E-Mail öffnet, infiziert seinen Computer unter Umständen mit einem Virus. Konkret handelt es sich um eine HTML-Datei mit dem Namen „Bestellung #305-5231649-7983128.html“ oder „Rechnung.htm“. Die Ziffern und auch der Dateiname selbst variieren. Wir raten dazu, die E-Mail sofort zu löschen und den Anhang nicht zu öffnen.

Welche Betriebssysteme sind betroffen

Nach unseren Analysen ist der Virus bisher nur für Computer mit dem Betriebssystem Windows gefährlich. Allerdings gibt es dafür keine Garantie, da sich die Schadsoftware oft sehr schnell ändert. Viele Virenscanner erkennen den Virus im Anhang zum heutigen Zeitpunkt noch nicht.

Bei den uns vorliegenden Dateien handelt es sich um eine Schadsoftware in Form von Spyware und eines Wurms. Die Malware kann unter Umständen Daten auf der Festplatte beschädigen oder löschen und im schlimmsten Fall den Computer unbrauchbar machen. Da weitere Schadware nachgeladen werden könnte, ist nicht ausgeschlossen, dass auch persönliche Daten gestohlen werden.

Was ist ein Wurm?   Was ist ein Malware?

 

Wie können Sie sich schützen?

Zuerst hilft Ihnen immer gesunder Menschenverstand. Öffnen Sie keine Anhänge in E-Mails, wenn diese Ihnen unaufgefordert zugesandt werden. Außerdem sollte zur Grundausstattung eines jeden Computers ein hochwertiger und aktueller Virenscanner gehören. Wir präsentieren Ihnen die besten Virenscanner für Windows, die in einem unabhängigen Test ermittelt wurden.

Wir benötigen Ihre Hilfe

Haben Sie diese oder eine ähnliche E-Mail bekommen und möchten andere Nutzer vor dieser Gefahr warnen? Bitte leiten Sie uns die betreffende Nachricht an kontakt@onlinewarnungen.de weiter, damit wir diese untersuchen können. Im Anschluss warnen wir andere Nutzer vor dieser Gefahr.

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Informieren Sie auch Freunde und bekannte über dieser Gefahr, indem Sie diese Warnung teilen.


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Mike Belschner
Über Mike Belschner 243 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

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