Datenmissbrauch: Fakeshop mit geklauten Daten eröffnet

Opfer erhält Rechnung

Fakeshop mit geklauten Daten eröffnet
(Quelle: pixabay.com/bykst)

Der Verbraucherzentrale Niedersachsen liegt derzeit ein aktueller Fall von Datenklau in Zusammenhang mit Datenmissbrauch vor. Was genau mit den Daten einer Verbraucherin geschehen ist und wie Sie sich vor dieser Art Datenklau schützen, erfahren Sie in unserem Artikel.

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Immer wieder warnen wir Sie davor, leichtfertig irgendwo Ihre Daten einzugeben. Dass diese Warnungen nicht unbegründet sind, zeigt das folgende Beispiel der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Dort hat sich eine Verbraucherin gemeldet, die eine merkwürdige Position auf ihrer Telefonrechnung entdeckt hatte. Nach Angaben des Telekommunikationsanbieters handelt es sich um ein Starterpaket für einen Webauftritt. Die Verbraucherin hatte davon keinerlei Kenntnis.

Bei der genannten Webseite handelt es sich um das Portal bewegungshorizont.de, welches mittlerweile nicht mehr aufgerufen werden kann.

Update vom 24.11.2016

Ein weiterer Fall von gestohlenen und missbrauchten Daten betrifft einen Verbraucher aus Aurich. Seine Daten wurden dafür genutzt, um Lastschriften für DHL-Pakete in Auftrag zu geben. Der entstandene finanzielle Schaden für die vier Lastschriften liegt bei über 6.500 Euro.

Sie sollten Ihre Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls Rücklastschriften veranlassen, so dies möglich ist. Auf jeden Fall sollten Sie Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

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Wie kann es zu diesem Datenmissbrauch kommen?

Sind Sie beispielsweise auf eine Phishingseite hereingefallen, kann Ihnen nicht nur finanzieller Schaden entstehen, weil die Betrüger Zugriff auf Ihre Kontodaten haben. Im Gegenteil. Online-Shoppingtouren scheinen den Cyberkriminellen zu einfach zu sein.

Die Betrüger stehlen, in dem Fall der Verbraucherzentrale, komplett Ihre Identität. In Ihrem Namen wird auf Ihr Konto ein Fakeshop eröffnet. Die Kosten für die Webseite sind noch das geringste Übel. Denn geprellte Kunden werden sich an Sie als Webseitenbetreiber wenden und das bereits überwiesene Geld von Ihnen zurückfordern. Problem: Bei Ihnen sind die Überweisungen nicht angekommen. Für den Shop haben die Ganoven dann nämlich ein extra Konto oder sogenannte Finanzagenten genutzt.

Wie können Sie sich vor Datenmissbrauch schützen?

Generell sollten Sie sehr vorsichtig mit Ihren Daten im Internet sein. Achten Sie genau darauf, ob die Webseiten, auf denen Sie Ihre Daten eingeben, auch durch HTTPS geschützt sind. Bei allen anderen Webseiten müssen Sie genau prüfen, ob es sich um die echte oder eine gefälschte Webseite handelt.

Phishing RatgeberGefälschte Webseiten und Fakeshops erkennen

Wenn Sie im Internet unterwegs sind, sollten Sie Webseiten genau prüfen und checken, ob es sich um gefälschte Webseiten handelt. In unserem Phishing-Ratgeber bekommen Sie Tipps, wie Sie diese Fakeseiten erkennen.

Auch bei Ihren E-Mails sollten Sie achtgeben. Denn die Betrüger versenden Phishing-Mails, um Sie auf die gefälschten Webseiten zu locken. Lesen Sie genau und seien Sie vorsichtig, welche Links Sie in den E-Mails anklicken. Auf Onlinewarnungen.de finden Sie einen Ratgeber für Phishing-Mails. Mit den entsprechenden Tipps haben Sie das nötige Know How, auch auf Kleinigkeiten zu achten.

Übrigens: Auf unserer Phishing-Seite finden Sie Meldungen zu den aktuellsten Phishing-Fällen.

Sind Sie von Datendiebstahl betroffen?

Sind Sie selber von Datenmissbrauch betroffen? Dann sollten Sie als Erstes eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Die können Sie auch über das Internet als Online-Strafanzeige tun.

Vielleicht wissen Sie ja noch, bei welcher Aktion Sie Ihre Daten eingeben haben und können den Missbrauch darauf zurückführen. Dies sollten Sie nicht nur der Polizei mitteilen. Auch unseren Lesern hilft es, wenn sie vor den entsprechenden Aktionen gewarnt werden. Nutzen Sie die Kommentar-Funktion.

Sollten Sie nicht sicher sein, ob Sie in die Falle getappt sind, können Sie gern eine Nachricht an die Redaktion schreiben. Wir prüfen Ihren Sachverhalt und warnen bei Bedarf andere Leser.

Nachricht an die Redaktion schreiben

Quelle: Verbraucherzentrale Niedersachsen

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Informieren Sie Ihre Leser über diese Warnung. Wir liefern Ihnen kostenlos eine Meldung als Unique Content. Senden Sie uns eine E-Mail mit dem Link zu dem gewünschten Thema.

Aktualisierung des Artikels am 24.11.2016

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Franziska Baum
Über Franziska Baum 441 Artikel
Franziska arbeitet bereits seit 2012 als Redakteurin. Sie hat als freie Autorin schon für größere Unternehmen wie Chip und netzwelt redaktionelle Texte, Anleitungen zu IT-Themen und News verfasst. Bei onlinewarnungen.de ist Sie vom ersten Tag dabei und schreibt überwiegend Tipps und Tricks, Ratgeber, Warnungen und kümmert sich um den Bürokram.

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1 Kommentar zu Datenmissbrauch: Fakeshop mit geklauten Daten eröffnet

  1. Hallo zusammen, nach nunmehr fast 30 Jahren im Internet unterwegs, bin ich vermutlich auch auf einen Fake-Shop hereingefallen. Aus Zeitgründen habe ich mich nicht richtig informiert und habe meine KK- und Adressdaten preis gegeben. Ich erhielt Bestätigungsmails aller Art, auch dass die Ware verschickt wurde, woran ich nicht glaube, da der Link nicht funktioniert und direkt nach China führt.
    Deshalb an Alle: bei diesem Shop aufpassen, auch wenn die Schuhe noch so zum Kauf verführen !