Facebook und WhatsApp: Kettenbriefe verbreiten Angst bei Kindern

Furcht erregende Nachrichten

WhatsApp Kettenbrief Angst Kinder
(Quelle: pixabay.com/PublicDomainPictures)

Im sozialen Netzwerk Facebook und auf WhatsApp kursieren immer wieder Kettenbriefe, die bei Kindern und Jugendlichen Angst und Schrecken verbreiten. Was man von den Kettenbriefen halten soll, wie Sie damit umgehen sollen und wie Sie präventiv auf Ihre Kinder einwirken können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Während wir Erwachsene uns von Kettenbriefen im sozialen Netzwerk Facebook oder auf WhatsApp weniger beeindrucken lassen, ist dies bei Kindern und Jugendlichen anders. Diese denken in vielen Fällen, dass dort die Wahrheit geschrieben steht, weil es ja die eigenen Freunde mit ihnen teilen. Gerade wenn Drohungen ausgesprochen werden, nehmen das die Kids sehr ernst und teilen den Kettenbrief weiter, damit ihnen nichts passiert. Als Scherz sehen nur die wenigsten diese Art von Nachrichten an.

Dass von derartigen Meldungen eigentlich gar keine Gefahr ausgeht, können die Kinder aufgrund ihrer Erfahrungen noch nicht wissen. Sie fühlen sich bedroht. Deshalb muss das Ziel sein, derartigen Spam zu stoppen, damit die sozialen Netzwerke davon nicht zugemüllt und unsere Kinder vor derartigem Unfug geschützt werden. 

In diesem Artikel sammeln wir alle Kettenbriefe von Facebook und WhatsApp, die Drohungen in irgendeiner Form enthalten. Sollte Ihnen ein derartiger Kettenbrief begegnen, können Sie diesen gern per E-Mail an kontakt@onlinewarnungen.de oder direkt per WhatsApp an 03054909774 weiterleiten.

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Folgende Kettenbriefe sind uns bekannt

06.11.2017 Wenn du deine Mama liebst
05.04.2017 Chinesische Botschaft


05.04.2017 Der Fluch hat schon begonnen

Was tun mit Kettenbriefen?

Immer wieder tauchen derartige Kettenbriefe auf. So haben wir mit dem Erdbeer-Kettenbrief auch über eine Nachricht berichtet, die auf einer alten Warnung beruht und wieder hochgekocht ist. Auch Warnungen der Polizei werden als Anlass genommen, Kettenbriefe zu verfassen. Auch die Polizei selber weist immer mal wieder auf Kettenbriefe hin, die bei Kindern Angst auslösen könnten.

Eine Übersicht über alle uns bekannten Kettenbriefe finden Sie auf Onlinewarnungen.de.

Grundsätzlich sollten Sie diese nicht zu ernst nehmen und am besten löschen. In einigen besonderen Fällen ist sogar Vorsicht geboten, weil Sie durch Links in Abofallen und auf mit Schadsoftware befallene Webseiten gelangen. Auch wenn das bei der oben genannten Art von Kettenbriefen eher selten vorkommt. Links in derartigen Nachrichten sollten Sie nicht anklicken.

Eines haben diese Kettenbriefe gemein: Sie verbreiten sich meist wie ein Lauffeuer und spammen die sozialen Netzwerke und Messenger zu. Deshalb gilt: Stoppen Sie den Wahnsinn und teilen Sie solche Kettenbriefe nicht weiter!



Wie können Sie Ihre Kinder schützen?

Vor dem Erhalt dieser Nachrichten können Sie Ihre Kinder schlecht bewahren. Aber Sie können mit Ihnen reden, bevor Sie ein Smartphone bekommen. Aber auch wenn die Kids bereits eines besitzen, sollten Sie sich nicht scheuen, sie auf derartige Nachrichten anzusprechen.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind die Angst vor solchen Nachrichten nehmen. Machen Sie dem Kind klar, dass es nichts zu befürchten hat, wenn es solche Kettenbriefe nicht weiterleitet. Am besten einigen Sie sich mit Ihrem Sohn/Ihrer Tochter darauf, dass diese/r Ihnen die Nachricht zeigt, sollte eine solche Message eingehen. Dann können Sie zusammen in der Familie darüber sprechen und den Kindern die Angst nehmen.

Die Polizei Niederachsen gibt außerdem folgenden Empfehlungen:

  • Lassen Sie die Nachricht löschen und unterbinden Sie damit eine Weiterverbreitung.
  • Das Kind sollte verstehen, dass ein Nichtverbreiten der Nachricht keine negativen Konsequenzen hat.
  • Das Versenden der Nachricht aus Spaß, Angst oder anderen Beweggründen verunsichert nur weitere Empfänger.
  • Ein Hinweis in der Statusmeldung des Messengerdienstes, wie z.B. „Bitte keine Kettenbriefe!“ kann zusätzlich helfen.
  • Empfänger von Kettenbriefen sollten mit den Versendern diesbezüglich reden und über die Thematik aufklären. Die Kinder sollten u.a. ihren Freunden erzählen, dass sie diese üblen Scherznachrichten nicht bekommen möchten.
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Hilfe im Internet

Auch im Internet selber finden Sie Hilfe. Die Seite nummergegenkummer.de hält sowohl ein Kinder- als auch ein Elterntelefon bereit. Hier können Sie sich nicht nur bei Mobbing beraten lassen. Auch anderweitige Probleme können Kids und Eltern loswerden. So wäre es vielleicht ratsam die kostenlose Telefonnummer von nummergegenkummer.de auf dem Smartphone Ihres Kindes zu speichern (116 111). Bei Bedarf kann das Kind die Nummer jederzeit anrufen. Praktisch für die Kinder – es müssen keine Namen genannt werden. Die Beratung findet anonym statt und ist gebührenfrei. 

Falls Ihr Kind nicht mit Erwachsenen sprechen möchte, hat es jeden Samstag zwischen 14 und 20 Uhr unter den Rufnummern 116 111 sowie 0800 1110333 die Möglichkeit mit Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren zu sprechen. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, wenn Sie diese Nummern im Telefon einspeichern.

Das Elternetelefon erreichen Sie übrigens unter der Rufnummer 0800 1110550.

Weitere Links zu offiziellen Beratungsstellen finden Sie in der Linkbox am Ende des Artikels. 

Ihre Erfahrung ist gefragt

Wie gehen Sie mit derartigen Kettenbriefen um? Haben Sie Ihr Kind dazu schon beraten müssen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit unseren Lesern. Vielleicht haben Sie ja noch den ein oder anderen Tipp parat, wie Sie und Ihre Kinder mit diesen Drohungen umgehen. Nutzen Sie die Kommentare unter diesem Artikel.

Unterstützung für uns

Finden Sie es gut, dass wir Sie über derartige Kettenbriefe informieren? Dann unterstützen Sie uns doch. Senden Sie uns Kettenbriefe zu, die Sie erhalten haben, damit wir davor warnen können. Senden Sie diese per E-Mail an kontakt@onlinewarnungen.de oder direkt per WhatsApp an 03054909774 an uns.

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