Polizei warnt: PayPal Betrugsmasche auf eBay Kleinanzeigen

Polizei warnt PayPal Betrugsmasche auf eBay Kleinanzeigen
(Quelle: Polizei Sachsen auf Facebook)

Kleinanzeigenmärkte sind bei Verbrauchern beliebt. Durch die große Reichweite werden gebrauchte Gegenstände schnell verkauft und es kommt Geld in die Haushaltskasse. Allerdings nur dann, wenn Sie nicht an einen Betrüger geraten. Die Polizei warnt jetzt vor einer neuen Betrugsmasche, die besonders gemein ist. Ausgenutzt wird die vermeintlich sichere PayPal-Zahlung.

Verkaufen Sie gebrauchte Waren auch über Kleinanzeigenmärkte im Internet wie eBay Kleinanzeigen, Quoka.de, willhaben.at oder Dawanda? In diesem Fall sollten Sie sich unsere laufenden Betrugswarnungen ansehen. Denn seit einiger Zeit werden ahnungslose Käufer und Verkäufer belogen und betrogen. Beispielsweise werden aktuell massenhaft Verkäufer auf eBay Kleinanzeigen und anderen Kleinanzeigenmärkten mit dem sogenannten Vorschussbetrug abgezockt

Jetzt meldet die Polizei Sachsen eine neue Betrugsmasche, bei der vor allem potenzielle Käufer ins Visier der Betrüger geraten. Diese sollen die vermeintlich sichere PayPal-Zahlung für den Kauf der Ware nutzen. Das geht allerdings nach hinten los, da längst nicht jeder Kauf mit PayPal-Zahlung von dem PayPal-Käuferschutz profitiert.

So läuft die Betrugsmasche ab

Der vermeintliche Verkäufer inseriert auf Kleinanzeigenmärkten wie eBay Kleinanzeigen, Quoka.de, willhaben.at oder Dawanda beliebte Produkte. Diese werden in der Regel sehr günstig angeboten, sodass sich schnell einer oder mehrere Käufer finden. Dabei handelt es sich nicht zwingend um hochwertige Waren. Im Gegenteil, auch kleine Summen werden auf diese Weise erbeutet.

Wie die Polizei Sachsen mitteilt, wurde beispielsweise ein Smartphone für sehr günstige 40 Euro angeboten. Der Verkäufer wünscht als Zahlungsmethode PayPal, was auch vielen Käufern gelegen kommt. Schließlich wiegen sich diese in Sicherheit. Also zahlte der Käufer den Kaufbetrag in Höhe von 40 Euro via privater PayPal -Zahlung über die Funktion Geld senden. Nachdem das Geld seinen Besitzer gewechselt hatte, riss der Kontakt zum Verkäufer ab und die Ware wurde natürlich nicht geliefert.

Den PayPal-Käuferschutz konnte der geprellte Käufer nicht nutzen. Was dieser nicht wusste, der Käuferschutz gilt nicht für private Zahlungen zwischen „Freunden“. Damit war das Geld weg. Anzunehmen ist, dass der Verkäufer das Smartphone nicht nur an einen Käufer, sondern mehrfach auf diese Weise verkauft und so ein gutes Geschäft macht.

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Wie können Sie sich schützen?

Kleinanzeigenmärkte sind ein Risiko für Verkäufer und Käufer. Grundsätzlich sollten Sie auch hier Ihrem Bauchgefühl eine Stimme geben. Angebote, die unglaublich günstig sind, gibt es in der Regel auch nicht. Trotz der Globalisierung und des Internets sind Kleinanzeigenmärkte eigentlich kein Versandhandel. Deshalb sollten Sie die Ware am Besten persönlich gegen Geld tauschen und umgekehrt. Der Versand von Waren stellt immer ein Risiko dar, da der Verkäufer oder Käufer in Vorleistung gehen muss. Letztlich sollten Sie immer daran denken, dass Sie sich auf alle Angaben in der Anzeige nicht verlassen können.

Tauschen Sie Ware und Geld nur persönlich!

Doch auch beim Austausch größerer Bargeldsummen raten wir zur Vorsicht. Immer öfter werden private Verkäufer mit Falschgeld bezahlt.



PayPal warnt vor Zahlung per „Freunde & Familie“

Auch PayPal selbst warnt auf Facebook vor der Bezahlung von Waren mit der Zahlungsmethode „Freunde & Familie“. Diese ist für den Verbraucher zwar insofern günstig, dass weder Empfänger noch Geldversender Gebühren zahlen müssen. Allerdings besteht der Nachteil, dass es keinerlei Käuferschutz gibt. Sie sollten damit also, wie der Name der Zahlungsmethode auch offeriert, niemals Geld an Fremde senden.

Zahlt bei einem Kauf immer per „Waren & Dienstleistungen“, denn nur dann gilt der PayPal-Käuferschutz.  Werdet ihr gebeten, für einen Kauf die Zahlungsoption „Freunde & Familie“ auszuwählen, ist das kein gutes Zeichen.PayPal Warnung auf Facebook

Kleinanzeigen-Betrug: Aktuelle Maschen im Überblick

Auf Onlinewarnungen.de warnen wir immer wieder vor neuen Maschen. Die letzten Betrugsmaschen in Bezug auf Anzeigenmärkte reichen von Vorschussbetrug über Falschgeld bis hin zu Phishing-Angriffen per SMS. Diese Warnungen haben wir herausgegeben:

mobile.de SMS Phishing Betrug

mobile.de Phishing: SMS von Kaufinteressenten oder dem mobile.de Team ist Fake (Update)

Eine gefälschte SMS im Namen von mobile.de lockt ahnungslose Kunden auf Phishing-Webseiten. Außerdem werden Anfragen von vermeintliche Kaufinteressenten per SMS versendet. Darin wird eine Frage zu einem vergleichbaren Fahrzeug gestellt. Wer […]

Betrug SMS ebay-Kleinanzeigen

eBay-Kleinanzeigen und Facebook Marketplace Betrug: Kontakt per SMS mit E-Mail-Adresse (Update)

Immer häufiger werden Nutzer von Kleinanzeigenmärkten wie eBay Kleinanzeigen oder dem Facebook Marketplace mit Betrügern konfrontiert. Diese versuchen den Käufer per E-Mail außerhalb der jeweiligen Plattformen zu kontaktieren. Letztlich wollen die […]

Phishing SMS eBay-Kleinanzeigen

Vorsicht Phishing: Neue SMS greift Nutzer von eBay-Kleinanzeigen an – Betrug (Update)

Eine besonders gemeine Phishing-Welle greift derzeit Verkäufer auf eBay-Kleinanzeigen.de an. Mit verschiedenen Nachrichten werden Verbraucher in die Phishing-Falle gelockt. Betroffen sind Nutzer, die über das Kleinanzeigenportal etwas verkaufen und ihre Handynummer […]

eBay Kleinanzeigen- SMS-Gutschein Phishing

eBay Kleinanzeigen: SMS „eBay-Kleinanzeigen Konto Sicherheitswarnung“ lockt Nutzer auf Phishingseite (Update)

„eBay-Kleinanzeigen Konto Sicherheitswarnung. Aktualisieren Sie Ihre Kontodaten.“. So beginnt der Text einer Spam-SMS, vor der wir aktuell warnen. Diese wird an Nutzer von eBay Kleinanzeigen gesendet. Fallen Sie auf die Fälschung […]

Symbolbild Abzocke, Geld

PayPal-Zahlung: Verkäufer verliert Geld und Ware – Vorsicht Betrug

Ware verkauft und trotzdem kein Geld. So erging es einem Verbraucher in Mainz. Der Geschädigte hatte ein hochwertiges Smartphone zum Kauf angeboten. Der Käufer zahlte sogar per PayPal. Warum anschließend das […]

Blaulicht

Polizeiwarnung: Betrüger auf eBay Kleinanzeigen – Vorschussbetrug

Geld gegen Ware. Dieser Grundsatz gilt auf Kleinanzeigenmärkten wie eBay Kleinanzeigen. Findige Betrüger haben seit längerer Zeit eine Masche gefunden, wie sie private Verkäufer dennoch abzocken können. Jetzt warnt die […]

Warnung vor Falschgeld bei Barzahlung

eBay Kleinanzeigen: Warnung vor Falschgeld bei Barzahlung

Sie tauschen bei privaten Verkäufen Ware gegen Geld und meinen das ist sicher? Leider ist auch das ein Irrtum. Denn wem Falschgeld untergejubelt wurde, der hat einen Verlust gemacht. Weder […]

eBay Kleinanzeigen Betrug Überweisung auf Konto im Ausland

eBay Kleinanzeigen Betrug: Überweisung auf polnisches Konto

Nutzer von eBay Kleinanzeigen geraten immer wieder in das Visier von Betrügern. Sie sehen einen Artikel zu einem sehr günstigen Preis und möchten sich diesen zusenden lassen? An dieser Stelle […]

Ist Ihnen eine andere Betrugsmasche bekannt?

Falls Ihnen andere Betrugsmaschen in Zusammenhang mit Anzeigenmärkten im Internet bekannt werden, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an kontakt@onlinewarnungen.de. Bitte erklären Sie den Betrug so genau wie möglich und senden Sie nach Möglichkeit Belege mit. Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Bei Bedarf veröffentlichen wir eine Betrugswarnung.

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12 Kommentare zu Polizei warnt: PayPal Betrugsmasche auf eBay Kleinanzeigen

  1. Ich bin jetzt auch auf einen solchen Betrüger hereingefallen (Zahlung über Paypal „Freunde“). Ich frage mich jedoch, warum Paypal die angelegten Konten nicht genauer prüft – Hauptsache Mitglieder und Geld bewegen ? -. Selbst bei einer Meldung an Paypal passiert mit dem Konto NICHTS, es bleibt weiterhin bestehen. Eine Nachverfolgung des Geldflusses (Gegenkonto) erfolgt auch nicht. Ich werde mich in Zukunft von Aktivitäten bei ebay, ebay-Kleinanzeigen und Paypal zurück ziehen und wünsche den Damen und Herren noch lange ihren Arbeitsplatz bei Unternehmen, die solche kriminellen Aktivitäten unterstützen. „Blockchain“ wird kommen …

  2. Ich erhielt eine SMS von +1(510)7468445 und sollte an harryles00@gmail.com antworten. Habe ich zunächst getan, denn es handelte sich um einige Möbelstücke. Stutzig wurde ich nicht wegen der Schreibweise, sondern weil der Herr ALLES kaufen wollte ohne Foto. Aber ich gab ihm dann die Paypal – Daten und heute wurde mir dann der Zahlungseingang bestätigt. Ich habe erstmal das Konto gecheckt. Nix! Dann kam die Masche mit Vorkasse von 300€ wegen der Spedition über Western Union. Erst nach diesem Vorgang würde der Betrag für mich ( laut „Pay Pal “ freigestellt ) Daraufhin sagte ich, dass ich das so nicht mit ihm abgemacht hätte und ich das “ Geschäft “ unter diesen Umständen platzen lasse. Es kam noch eine EMail , er würde ja jetzt sein Geld nicht zurückbekommen und hätte durch mich arge Probleme. Ich habe mich nicht weiter geäußert und werde es auch nicht mehr tun. Seit einigen Stunden kam nichts mehr. Es ist für mich jetzt ganz klar, dass auch die angeblichen Pay Pal- Mails gefälscht waren. Am Besten ist es wirklich die Ware reistellen, Leute gucken es sich an, geben einem Bargeld in die Hand und Tschüß! Leute, passt auf da draußen. Es gibt echt….

  3. Ich habe eine gefälschte E-Mail von der angeblichen „eBay“ erhalten, die die Zahlung von 3000 Euro im Voraus für ein BMW fordert. Das gibt es nicht, danke für deine Warnung!

  4. Wer so blöd ist hat es nicht anders verdient! Wenn ich die Option „Geld an Freunde senden“ auswähle dann sollte ich mir bewusst sein das da ein Risiko besteht. Immerhin entfallen dadurch die PayPal Gebühren, warum sollte PayPal dann dafür gerade stehen? Wenn das gegenüber die Option „Geld an Freunde“ senden haben will um PayPal Gebühren zu sparen kann man ihm anbieten die PayPal Gebühr zu übernehmen, wenn er dann nicht drauf einsteigt…

  5. Was ich da nicht ganz verstehe ist betrügen dürfen die Leute aus dem Ausland jeden hier in deutschland und ihnen passiert garnichts man sollte mal versuchen ihnen das Handwerk zu legen. Bei uns in Deutschland wenn einer nur eine kleinigkeit angestellt hat bekommt er so viel probleme mit Stattsanwalt und Gestzeshüttern.Uns solche machen einfach was zu wollen geht ja garnicht . Und die großen schauen nur zu.(Danke Deutschland)Sorry bin Stinksauer weil mir des selber Passiert ist das ich betrogen worden bin .

  6. Es gibt noch eine andere Betrugsmasche, die mir als Verkäufer letzte Woche passiert. Ich wollte ein Produkt verkaufen, Wunschpreis 400 Euro mit Verhandlungsbasis. Da meldete sich eine bei mir auf französisch und bekundete Interesse. Dass es auf französisch war, war zunächst nichts Ungewöhnliches, ich lebe in der Schweiz und diese ist zweisprachig. Nun ja, die Käuferin wollte per Paypal zahlen, war mit dem 400 einverstanden. Ok, ich nutze Paypal nicht, hatte mir aber mal ein Konto gemacht, also was soll’s, ich übermittelte die Adresse für mein Konto.

    Nun gut, einige Tage später schickte Sie mir die Bestätigung, dass sie die Zahlung vorbereitet hätte, sie sagte, sie wäre beruflich gerade im Ausland, ich sollte das Geld an einen Freund schicken, der wohne in der Westschweiz, die Adresse gab’s dazu. Nun ich habe den geprüft und ok, der existierte, Adresse und Name stimmte, also erst einmal kein Grund zur Besorgnis. Fast zeitgleich kam dann eine Paypal Bestätigungsmail, in der drin stand, dass das Geld bei Paypal hinterlegt wurde und ich jetzt die Ware aufgeben und dann die Versendungsnummer an Paypal schicken müsse, dann würde das Geld für mein Konto freigeschaltet. Spätestens da war klar, dass was nicht stimmte (ich fand die Sache vorher schon seltsam, aber bisher war ich ja kein Risiko eingegangen).

    Nun, die Paypal Mail war erst einmal komplett dilettantisch gefälscht. Kein Logo, seltsame Absenderadresse, nicht-funktionierender Link und dann sollte ich per Direktantwort die Lieferbestätigung senden (Direktantwort auf eine automatisierte Mail mmh????).

    Nun, ab dem Zeitpunkt war klar, es ist Betrug. Dann habe ich das Verkaufsgespräch abgebrochen und bin zur Polizei. Die stellte dann fest, dass dieser angebliche Freund in der Schweiz schon mehrfach im Zusammenhang mit Betrugsdelikten stand. Er kann wohl aber nichts dafür, seine Adresse wird missbraucht. Offenbar versuchen die Betrüger, genau herauszufinden, wann das Paket ankommt, dann wollten sie wohl den Postboten abfangen. Der arme Herr hätte nichts vom Missbrauch seiner Adresse gemerkt und ich hätte nie Geld gekriegt.

    Ich habe schon oft Verkäufe online getätigt, und bisher habe ich mir keine grossen Gedanken gemacht, Ware im Voraus zu schicken, ich hatte dann ja Name und Adresse und da man gemäss Schweizer Recht den Vertrag schon bei Postaufgabe erfüllt hat, hätte ich einfach klagen können. Mit so einer Masche kann man ja kaum rechnen. Diese Methode enthält aber eine gute Mischung aus Dilettanz und Brillanz, sie ist so dämlich, dass sie schon wieder etwas hat und wäre die Paypal Mail nicht so offensichtlich falsch gewesen, wer weiss….

  7. mir ist eine neue Sache untergekommen. Verkäufer aus dem Ausland mit nur 2 offensichtlichen Fake Bewertungen bietet teuere Auflagenbox sehr niedrigpreisig an. Bietet als zahlung Paypal an. Der Kauf wird getätigt, das Geld wird abgezogen. Aber Ebay hält alles auf und man kann sein Geld sofort zurückholen, weil der Käufer wohl gelöscht wurde wahrscheinlich wegen unseriösen machenschaften. Welche Konsequenzen kann so ein Kauf denn haben? Welche Informationen kann der Verkäufer die er beim Abschluss des Kaufs gesehen hat im nachhinein ausnutzen bzw. was sieht man bei einer Paypal Transaktion wenn man etwas darüber zahlt? Sieht der andere auch das eigenen Konto. Für mich gibt es erstmal keinen weiteren Grund zur Besorgnis, weil Geld zurück und was sollen die mit meinen DAten anfangen können, eigentlich garnichts…. oder?