Offene Rechnung/Mahnung der DirectPay GmbH ist Spam mit Virus

Erneute Warnung

Rechnung Mahnung der DirectPay GmbH ist Spam Virus

Erneute Warnung: Haben Sie auch eine E-Mail mit einer Zahlungsaufforderung vom stellvertretenden Rechtsanwalt der DirectPay GmbH, Directpay24 GmbH, Directpay24 AG oder DirectPay AG bekommen? Wir erklären, was es damit auf sich hat und wie Sie damit umgehen sollten.

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen versenden Betrüger gefälschte E-Mails mit einer Rechnung, Mahnung oder Zahlungsaufforderung im Namen der DirectPay GmbH, DirectPay AG, DirectPay24 GmbH und DirectPay24 AG. Viele Nutzer sind extrem beunruhigt, da ihnen keine offene Forderung bei diesem Unternehmen bekannt ist. Zu Recht: Denn die Mahnung der DirectPay GmbH ist von Kriminellen frei erfunden. Es handelt sich um Betrug.

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Einziges Ziel der Kriminellen ist es, dass Sie die ZIP-Datei im Anhang der E-Mail öffnen. Diese ist oft sogar mit Ihrem Namen personalisiert und wirkt dadurch vertrauenswürdig. Doch genau das sollten Sie nicht tun. Denn wer die Datei öffnet, installiert sich einen gemeinen Virus.

Die letzten großen Aussendungen dieser Spam-Nachrichten fanden Anfang Februar 2017, ab 23.02.2017 und im Juni 2017 statt. Seit Juni 2017 werden verkürzte Texte verwendet, die überwiegend keine Anschrift des Empfängers enthalten.

Neuer Absender @marketplace.amazon.de

Update 16.09.2017 Seit 16.09.21017 werden die Spam-Mails mit Mahnungen, Rechnungen und Zahlungsaufforderungen mit einer neuen E-Mail-Adresse als Absender versendet. Es handelt sich um eine E-Mail-Adresse mit der Endung @marketplace.amazon.de. Bitte fallen Sie auf den Spam nicht herein. Im Anhang befindet sich auch weiterhin ein Virus. Der Amazon Marketplace ist nicht der Versender der E-Mail.

So sehen die E-Mails der DirectPay GmbH oder DirectPay AG aus

Obwohl die Nachrichten sehr gut gefälscht sind, lassen sich die Betrugs-Mails mit einem Vergleichsmuster sehr gut erkennen. Deshalb stellen wir Ihnen nachfolgend Muster zur Verfügung. Wichtigstes Erkennungsmerkmal ist und bleibt die ZIP-Datei im Anhang der E-Mail. Die Nachricht selbst kann mit Ihrem korrektem Namen, der Adresse und Telefonnummer personalisiert sein, muss es aber nicht. Seit Februar 2017 versenden die Betrüger auch E-Mails ohne Nennung der Anschrift und der Telefonnummer. 

Nach unseren Erfahrungen variieren auch die Betreffzeilen, weshalb diese nur ein Anhaltspunkt für den Betrug sind. Beispielsweise wird mit „Ihre Rechnung“ auf eine konkrete Rechnungsnummer Bezug genommen. Häufig ist im Betreff auch Ihr Name verzeichnet, damit Sie die E-Mail öffnen. Folgende Textversionen der gefälschten DirectPay GmbH oder DirectPay AG Mails sind uns bekannt:

Absender:

  • Rechtsanwalt Directpay GmbH <news@newsletter.karstadt.de>
  • Sachbearbeiter Directpay24 GmbH <news@newsletter.karstadt.de>
  • DirectPay GmbH Inkasso Abteilung <1e529a92df9162c@marketplace.amazon.de>

Betreff:

  • Konto-Lastschrift konnte nicht durchgeführt werden
  • Offene Rechnung: Buchungsnummer
  • Offene Rechnung von Directpay24
  • Rechnung für … zur Bestellung Nr. …
  • Rechnung für … zur Bestellung vom 16 August

Folgende Texte werden verwendet, die inhaltlich geringfügig abweichen können.

Sehr geehrte/r Max Mustermann,

zu unserem Bedauern mussten wir feststellen, dass die Zahlungsaufforderung ID 6204606 bisher ergebnislos blieb. Jetzt geben wir Ihnen nun letztmalig die Chance, den ausbleibenden Betrag unseren Mandanten DirectPay GmbH zu decken.

Aufgrund des andauernden Zahlungsrückstands sind Sie angewiesen zuzüglich, die durch unsere Beauftragung entstandene Gebühren von 77,72 Euro zu tragen. Bei Fragen oder Unklarheiten erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 72 Stunden. Um weitete Mahnkosten zu vermeiden, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Zahlungen bis zum 23.02.2017.

Vertragliche Personalien:

Max Mustermann
Musterstraße Str, 21
01234 Musterort

Tel. 0123456789

Bitte überweisen Sie den nun fälligen Betrag unter Angaben der Artikelnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 27.02.2017 auf unserem Konto verbucht wird. Falls wir bis zum genannten Termin keine Zahlung bestätigen, sind wir gezwungen Ihren Mahnbescheid an ein Inkasso zu übergeben. Sämtliche damit verbundenen Kosten werden Sie tragen.

Eine vollständige Kostenaufstellung Nummer 6204606, der Sie alle Buchungen entnehmen können, fügen wir bei.

Mit verbindlichen Grüßen

Stellvertretender Rechtsanwalt Johannes Melber

Außerdem werden folgende leicht abgeänderte Texte von den Betrügern versendet:

NEU:

17.07.2017: Lastschrift konnte nicht vorgenommen werden 17.07.2017 von DirectPay AG Inkasso <mailto:service@paypal.de>
01.07.2017: Konto-Lastschrift Nr. 123456 konnte nicht durchgeführt werden 30.06.2017 von Directpay24 AG Stellvertretender Rechtsanwalt <support@ebay.de>
24.05.2017: Rechnung für Max Mustermann zur Bestellung NR30729017 von Abrechnung Directpay24 GmbH <admin@giropay.com>

Haben Sie einen anderen Text erhalten, leiten Sie uns diesen bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter. Wir aktualisieren unsere Warnung, damit andere Nutzer besser informiert sind.

Die besten Virenscanner Windows

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Gibt es die DirectPay GmbH oder DirectPay AG

Mit dem verwendeten Namen wird auf ähnlich lautende Firmennamen gesetzt, die dem Empfänger bekannt vorkommen sollen. Uns ist kein Unternehmen mit dem Namen DirectPay GmbH oder DirectPay AG bekannt, welches in dieser Form echte Rechnungen oder Mahnungen versendet.

Was ist mit der Rechnung der DirectPay GmbH oder DirectPay AG zu tun?

Diese Frage ist recht einfach zu beantworten. Sie können die hier beschriebene Mahnung oder Rechnung der DirectPay GmbH oder DirectPay AG bedenkenlos löschen. Es existiert keine echte Forderung. Wichtig ist, dass Ihre Neugierde Sie nicht zum Öffnen des Anhangs veranlasst. Dann würden Sie einen Virus installieren, der aufwendig entfernt werden muss.

Es ist nicht sinnvoll, auf die E-Mail der DirectPay GmbH oder DirectPay AG zu antworten. Als E-Mail-Adresse des Absenders sind ebenfalls gefälschte Adressen angegeben. Die E-Mail ist entweder nicht zustellbar oder erreicht den falschen Empfänger.


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Weitere Informationen zu den Virus-Mahnungen

Die DirectPay GmbH oder DirectPay AG ist nur eine von vielen Firmen, in deren Namen gefälschte Mahnungen oder Rechnungen versendet werden. Post vom vermeintlichen Rechtsanwalt erhalten Nutzer auch im Namen von existierenden Unternehmen wie eBay oder Amazon. In unserem ausführlichen Artikel erfahren Sie, in welchem Namen und mit welchen Absenderadressen die Virus-Mails versendet werden. Außerdem beantworten wir häufig gestellte Fragen zu den angeblichen Mahnungen vom Rechtsanwalt.

Zusammenfassung
  • Rechnung und Mahnung sind frei erfunden und entbehren jeglicher Grundlage
  • im Anhang der E-Mail befindet sich eine ZIP-Datei mit einem Virus
  • öffnen Sie auf keinen Fall den Anhang
  • die E-Mail der DirectPay GmbH oder DirectPay AG kann gelöscht werden
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Virus finden Sie hier

Auch im Namen von anderen Unternehmen werden diese E-Mails versendet. So muss zum Beispiel Karstadt als Absender herhalten.

Unsere Frage an Sie

Mit welchem Betreff haben Sie die Rechnung oder Mahnung von DirectPay bekommen? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar unterhalb des Artikels, um andere Nutzer noch schneller zu warnen.

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Mike Belschner
Über Mike Belschner 580 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

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3 Kommentare zu Offene Rechnung/Mahnung der DirectPay GmbH ist Spam mit Virus

  1. Hallo allerseits,

    bei mir haben sie es mit folgender Mail versucht:

    ———————————————–
    Ebay AG Rechnungsstelle
    An …@…
    Sep 18 um 8:41 PM
    Guten Tag,

    unsere Anwalts-Kanzlei wurden heute am 18.09.2017 vom Unternehmen Ebay AG gebeten Ihre finanziellen Rechte in Ihrer Angelegenheit zu vertreten.

    Die vollständige Zahlung erwarten wir bis zum 22.09.2017. Können wird bis zum genannten Datum keine Zahlung bestätigen, sehen wir uns gezwungen Ihre Forderung an ein Gericht abzugeben. Sämtliche damit verbundenen Zusatzkosten werden Sie tragen.

    Eine vollständige Forderungsausstellung NR. 881784114, der Sie alle Buchungen entnehmen können, fügen wir bei.

    Aufgrund des bestehenden Zahlungsausstands sind Sie verpflichtet dabei, die durch unsere Beauftragung entstandene Gebühren von 40,90 Euro zu tragen. Um zusätzliche Kosten zu vermeiden, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungen bis zum 15.09.2017.

    Bei Rückfragen oder Unklarheiten erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von zwei Werktagen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rechnungsstelle Nils Vesalius

    18.09.2017 .zip

  2. Heute bekommen- Spam!
    Man achte auf das Versendedatum (17.9.17)und Zahlungsfrist bis 14.9.17.
    Macht total Sinn…lach.
    Sie benutzen jetzt Absenderemails mit dem Zusatz“ marketplace amazon“.
    PayOnline24

    Guten Tag,

    wir wurden vom Unternehmen Pay Online24 GmbH beauftragt Ihre finanziellen Interessen in Ihrer Angelegenheit zu schützen.

    Damit fordern wir Sie nachdrücklich auf, den offenen Betrag sofort bis zum 14.09.2017 zu begleichen. Falls wir bis zum genannten Termin keine Überweisung bestätigen, sehen wir uns gezwungen Ihre Forderung an ein Gericht abzugeben. Alle damit verbundenen Zusatzkosten gehen zu Ihrer Last.

    Eine vollständige Kostenaufstellung NR. 146888038, der Sie alle Positionen entnehmen können, ist beigelegt.

    Aufgrund des andauernden Zahlungsausstands sind Sie angewiesen zusätzlich, die durch unsere Beauftragung entstandene Kosten von 54,03 Euro zu tragen. Um zusätzliche Mahnkosten auszuschließen, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungseingänge bis zum 11.09.2017.

    Bei Rückfragen oder Unklarheiten erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden.

    Mit verbindlichen Grüßen

    Abrechnung Oskar von Kökeritz

  3. bei mir kamm heute das
    von der E-Mail Adresse b7d137a9f269e66@marketplace.amazon.de
    Guten Tag,

    wir wurden heute am 12.09.2017 vom Unternehmen DirectPay GmbH gebeten Ihre finanziellen Interessen in Ihrer Angelegenheit zu vertreten.

    Die gesamte Überweisung erwarten wir bis spätestens 15.09.2017. Können wird bis zum genannten Termin keine Überweisung bestätigen, sehen wir uns gezwungen Ihre Forderung an ein Gericht abzugeben. Sämtliche damit verbundenen Zusatzkosten werden Sie tragen.

    Die vollständige Kostenaufstellung NR. 312987884, der Sie alle Buchungen entnehmen können, ist beigefügt.

    Aufgrund des andauernden Zahlungsrückstands sind Sie verpflichtet dabei, die durch unsere Inanspruchnahme entstandene Gebühren von 57,74 Euro zu tragen. Um weitete Kosten auszuschließen, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungen bis zum 11.09.2017.

    Bei Fragen oder Anregungen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 24 Stunden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rechnungsstelle Leon Salesar