Sparkasse-Phishing: „ONLINE-BANKING SICHERHEIT“ (Update)

Datendiebstahl bei Bankkunden

Phishing E-Mail Sparkasse Wichtige Kundendurchsage

Betrüger greifen Bankkunden der Sparkasse an und versenden gefälschte E-Mails mit verschiedenen Betreffs. Darin werden Änderungen und sicherheitsrelevante Probleme oder die Sicherheit des Onlinebankings als Aufhänger genutzt, um die Verbraucher zu täuschen. Auch die eIDAS-Verordnung wird bei als Aufhänger von Kriminellen genutzt. Der Empfänger soll seine Daten verifizieren. Wir erklären, warum Sie das nicht tun dürfen.

Zahlreiche Banken werden derzeit mit einer Phishing-Welle angegriffen. Ziel der Kriminellen sind die Daten der Bankkunden, die über gefälschte E-Mails und Webseiten gestohlen werden. Auch im Namen der Sparkasse werden die betrügerischen E-Mails versendet. Zuletzt haben wir vor der gleichen Masche die Commerzbank-Kunden gewarnt.

Klicken Sie keine Links in der E-Mail an!
Werbung

Nachfolgend erklären wir, woran Sie die gefälschte Nachricht erkennen und wie Sie sich verhalten sollten. Die Sparkasse hat mit dem Versand der E-Mails nichts zu tun. Sie ist selbst geschädigt, da der Name von Kriminellen missbraucht wird.

Daran erkennen Sie die Fake-Nachricht im Namen der Sparkasse

Achten Sie auf Ihren Posteingang. Die Nachricht ist schwer zu erkennen, da die Cyberkriminellen alles sehr gut gefälscht haben. Als Absender der vermeintlichen Kundeninformation ist „Sparkasse“ angegeben.

Als E-Mail-Adresse wurden bisher

  • service@sparkasse.de
  • service-sparkasse743@online.de
  • sicherheit-sparkasse-2217@online.de
  • sparkasse@kundenservice.de
  • sparkasse-verifizierung@online.de
  • info.sparkasse96@onlinehome.de
  • sparkasse_sicherheit3@onlinehome.de
  • sparkasse_sicherheit6@onlinehome.de
  • info_sparkasse@online.de
  • info_sparkasse49@onlinehome.de
  • info_sparkasse35@onlinehome.de
  • info_sparkasse21@onlinehome.de
  • info_sparkasse16@onlinehome.de
  • info_sparkasse3@onlinehome.de
  • online.banking-sicherheit@spk.de

verwendet.

Die folgenden Betreffs sind uns bereits bekannt:

  • Wichtige Kundendurchsage
  • Sparkasse – Wichtige Sicherheitsprüfung erforderlich
  • Sparkasse Sicherheitsprüfung erforderlich
  • Wichtige Mitteilung
  • Aktualisierung unserer Sicherheitsstruktur

Der Inhalt der E-Mail wirkt mit dem Sparkassen-Logo fast wie echt. Diese Texte kennen wir:

Neuerdings versenden die Kriminellen die Nachricht als Bild. Das bedeutet, es ist egal wohin Sie klicken. Sie gelangen immer auf die gefälschte Webseite. Solche E-Mails sind mit Vorsicht zu betrachten. Außerdem enthält ein Teil der Nachrichten in der Fußzeile die Signatur der Sparkassen-Finanzportal GmbH aus Berlin. Folgende gefälschte E-Mails im Namen der Sparkasse sind uns bisher bekannt:

11.01.2017 Max Mustermann wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit von Sparkasse
26.12.2016 Neue Mitteilung von sparkasse@kundenservice.de

Die nachfolgenden E-Mails sind besonders dreist. Darin täuschen die Betrüger eine vermeintliche Kontaktaufnahme per Telefon vor. Allerdings verraten sich die Kriminellen durch die zahlreichen Rechtschreibfehler. Dennoch: Auf diese Nachricht werden einige Sparkassenkunden reinfallen.

21.12.2016 ONLINE-BANKING SICHERHEIT von online.banking-sicherheit@spk.de
19.12.2016 Neue Mitteilung von sparkasse@kundenservice.de
16.12.2016 Sparkasse - Wichtige Sicherheitsprüfung erforderlich von sicherheit-sparkasse-2217@online.de
16.12.2016 Wichtige Kundendurchsage von sparkasse@kundenservice.de
12.12.2016 Wichtige Kundendurchsage von service@sparkasse.de
12.12.2016 Wichtige Kundendurchsage von service@sparkasse.de
09.12.2016 Wichtige Kundendurchsage von service@sparkasse.de

Versendet werden die gefälschten Nachrichten auch mit einem abweichenden Betreff und Inhalt. Das Ziel ist dennoch das Gleiche. Sie sollen einen Link anklicken, um Ihre Daten zu bestätigen. Nachfolgend zeigen wir Ihnen, bei welchen E-Mails im Namen der Sparkess es sich ebenfalls um eine Fälschung handelt:

Wichtige Mitteilung von 'Sparkasse' <sparkasse@kundenservice.de>

Skrupellos wünschen die Ganoven dem Empfänger ein frohes Beisammensein für das bevorstehende Weihnachtsfest und verbinden die Grüße mit einem Phishing-Angriff.

Aktualisierung unserer Sicherheitsstruktur von 'Sparkasse' <service@sparkasse.de>

Viele Verbraucher schenken den E-Mails ihr Vertrauen, weil sie darin mit ihrem richtigen Namen angesprochen werden. Das sollten Sie nicht tun. Klicken Sie auf keinem Fall den Link „Zur Verifizierung“ an.

Winterjacke kann zur tödlichen Falle werdenWinterjacke kann zur tödlichen Gefahr werden

Wenn Sie sich im Winter mit Ihrer dicken Jacke ins Auto setzen, kann das ein Fehler mit schwerwiegenden Konsequenzen sein. Warum Sie die Winterjacke zu Ihrem eigenen Schutz im Auto besser ausziehen sollten, lesen Sie hier.

Wohin führt der Link in der E-Mail

Wer dem Link folgt, gelangt auf eine gefälschte Webseite. Dort wurde die Sparkassen-Webseite vollständig nachgebaut. Ziel der Kriminellen ist es, dass Sie sich mit Ihren Zugangsdaten für das Onlinebanking einloggen. Anschließend werden weitere persönliche Informationen abgefragt.

Da Sie sich nicht auf der Webseite der Sparkasse befinden, werden alle eingegebenen Informationen direkt an unbekannte Dritte übertragen. Diese können damit Straftaten begehen oder im schlimmsten Fall Ihr Konto plündern. Eine große Gefahr ist aktuell auch der Missbrauch von Daten und Identitäten.

Wird der Angriff von Virenscannern erkannt?

Die meisten Virenscanner erkennen den Phishing-Angriff aktuell noch nicht. Deshalb ist die Gefahr besonders groß, auf diese Falle reinzufallen. Dennoch sollten Sie Ihren Computer unbedingt mit einem der besten Virenscanner ausstatten, die zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind.

Auch die Verwendung des Browsers ist für die Erkennung von Phishing-Angriffen relevant. Beispielsweise erkennt der Webbrowser Google Chrome Phishing-Seiten sehr schnell und zuverlässig, oft noch eher als die Antivirus-Software. Auch die gefälschte Webseite von der Sparkasse blockiert Google Chrome zuverlässig.

Unabhängig vom Browser und Virenscanner sollten Sie sich über die Merkmale gefälschter E-Mails und Webseiten informieren, um diese selbst erkennen zu können. Wir haben einen Ratgeber mit Tipps zusammengestellt, der Ihnen bei der Erkennung von Phishing-E-Mails hilft. Zudem sollten Sie sich unsere Checkliste für die Erkennung von gefälschten Webseiten ansehen.

Verpassen Sie keine Warnung.
Hier können Sie uns folgen:
Facebook ButtonTwitter ButtonRSS Button

Sind Sie auf den Betrug reingefallen?

Sie haben die gefälschte E-Mail der Sparkasse erhalten und Ihre Daten auf der zugehörigen Webseite bereits eingegeben? Jetzt müssen Sie schnell aktiv werden. Setzen Sie sich mit Ihrer örtlichen Sparkasse in Verbindung und schildern Sie den Vorfall. Falls Sie auch die Daten Ihrer Kreditkarte eingegeben haben, die eventuell nicht von der Sparkasse ist, müssen Sie diese schnellstmöglich sperren lassen. Hier hilft der zentrale Sperrnotruf 116 116. Weitere Ratschläge erhalten Sie in unserem Phishing-Ratgeber auf Seite 2.

Bitte melden Sie betrügerische E-Mails

Sie sind sich unsicher, ob eine erhaltene E-Mail echt ist? Wir prüfen das für Sie und geben Ihnen eine Rückinformation. Bitte senden Sie die zwielichtige Nachricht direkt an unserer Redaktion unter der E-Mail-Adresse kontakt@onlinewarnungen.de. Nur mit Ihrer Hilfe können wir schneller sein, als die Kriminellen.

Update des Artikels
Werbung
Mike Belschner
Über Mike Belschner 237 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.





*

1 Kommentar zu Sparkasse-Phishing: „ONLINE-BANKING SICHERHEIT“ (Update)

  1. Relativ aktuell: Eine Freundin ist von einer der beschriebenen Mails am 12.12.16 betroffen worden. Bei Eingang konnte sie den Text noch lesen und hätte einen Link anklicken können, was sie unterlassen hat.
    Als sie heute die Mail ausdrucken wollte, um sie ihrer Sparkasse zu zeigen, war die Mail zwar noch da, aber der gesamte Text war verschwunden. Lediglich am oberen Rand hätte man noch einen Link anklicken können. Sie hat sofort den Mailbestand bei ihrem Internet-Provider überprüft. Sie hat die Mail gefunden, aber auch diese war verändert, also textlos aber mit einem Link versehen, was natürlich eine besondere Aufforderung für Neugierige sein kann, diesen zu nutzen.