Vorsicht Phishing: „your account has been temporarily locked“ – E-Mail ist nicht von Apple

Angriff auf Apple-Kunden

Phishing Apple-ID
Betrüger möchten mit einer Phishing-Nachricht an die Zugangsdaten für Ihre Apple-ID. (Quelle: Screenshot/apple.com)

Betrüger möchten die Zugangsdaten für Ihre Apple-ID stehlen. Das geht ganz einfach, indem sie Ihnen eine E-Mail senden und Sie sich auf der verlinkten Webseite anmelden. Wir erklären, woran Sie die Phishing-Nachricht erkennen und wie Sie sich schützen können.

Phishing-Nachrichten kommen oft unerwartet und nutzen den Stress in unserem Alltag aus. Angeblich soll die Sicherheit für Ihr Onlinekonto erhöht werden. Doch das müssen Sie aktivieren oder bestätigen. Praktischerweise enthält die E-Mail gleich den richtigen Link. Eine böse Falle, wenn es sich um eine Phishing-Nachricht handelt. Denn dann führt der Link nicht zu Apple, sondern direkt zu kriminellen Banden.


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So ist es auch bei den gefälschten Nachrichten im Namen von Apple. Die E-Mails sind im unscheinbaren Apple-Design verfasst, sodass der Schwindel auf den ersten Blick nicht auffällt. Die nachfolgenden Versionen gefälschter E-Mails im Namen von Apple sind uns bisher bekannt:

10.01.2017: your account has been temporarily locked. von Apple (support-cloud@intel.com)
30.12.2016: Your account will be locked von Apple Id (apple@vinkevin.co.uk)
17.10.2016:

Haben Sie eine hier nicht aufgeführte E-Mail von Apple bekommen und vermuten ebenfalls Phishing? Bitte senden Sie uns die Nachricht zur Überprüfung an kontakt@onlinewarnungen.de. Wir geben Ihnen eine Rückmeldung und warnen bei Bedarf andere Nutzer.

Wie bei Phishing-E-Mails üblich wird auch in dieser Nachricht mit der Sperrung des Accounts gedroht, wenn der Empfänger seine Kontoinformationen nicht innerhalb von 24 Stunden bestätigt. Wer den Link anklickt, landet jedoch auf einer gefälschten Webseite. Die dort eingegeben Daten werden direkt an Kriminelle gesendet.

Klicken Sie den Link in der E-Mail auf keinen Fall an!

Welche Gefahr besteht?

Die Apple-ID ist der Schlüssel zu zahlreichen Diensten von Apple wie dem App Store, Apple Music, iCloud, iMessage oder FaceTime. Bei allen wichtigen Diensten melden Sie sich mit den Zugangsdaten Ihrer Apple-ID an. Doch damit nicht genug. Die Apple-ID enthält auch Zahlungsinformationen. Wer Zugang zu Ihren Daten hat, kann auf Ihre Kosten im App Store oder bei iTunes einkaufen gehen. Außerdem können Kriminelle damit Ihre Identität übernehmen und diese für weitere Straftaten verwenden.

Gefälschte E-Mail erkennenPhishing: Woran erkennen Sie eine gefälschte E-Mail?

In diesem Ratgeber erklären wir, anhand welcher Kriterien Sie eine Phishing-Nachricht selbst erkennen können. Zum Ratgeber …

So können Sie sich schützen

Generell sollten Sie bei unerwarteten E-Mails vorsichtig sein und keine Links in der elektronischen Nachricht anklicken. Um Ihren Account zu überprüfen, geben Sie die URL „https://appleid.apple.com“ manuell in den Browser ein. Von einer Spam-Nachricht können Sie ausgehen, wenn Zeitdruck ausgeübt wird.

Sinnvoll ist es auch, wenn Sie Ihre Apple-ID mit der zweistufigen Authentifizierung schützen. Haben Sie das getan, benötigen Sie für die Anmeldung neben Ihrer E-Mail-Adresse und dem Passwort noch einen Einmalcode. Diesen bekommen Sie in der Regel über Ihr iPhone oder iPad. Dadurch können Cyberkriminelle mit Ihren Zugangsdaten nicht viel anfangen. Allerdings schützt das nicht zu 100 Prozent vor einem gut geplanten Phishing-Angriff.

Zwei-Faktor-AuthentifizierungÜbersicht: Diese Dienste bieten die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Unserer Übersicht können Sie entnehmen, welche Onlinedienste Sie mit der zweistufigen Authentifizierung sichern können. Wir empfehlen, möglichst alle Onlinedienste mit der zusätzlichen Hürde auszustatten. Damit machen Sie Hackern das Leben schwerer. Mehr lesen …

Wir benötigen Ihre Hilfe

Nur mit Ihrer Hilfe können wir noch früher vor Gefahren aus dem Internet, Phishing-Nachrichten und E-Mails mit Viren im Anhang warnen. Bitte leiten Sie zwielichtige E-Mails an unsere Redaktion weiter. Nutzen Sie dafür die E-Mail-Adresse kontakt@onlinewarnungen.de. Wir prüfen die Nachrichten und geben Ihnen eine Antwort. Bei Bedarf warnen wir andere Nutzer, damit diese nicht in die Falle tappen.

Aktualisierung des Artikels

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Mike Belschner
Über Mike Belschner 243 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

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