Amazon: Kuriose Pakete ohne Bestellung. Sind das Geschenke?

Symbolbild Paketzustellung
Symbolbild Paketzustellung (Quelle: pixabay.com/3dman_eu)

Einige Verbraucher bekommen ein Paket von Amazon, ohne etwas bestellt zu haben. Handelt es sich um einen irrtümlichen Versand, einen Datenmissbrauch oder gar ein Geschenk. Und dürfen die Kunden die Ware darin behalten? Die Verbraucherzentrale klärt auf.

Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt es in Deutschland immer mehr Verbraucher, die ungewollt ein Paket erhalten. Dieses ist immer häufiger vom Versandhändler Amazon. Obwohl die Kunden nichts bestellt haben, erhalten Sie Zubehör wie Smartphone-Kabel, Handyhüllen, Mausefallen oder Überwachungskameras. Auch wertvolle Produkte werden auf diese Weise versendet. So erhielt eine Dame ein originalverpacktes Huawei-Smartphone im Wert von rund 200 Euro. Einige Nutzer bekommen gleiche mehrere Pakete pro Woche, ander Kunden gar nichts. Was ist da los?

Fakt ist, dass es sich um keine Werbemaßnahme von Amazon handelt. Ganz im Gegenteil. Die nicht bestellte Ware wird zwar von Amazon versendet, allerdings im Auftrag von Händlern. Diese verkaufen auf Amazon ihre Waren. Und offenbar lösen diese auch die überraschende Paketsendung aus. Klarheit besteht aktuell jedoch nicht, wie es zu den Bestellungen und den Warenlieferungen kommt. Nach Spekulationen könnten die Händler so ihre Lager leer bekommen, die bei stehender Ware viel Geld kosten. Auch die Hoffnung auf gute Bewertungen könnte hinter den Aktionen stecken.

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Dürfen Amazon-Händler einfach so Pakete versenden?

Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil, es handelt sich hier um unlautere Geschäftsgebaren. Laut der Verbraucherzentrale spricht Amazon in Zusammenhang mit den ungewollten Lieferungen sogar von „betrügerischen Methoden“ und Richtlinien-Verstößen. Der Versandriese droht solchen Händlern mit heftigen Strafen, die unter Umständen bis zur Verbannung von der Amazon-Plattform reichen können.

Warenlieferung ohne Bestellung

Paket ohne Bestellung erhalten? – Wenn Ware einfach geliefert wird

(Quelle: youtube.com/Neue Betrugsmasche: Paketsendung ohne Bestellung | Markt | NDR) Firmen versenden Pakete, um Waren in kleinen Mengen an ihre Kunden auszuliefern. Der Inhalt dieser Sendungen wurde von Verbrauchern vorher […]

Müssen Kunden die Ware bezahlen oder zurücksenden?

Viele Verbraucher lieben Geschenke, sind jedoch beunruhigt. Schließlich vermuten sie, dass sie die Rechnung für die zugesandte Ware bezahlen oder die Ware zurücksenden müssen. Doch die meisten Kunden finden weder in ihrem Amazon-Konto noch auf dem Bankkonto eine Abbuchung. Scheinbar handelt es sich tatsächlich um eine kostenlose Warensendung. Solche Geschenke sind beispielsweise im Rahmen von Produkttests üblich. Der Kunde testet ein Produkt und darf es anschließend behalten. Nur das es hier keine Vereinbarung zum Test oder zur Zusendung der Ware gibt.

Angst haben viele Kunden auch davor, dass später Zahlungsaufforderungen folgen könnten oder der Händler die Ware gar zurück haben möchte. Hier gibt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen allerdings Entwarnung. Danach können Sie die Produkte behalten und damit machen, was Sie möchten. Eine Zahlungspflicht besteht nicht, weil kein Kaufvertrag zustande gekommen ist.

[…] Wer unverlangt Pakete von Händlern erhält, muss sie nicht aufbewahren. Nutzen – Verschenken – Entsorgen, so lautet der Dreiklang der erlaubten Möglichkeiten. Es gibt nicht mal die Pflicht, den Absender zu kontaktieren, falls ein Herkunftsnachweis im Paket stecken sollte. Auch eine beiliegende Rechnung muss selbstverständlich nicht bezahlt werden. […] Amazons Paket-Mysterium

Allerdings gibt es auch keinen Anspruch auf Garantie beziehungsweise Gewährleistung.



Haben Sie auch schon unaufgeforderte Waren bekommen?

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3 Kommentare zu Amazon: Kuriose Pakete ohne Bestellung. Sind das Geschenke?

  1. Gerade habe auch ich ein solches amazon-Paket unaufgefordert erhalten – mit Ladekabeln fürs Smartphone. Im Paket war die Deklaration als Geschenk mit Bestellnummer, obwohl ich nichts bestellt hatte. Das Geschenk bezog sich auf ein bestimmtes Bestelldatum. Wenn man die Bestellnummer im Rücksendeportal von amazon eingibt, erfährt man zumindest, welcher Verkäufer einem dieses Geschenk hat zukommen lassen. Auf diesem Wege könnte man sich dann die Mühe machen, es zurückzusenden. Der Versender des unaufgeforderten Geschenks ist der Anbieter „smarthome-2“. Bei dieser Firma habe ich noch nie etwas bestellt! Aber woher hat diese Firma meine Adresse? Von einem anderen chinesischen Anbieter? Mich ärgert sowieso inzwischen, dass bei einer amazon-Bestellung erst bei den Zahlungsmodalitäten mitgeteilt wird, dass es sich bei manchen „auf Lager befindlichen Artikeln von amazon“ nicht um einen nationalen Versand handelt, sondern die Ware aus Fernost kommt. Das nervt insofern, dass ich nach all der Sucherei im Internet trotzdem bestelle, weil ich zu faul bin, nochmals von vorne anzufangen… Zurück zum Thema: Nachdem ich nun sämtliche Berichte der Verbraucherzentralen gelesen habe, warte ich ab, was passiert. Mein Sohn freut sich wie Bolle und hofft, dass noch mehr kommt… Ich hoffe das nicht.

  2. Ich nehm die Smartphones gerne… Die Händler dürfen sie mir gerne kostenfrei zusenden. 😉
    Ich helfe doch gerne… Keine Ursache!