web.de: Probleme, Erfahrungen und Bewertungen des Freemail-Dienstleisters

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(Quelle: Pressebild web.de)

Web.de gehört zu den Urgesteinen der Internetportale und zweifellos zu den ersten populären Freemail-Anbietern in Deutschland. Seither ist das Unternehmen, welches heute zur 1&1 Mail & Media GmbH gehört, stetig gewachsen. Doch wie zufrieden sind die Nutzer mit web.de? Wir möchten Ihre Erfahrungen kennenlernen.

Ja, web.de ist in den letzten Jahren gewaltig gewachsen und möchte gern zu einem großen Internetportal mutieren. Bekannt ist das Unternehmen mit dem Freemail-Service geworden, den heute noch sehr viele Nutzer verwenden. Mittlerweile erweckt das Portal den Eindruck, nahezu alle Onlinedienste anzubieten. Von Streaming über Mobilfunk bis hin zu einem Stromanbieter kann man neben einer E-Mail-Adresse viele Produkte von web.de beziehen. Und natürlich gibt es massenhaft News und redaktionelle Beiträge aus dem Lifestyle-Bereich.

Der Kerndienst, die kostenlose E-Mail-Adresse, war lange Zeit von starken Beschränkungen geprägt. In Fachkreisen wurde oft diskutiert, warum Nutzer sich überhaupt noch für eine web.de-Adresse registrieren, obwohl die Leistungen relativ schlecht waren/sind. Jedenfalls gab es schon lange deutlich bessere Angebote. Allerdings gab und gibt es nur wenige Alternativen Made in Germany. Mit Blick auf den Datenschutz könnte das bei der Auswahl des E-Mail-Anbieters für einige Nutzer eine entscheidende Rolle gespielt haben. Und auch die Politik des Unternehmens war in der Vergangenheit und teils bis zum heutigen Tage von Kritik geprägt.

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Was bekommt der web.de-Nutzer heute?

Nach wie vor garantiert web.de eine sichere Kommunikation und Server in Deutschland. Das gefällt vielen Nutzern. In punkto Speicherplatz und Beschränkungen hat web.de nachgelegt. Wer sich heute anmeldet bekommt folgende Leistungen zum Nulltarif:

  • 1 GB Speicherplatz für E-Mails, erweiterbar auf 1,5 GB
  • 20 MB E-Mail Anhänge
  • 2 Gigabyte Onlinespeicher, aufrüstbar auf bis zu 8 Gigabyte Speicherplatz
  • Adressbuch
  • Kalender
  • Deutscher Datenschutz

Auch wenn der heute angebotene Speicherplatz ausreicht, ist das web.de-Postfach dennoch stark begrenzt und kann mit anderen Anbietern nicht mithalten. Auch deutsche Freemail-Dienste bieten hier teils deutlich mehr für Lau.



Web.de-Club-Mitgliedschaft bringt noch mehr

Der web.de Club ist vielen Nutzern des E-Mail-Dienstes ein Begriff. Allerdings ist die Club-Mitgliedschaft etwas in Verruf geraten. In der Vergangenheit wurde sehr aggressiv für die Clubmitgliedschaft geworben. Letztlich haben viele Nutzer dann ein Abonnement abgeschlossen, welches sie gar nicht abschließen wollten. Wir haben beispielsweise darüber berichtet, dass teilweise gleich drei Abo-Verträge mit einmal abgeschlossen wurden.

Aufgrund der massiven Beschwerden von Kunden und der Klagen der Verbraucherzentrale wurde die aggressive Werbung zurückgefahren. Den web.de Club gibt es auch heute noch. Für 5 Euro pro Monat bekommt der Nutzer zahlreiche zusätzliche Funktionen und mehr Speicherplatz:

Werbung:
  • Unbegrenzter Speicherplatz für E-Mails
  • 100 MB E-Mail Anhänge
  • 10 GB Online-Speicher
  • 10 ct/SMS aus dem Postfach oder via SMS App
  • Deutscher Datenschutz
  • Keine Fremd-Werbebanner & Popups
  • Individuelle Postfach-Startseite
  • Fax-Empfang
  • Sparvorteile bei Kooperationspartnern (z.B. Deezer, ADAC, Sky, Lotto, uvm.)
  • E-Mails zeitversetzt senden
  • 4 E-Mail Adressen mit Endung @email.de
  • Premium-Grußkarten
  • Einschreibefunktion

Sicherheit wird groß geschrieben – aber nur in der Werbung

Liest man die Werbung für das Freemail-Postfach von web.de, so bekommt man den Eindruck, dass hier in punkto Sicherheit nichts schief gehen kann. Neben der Verschlüsselung wird von web.de ein sicherer Login beworben. Doch gerade die Anmeldung bemängeln wir. Denn diese ist aus unserer Sicht besonders unsicher. Warum? Das web.de-Postfach ist nur mit einer Kombination aus Benutzername und Passwort geschützt. Der Benutzername ist oft kein Geheimnis. Somit bleibt als einziger Schutz das Passwort.

Dieser einfache Zugriffsschutz ist heute nicht mehr Stand der Technik. Denn wenn ein Angreifer das Passwort erspäht, kann er ungehindert auf die persönlichen Daten des web.de-Nutzers zugreifen und im schlimmsten Fall Straftaten unter dem Namen des Postfachinhabers begehen. Dabei wäre ein sicherer Login mit der zweistufigen Authentifikation gar kein Problem. Andere Anbieter bieten diese zusätzliche Sicherheitsstufe schon längst und bewegen sich damit auf einem deutlich höherem Niveau. Von dem beworbenen perfekten Rundumschutz ist web.de doch noch sehr weit entfernt. Wir raten Nutzern das Kennwort bei web.de regelmäßig zu ändern.



Viel Kritik an web.de – schlechte Kundenzufriedenheit

In der Vergangenheit gab es an web.de zahlreiche Kritikpunkte aus Fachkreisen, von Medien und vom Nutzer selbst. Hauptkritikpunkte waren die Abonnements, die Browsererweiterung von web.de und die Einschränkungen des Postfachs. Offensichtlich ist es web.de bis heute nicht gelungen, die eigenen Nutzer zufrieden zu stellen.

Immer mehr Kunden sind mit web.de als E-Mail-Anbieter unzufrieden. Ein häufiger Kritikpunkt ist der Kundenservice, mit dem die Nutzer nicht leben können. Web.de ist nur per kostenpflichtiger Servicehotline für 3,99 Euro für Freemail-Kunden erreichbar. Zu Recht erwarten diese für den Preis einen kompetenten Service und aussagefähige Mitarbeiter. Hier scheint es vor allem mit der Klärung von Problemen immer wieder Ärger zu geben. Nachvollziehbar ist auch, dass Kunden den Umgang des Internetunternehmens mit elektronischer Post kritisieren. Das Unternehmen bietet seinen Kunden E-Mail-Adressen in jeglicher Form an, ist aber für diese per elektronischer Post nicht erreichbar.

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Welche Erfahrung haben Sie mit web.de?

Auch heute entscheiden sich noch viele Nutzer für web.de als Freemail-Service. Einige sind nach kurzer Zeit enttäuscht. Andere empfehlen web.de ihren Freunden. Bitte teilen Sie in den Kommentaren unter dem Artikel sachlich Ihre Erfahrungen mit web.de und helfen Sie damit anderen Lesern. Waren Sie zufrieden oder welche Kritikpunkte sind für Sie besonders enttäuschend? Was würden Sie ändern, wenn Sie bei web.de etwas zu sagen hätten?



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4 Kommentare zu web.de: Probleme, Erfahrungen und Bewertungen des Freemail-Dienstleisters

  1. Web. De ist politisch im Dienst des Mainstream. Ich wollte eine Mail von S. Wagenknecht weiterleiten, sofort würde ich gesperrt. Jetzt soll ich eine 900 er Nummer anrufen. Ich denke nicht daran, verabschiede mich von Web.de. Ursula

  2. Ich bin seit 8 Jahren Club-Miglied der Web.de. Letzten zwei Jahren sehr unzufrieden. Ich habe mehrere Hosting und Domain. Leider sind einige Hostings online gar nicht erreichbar. Obwohl ich dafür zusätzlich geld bezahle, können die das Problem seit 9 Monate gar nicht lösen. Für Erstellung der Website habe ich bei einem Website-Ersteller 1200€ bezahlt. Jedoch der Hosting ist nicht erreichbar und wir könnten uns gar nicht mal den Inhalt der Website retten. Für ein Unternehmen hat es sehr großen Schaden. Kundendienst sehr unfreundlich und unkompetent. Laut Angaben des Personals werden für technische Probleme Fremdunternehmen bzw. Fremddienstleister beauftragt. Und dies dauert und dauert.

  3. Web.de blockt immer wieder z.B. den Münchner Telefonanbieter M-net. Das hat zur Folge, dass über WLAN zwar die Startseite von Web.de aufgerufen werden
    kann, aber keine Verbindung zum Postfach hergestellt wird (account nicht aufrufbar über diese IP Adresse).
    Beim Anruf bei web.de erfährt man, dass man entweder für 3,99 Euro den Kundendienst anrufen kann (die meisten Telefonanschlüsse haben 0900 Nummern allerdings
    gesperrt) oder gleich Club-Kunde für 60 Euro im Jahr werden kann, da hat man den Kundendienst quasi „gratis“ dabei.
    Wer dringend E-mail-Zugang benötigt, wird also in jedem Fall zahlen – und sich ärgern, denn das Problem hat web.de selbst erzeugt.
    Nach ein/zwei Tagen wird auch ohne Anruf die Sperrung des Zugriffs rückgängig gemacht.
    Das ist kein seriösen Geschäftsgebaren!

  4. Hallo Zusammen,

    ich war seit beginn 2001 web.de Kunde und im Freemail Segment auch Zufrieden.

    Dann bekam ich eine werbung das ich ein Halbes Jahr der Kostenpflichtigen Account nutzen darf,
    was ich leider sogar angenommen habe.

    Danach began der Ärger, den nach 3 Monaten erhielt ich eine Rechnung und keinen zugang mehr zu meinem Postfach.
    Ich musste eine saftige Rechnung Zahlen die in keinem Verhältnis stand.

    Danach lief das Kostenpflichtige konto weiter – und bevor ich mein Postfach nutzen konnte
    War es auch schon wieder gesperrt und ich wurde von Rechnungen erschlagen und ein Inkassobüro hat sich bei mir mehrfach gemeldet so das die Kosten steigen.

    Irgendwann kam ein Brief die erlassen mir die schulden ich soll 35€ staat 100+€ zahlen

    Ein Anruf bei meinem Anwalt ergab das es eine Sammelklage gegen die 1&1 gibt und mann nicht zahlen solle.
    Seit dem hatte ich jeglichen kontakt abgelehnt!