Abzocke bei der Wohnungsvermietung – Wie kann ich das vermeiden?


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Beispielbild Abzocke Internet
(Quelle: pixabay.com)

Abzocke bei der Wohnungssuche ist mittlerweile ein Problem für die Wohnungssuchenden geworden. Welche Anzeigen können Sie vertrauen? Und hinter welcher Anzeige lauern die Betrüger. Wie können Sie die vermeintlichen Vermieter enttarnen und worauf sollten Sie generell bei Wohnungsanzeigen achten?

Immer wieder kommt es bei der Wohnungssuche zur Abzocke durch Kriminelle. Diese geben sich als vermeintliche Vermieter aus, die plötzlich im Ausland sind oder mit gefakten Wohnungsanzeigen arbeiten. Am Ende läuft es immer auf Ihr Geld hinaus, welches die Betrüger haben wollen. Sehen Sie sich vor der Wohnungssuche unbedingt an, mit welchen Methoden des Betrugs bei der Wohnungssuche täglich massenhaft abgezockt wird.

Aber können Sie die Abzocke bei der der Wohnungssuche und Wohnungsvermietung denn vermeiden? Wir sagen ganz klar: Ja. Wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen, fallen Sie bei den Wohnungsanzeigen nicht mehr herein. Deshalb möchten wir Ihnen in diesem Ratgeber die wichtigsten Punkte als Liste an die Hand geben, welche Sie bei der Wohnungssuche durchaus nutzen können. Haben Sie noch einen weiteren Tipp für unsere Leser? Dann nutzen Sie bitte die Kommentare unter diesem Artikel oder senden uns eine E-Mail an kontakt@onlinewarnungen.de. Wir werden den Artikel bei Bedarf aktualisieren.

Wie kann ich die Abzocke bei der Wohnungssuche/Wohnungsvermietung vermeiden?

Wenn Sie Ihre Traumwohnung gefunden haben, heißt es genau hinschauen, damit Sie nicht auf die Abzocke bei der Wohnungssuche/Wohnungsvermietung herein fallen. Schauen Sie sich die folgenden Punkte an und überprüfen Sie damit Ihre gefundene Anzeige, Wohnung oder auch den Makler. Je mehr Punkte bei Ihnen zutreffen, desto eindeutiger handelt es sich um eine Fake-Anzeige.

Probleme bei den Wohnungsanzeigen

Wenn Sie eine Wohnungsanzeige vor sich haben, kann es mehrere Indizien für einen Betrug geben. Sie müssen sich die Annonce nur genau ansehen und unter die Lupe nehmen. Lassen Sie sich dafür Zeit.

Sehr günstige Mietpreise

Der Mietpreis in Ihrer gefundenen Anzeige liegt unter den Mietpreisen, die in dem jeweiligen Viertel üblich sind? Okay, diesen Punkt können Sie nur überprüfen, wenn Sie sich in die Wohnungsthematik richtig eingearbeitet haben. Sollte Ihnen aber ein Angebot besonders günstig vorkommen, dann sollten die Alarmsignale angehen. Prüfen Sie weitere Faktoren ab, um sicher zu gehen, dass Sie keinem Betrüger aufsitzen.
Widersprüche in der Anzeige

Die Immobilieninserate sollten Sie immer ganz aufmerksam ansehen. Wird sich bei dem Text und den Fotos widersprochen oder stimmen die Angaben überein? Sobald Sie Abweichungen bei Bild und Text feststellen, sollte die gesunde Portion Skepsis eingeschaltet werden und die Anzeige genauer untersucht werden. Alternativ lassen Sie die Finger von dieser Wohnung.

Auch kopierte Anzeigentexte aus real bestehenden Wohnungsanzeigen sind keine Seltenheit. Um dies zu überprüfen, können Sie die Überschrift oder Teile des Texte in eine Suchmaschine eingeben. Erhalten Sie im Ergebnis weitere ähnliche Anzeigen mit anderen Kontaktpersonen, sollen Sie vorsichtig sein.



Bilder wie aus dem Prospekt

Ähnlich den kopierten Textpassagen werden auch Bilder aus dem Internet kopiert, um einen besonders guten Eindruck der Immobilie zu machen. Diese stammen oft aus digitalen Möbelhauskatalogen oder von Webseiten mit Ferienwohnungen. Sehen die Fotos also nach Hochglanzprospekt aus, werden Sie ruhig misstrauisch. Die Reverse-Suche bei Google bringt dann meist auch Licht ins Dunkel. Denn sind die Bilder auf anderen Webseiten geklaut, erfahren Sie es hier. (Zur Anleitung: Rückwärtssuche für Fotos und Grafiken im Internet). Werden die Fotos auf weiteren Internetseiten verwendet, heißt es: Finger weg von der Anzeige!

Kontaktdaten fehlen

Besuchen Sie die Internetseite des Wohnungsanbieters. Finden Sie dort kein Impressum vor? Fehlt die Telefonnummer? Dann handelt es sich um eine Fake-Internetseite. Auch bei einer angegebenen Telefonnummer sollten Sie es nicht belassen. Rufen Sie an. Nur so bekommen Sie heraus, ob jemand erreichbar ist. Nutzen Sie dafür unseren Ratgeber, woran Sie Fakeshops erkennen. Die Punkte in der Liste sind zum großen Teil auf fast jede Webseite anwendbar.

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Sie wurden bei der Wohnungssuche abgezockt beziehungsweise von Betrügern hereingelegt? Sie haben unter Umständen einige tausend Euro verloren? Doch wie können Sie sich wehren? Gibt es Chancen, das Geld zurückzubekommen?

Gibt es den Vermieter?

Wie können Sie sich sicher sein, dass es den Vermieter gibt und Sie nicht einem Betrüger an die Angel gegangen sind? Einige Punkte können Sie auch hier beachten, um nicht in die Falle zu tappen

Schlechte Kommunikation

Mehrere Rechtschreibfehler in einer kurzen E-Mail? Der Immobilienmakler beziehungsweise Vermieter schreibt nur in gebrochenem Deutsch oder gar nur in Englisch? Lassen Sie Ihre Alarmglocken schrillen. Das ist meist ein Zeichen für einen Kontakt im Ausland. Lassen Sie sich dabei nicht von den Absenderadressen bei den E-Mails täuschen. Diese können nämlich manipuliert werden. Auch die Absender einer SMS können ein Fake sein.

Makler nicht im Büro erreichbar

Mit wem hat man es zu tun? Können sich die Anbieter ausweisen? Handelt es sich überhaupt um echte Makler? Bieten sie noch weitere Wohnungen an? Verlassen Sie sich nicht auf Webseiten und Papier. Gehen Sie vor Ort und suchen Sie das persönliche Gespräch im Büro der Maklers/Vermieters.

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Sie werden unter Zeitdruck gesetzt

Zeitdruck ist im Internet ein sehr schlechter Berater. Das zeigen uns schon die Gewinnspiele, über die wir immer wieder berichten. Scheinen die Anbieter auffallend erpicht darauf, die Wohnung schnellstmöglich loszuwerden und drängen quasi auf den Kauf oder die Anmietung der Wohnung oder des Hauses? Dann lassen Sie lieber die Hände davon.

Wohnungskaution und Miete

Gerade wenn es um das liebe Geld geht, sollten Sie spätestens besonders vorsichtig sein. Denn wenn Sie in Vorleistung gehen, müssen Sie wissen, dass alles andere in Ordnung ist und das Geld auch bei einem echten Vermieter/Makler ankommt.

Vorauszahlungen von Miete und Kaution

Werden Vorauszahlungen von Ihnen verlangt? Vielleicht sogar noch bevor Sie die Wohnung besichtigt haben, Sie einen Schlüssel zugesendet bekommen oder um in die engere Auswahl für die Wohnung zu gelangen? Seien Sie vorsichtig. Kautionen und dergleichen sind zwar nichts Außergewöhnliches. Doch diese leisten zu müssen, bevor man überhaupt einen Schlüssel in der Hand hält beziehungsweise die Wohnung überhaupt gesehen hat, ist sehr verdächtig.

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Überweisung soll ins Ausland erfolgen

Geht es an Vorausszahlungen, sollten Sie vorsichtig sein. Achten Sie genau darauf, wohin Sie überweisen. Schauen Sie sich die IBAN genau an. Beginnt diese nicht mit DE (für Deutschland), dann geht das Geld ins Ausland. In der Regel sind Sie dann an einen Betrüger geraten.

Weitere allgemeine Tipps

Es gibt noch ein paar Sachen, die Sie grundsätzlich unternehmen können, damit Sie in keine Falle tappen. Wichtig ist hier vor allem: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Ist dieses nicht ganz sicher, dann lassen Sie lieber die Hände von der Wohnungsanzeige.

✔︎ Sprechen Sie mit Nachbarn

Diese können oft wertvolle Tipps geben und wissen in der Regel, dass es sich um eine Ferienwohnung handelt. Auch wenn die Nachbarn nur wissen, dass dort ständig wechselnde Leute wohnen, ist das ein Zeichen Abstand zu nehmen. Das Gespräch mit Nachbarn kann nie schaden, im besten Fall lernen Sie Ihre zukünftigen Nachbarn schon kennen. Auch das kann manchmal sehr aufschlussreich und für die Entscheidung förderlich sein.

✔︎ Lassen Sie sich bei der Wohnungssuche Zeit

Wie wir bereits weiter oben erwähnt haben, ist Zeitdruck kein guter Berater. Lassen Sie sich daher ausreichend Zeit bei der Wohnungssuche. Planen Sie lange im Voraus, damit Ihnen kein Druck entsteht. Und vor allem lassen Sie sich nicht von irgend jemandem unter Druck setzen.

✔︎ Auffällige E-Mails gleich löschen

Damit Sie nicht in die Phishing-Falle tappen, sollten Sie auffällige E-Mails sofort löschen. Informationen zu den Immobilien werden heute nicht mehr in ZIP-Dateien oder DOC(X)-Dateien versendet. Meist befinden sich weitere Angaben in einem PDF-Dokument. Links in den Nachrichten sollten Sie generell nicht anklicken. Rufen Sie sich die Anzeigen manuell im Internet auf.

Wir benötigen die Hilfe unserer Leser?

Haben Sie weitere Tipps für unsere Leser, woran Sie eine gefälschte Wohnungsanzeige erkennen und wie Sie der Abzocke bei der Wohnungssuche/Wohnungsvermietung entkommen? Dann nutzen Sie bitte die Kommentare unter dem Artikel. Wir möchten schnell und umfassend über neue Betrugsmaschen berichten. Bitte nehmen sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie betrogen wurden oder Kriminelle einen Betrugsversuch unternommen haben.

Übrigens: Abgezockt wird nicht nur auf Anzeigenportalen mit Wohnungsangeboten. Wir erklären, wie Nutzer auf Kleinanzeigenmärkten reingelegt werden und was Sie erwartet, wenn Sie Ihr Auto auf mobile.de & Co. verkaufen.

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