Reisezeit: Polizei gibt 15 Tipps für einen sicheren Urlaub


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Urlaubszeit ist Reisezeit. Und damit lassen viele Deutsche auch Ihre Wohnung samt Hab und Gut alleine. Außerdem begeben Sie sich im Ausland in ungewohntes Terrain. Fallen lauern sowohl zuhause als auch unterwegs. Die Polizei und das LKA Sachsen geben Tipps, wie Sie sicher verreisen und zurückkommen.

Wenn sie in den Urlaub fahren denken Sie sicher nicht zuerst an Betrug oder bösartige Fallen. Im Gegenteil, Sie sind gut gelaunt, aufgeschlossen und manchmal sogar etwas spontaner als im Alltag. Diese positive Stimmung sorgt dafür, dass Sie sich gut erholen können. Doch auch Kriminelle nutzen diese Situation aus und versuchen ahnungslose Urlauber abzuzocken. Dabei sind die Maschen extrem vielfältig und kaum ein Urlauber denkt im Vorfeld an die möglichen Risiken der Reise, die nicht erst bei Reisebeginn anfangen.

Alles fängt bereits bei der Urlaubsvorbereitung und Buchung Ihrer Reise an. Erst unlängst haben wir berichtet, dass Flüge auf Vergleichsportalen nicht billiger sein müssen, als bei der Airline direkt. Hier lohnt sich ein intensiver Vergleich. Doch es kann noch schlimmer kommen. Wenn Sie auf einen Reise-Fakeshop hereinfallen, könnte die gesamte Urlaubskasse verloren sein. Immer wieder entdecken wir Webseiten mit Übernachtungsangeboten in Form von Traumhäusern für den Urlaub. Das Problem: Die Webseite ist eine Fälschung und hat gar nichts zu vermieten. Wer hier per Vorkasse bezahlt, ist sein Urlaubsgeld schnell los. Zusätzlich stehen Sie dann am Urlaubsziel ohne Obdach da. Sehen Sie sich vorher unseren Ratgeber zum Thema Fakeshops an, um unseriöse Anbieter frühzeitig zu erkennen. Zahlen Sie möglichst nie per Vorkasse via Überweisung und nutzen Sie keine Zahlungsdienste wie Western Union, paysafe oder Ukash.

Schützen Sie Haus und Wohnung

In der Urlaubszeit müssen Sie nicht nur selbst während Ihrer Reise wachsam und vorausschauend sein. Auch die zurückgelassene Wohnung ist für Kriminelle interessant. Oft haben es Einbrecher gar nicht so schwer, vorübergehend unbewohnte Häuser zu entdecken. Manchmal geben sogar die Verreisten selbst einen Hinweis, indem sie den Anrufbeantworter entsprechend besprechen oder ihre Reiseroute über soziale Netzwerke veröffentlichen. Auch wenn die Freude über den Urlaub noch so groß ist: Sprüche auf dem Ab wie „Wir sind im Urlaub und kommen am …. zurück“ sind absolut tabu. Sie kommen einer Einladung für Einbrecher gleich. Sorgen Sie vor, indem Sie die wichtigen Tipps der Polizei und des Landeskriminalamtes Sachsen beachten. Wachsame Nachbarn sind schon immer unbezahlbar gewesen.



Diese 15 Tipps gibt die Polizei 

  • Häufig verlassen Urlauber ihre Wohnung unverschlossen, indem sie aus Gewohnheit nur die Tür zuziehen, aber nicht mit dem Schlüssel verschließen. Achten Sie darauf, die Türen immer richtig zu verschließen.
  • Lassen Sie während Ihrer Abwesenheit Haus beziehungsweise Wohnung nicht unbewohnt erscheinen. Bitten Sie Ihre Nachbarn darum, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Hinterlassen Sie auch auf Ihrem Anrufbeantworter oder in den sozialen Netzwerken keine entsprechenden Nachrichten. 
  • Angekippte Fenster sorgen zwar für eine gute Luftzirkulation, stellen für Einbrecher jedoch auch eine Einladung dar. Deshalb sollten Sie auch bei kurzer Abwesenheit Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren richtig verschließen.
  • Nicht weggeschlossene Gartenmöbel oder sonstige Einstiegshilfen sind für Einbrecher geradezu eine Einladung, übers Fenster in die Wohnung einzusteigen. Sichern Sie beispielsweise Ihre Mülltonnen mit einer Kette, damit sie von Einbrechern nicht zweckentfremdet genutzt werden können.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Hausratversicherung, damit im Falle eines Einbruchs die Absicherung des finanziellen Schadens gewährleistet wird. Sehen Sie sich auch an, auf welche Reiseversicherungen Sie verzichten können.


  • Urlaubsgrüße über soziale Netzwerke sind eine feine Sache. Doch wenn Sie öffentlich bekannt geben, dass Sie sich weit weg von Ihrer Wohnung aufhalten, lockt das Einbrecher nahezu an. Teilen Sie solche Informationen nur mit engen Freunden. Denken Sie auch daran, dass Sie den WhatsApp-Status nur mit engen Freunden teilen. In unserer Anleitung erklären wir, welche Datenschutzeinstellungen Sie in WhatsApp anpassen sollten.
  • Kopieren Sie wichtige Unterlagen (Pass, Flugticket, Kreditkarte, Impfausweis) vor Reiseantritt und bewahren Sie diese an separater Stelle in Ihrem Gepäck auf. Um Debit- beziehungsweise Kreditkarten bei einem Diebstahl unverzüglich sperren zu können, notieren Sie die Sperrnotruf-Nummer 116 116 beziehungsweise speichern Sie diese im Mobiltelefon. Zum Ratgeber Kartensperrung >>>
  • Tauschen Sie fremde Währungen grundsätzlich nur in Geldinstituten, nie auf der Straße. Dort könnten Ihnen Kriminelle das Geld entreißen oder Falschgeld unterjubeln.
  • Kaufen Sie Fahrscheine für Ausflugsfahrten oder Eintrittskarten für Veranstaltungen nur im Hotel oder bei offiziellen Verkaufsstellen, nicht bei „fliegenden Händlern“ auf der Straße.
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld, Zahlungskarten oder Ausweise mit wie nötig und tragen Sie diese immer am Körper (z.B. in einer verschließbaren Innentasche der Kleidung, im Brustbeutel oder in einer Gürteltasche). Behalten Sie auch beim Bezahlen Ihre Kreditkarte immer im Auge. Bewahren Sie Ihre persönliche Identifikationsnummer (PIN) nicht in Ihrer Geldbörse auf. Lernen Sie sie auswendig.


  • Lassen Sie Wertgegenstände und Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt. Seien Sie insbesondere bei größeren Menschenansammlungen, z.B. im Gedränge an Bahnhöfen, Flughäfen oder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten vorsichtig. Diese sind bei Taschendieben sehr beliebt.
  • Tragen Sie Ihre Handtasche immer am Schulterriemen und klemmen Sie diese auf der zur Straße abgewandten Seite unter den Arm, damit vorbeifahrende Rad- oder Mopedfahrer sie nicht entreißen können.
  • Schließen Sie Auto, Wohnwagen, Hotelzimmer oder Ferienwohnung immer ab, auch wenn Sie nur kurz weg sind. Lassen Sie Geld und andere Wertsachen nie offen herumliegen. Nutzen Sie den Hotel-Safe.
  • Vereinbaren Sie, bevor Sie Dienstleistungen wie Taxifahrten, Ausflüge oder Fremdenführungen in Anspruch nehmen, einen verbindlichen Preis.
  • Wurde Ihre Zahlungskarte gestohlen, lassen Sie diese sofort unter der Sperrnotruf-Nummer 116 116 sperren. Informieren Sie nach der Sperrung Ihr kontoführendes Kreditinstitut. Damit Ihre Debitkarte auch für das elektronische Lastschriftverfahren (SEPA Lastschrift) gesperrt werden kann, für das nur eine Unterschrift benötigt wird, müssen Sie den Verlust Ihrer Karte der Polizei melden. Nur diese kann eine sogenannte freiwillige KUNO-Sperrung bei den Handelsunternehmen veranlassen.

Was Sie in Bezug auf Handy & Co im Urlaub noch beachten sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber „Urlaub & Sicherheit“ .

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