Internet-Tarife: Sparpotenziale bei DSL-Anschlüssen – Darauf sollten Sie achten

Symbolbild DSL Internetanschluss
(Quelle: pixabay.com)

Ein neuer DSL-Anschluss kann inklusive Hardware knapp 40 Euro (bemessen bei 50 Mbit/s) oder auch nur 29,99 Euro kosten. Da ist ein gewisses Sparpotenzial vorhanden. Doch worauf müssen Sie vor Abschluss eines Vertrages achten? Wo liegen die Tücken bei den Internet-Tarifen?

Was wäre der Mensch ohne den Zugang zum Internet? Sei es als Informationsquelle oder um mit anderen Menschen kommunizieren zu können, das Internet wird ständig verwendet. Dabei spielt das mobile Internet zwar eine immer größere Rolle, dennoch ist beinahe jede Wohnung und jedes Büro noch zusätzlich mit einer DSL Verbindung ausgestattet.

Die großen Anbieter wie O2, Telekom oder Vodafone liefern hierfür die verschiedensten DSL-Verträge. Jedoch variieren die Internet-Geschwindigkeiten sowie die hierfür aufzubringenden Kosten von Provider zu Provider. Damit der Internetzugang nicht zur Kostenfalle wird, sollten Sie die Sparpotenziale voll ausschöpfen. Außerdem sollten Sie Sicherheitsaspekte in Bezug auf die genutzte Verbindung ebenfalls nicht außer Acht lassen.

Welche Vorüberlegungen zur DSL-Nutzung sind anzustellen?

In den eigenen vier Wänden können Sie das Internet sowohl drahtlos per WLAN  als auch via Kabelverbindung nutzten. Letztlich ist die Art der Verbindung auch davon abhängig, welche Geräte Sie nutzen. So lässt sich ein Smartphone beispielsweise nicht per Kabel mit dem Internet verbinden. Folgende Fragen sind zunächst zu klären: Wieviel Datenvolumen wird benötigt und wofür soll das Internet genutzt werden? Die einzelnen Netzbetreiber stellen unterschiedlich schnelle Netze zur Verfügung. Schließlich gilt: Hohe Kosten implizieren nicht automatisch eine hohe Geschwindigkeit. Für einen Internetvertrag für das eigene Zuhause sollten Sie zunächst die Verfügbarkeit eines DSL-Anschlusses für die Übertragung von Daten überprüfen.

Um das beste Paket zu finden, sollten Sie sowohl auf eine gute Basis-Ausstattung als auch auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Ferner sind Rabatte und Preisvorteile als Neukunde in die eigenen Überlegungen miteinzubeziehen. Denn oft bekommen Sie die ersten 24 Monate zu einem günstigen Preis, vor allem dann, wenn Sie Neukunde sind. Die echten Kosten nach der Mindestvertragslaufzeit stehen bei Vergleichsportalen in der Regel nämlich nicht oder nur in sehr kleiner Schrift dabei. Dort sehen Sie lediglich Durchschnittspreise. Sie sollten demzufolge immer den angebotenen Tarif aufrufen, um auch die Kosten nach 24 Monaten beurteilen zu können. Schließlich sehen Sie auch dann erst, welche Leistungen noch inklusive sind.

Ohne DSL-Vergleich als Neukunde und die weiteren Vorüberlegungen kann es Ihnen passieren, dass Sie ein Volumen-Paket und keine Internetflatrate bestellt, wodurch – bei einer Überschreitung der auf eine bestimmte Zeit festgelegten Datenmenge – plötzlich ungeahnte Zusatzkosten oder eine Drosselung auf Sie zukommen. Heute lohnt sich in der Regel nur noch der Abschluss eines Internet-Tarifs mit einer Flatrate für nahezu unbegrenztes Surfen im Internet.



Welche Bandbreiten und Geschwindigkeiten gibt es?

Die jeweils verfügbare DSL-Bandbreite hängt von Anbieter und Ort ab. Nicht jeder Internetvertrag liefert die gleiche Datenübertragungsrate in puncto Download und Upload. Abhängig von Ihrem Wohnort haben Sie die Wahl zwischen:

  • DSL 6000 mit bis zu 6 Mbit/s
  • DSL 16000 mit bis zu 16 Mbit/s
  • VDSL zum Beispiel mit bis zu 50 Mbit/s

Der am häufigsten gebuchte Anschluss ist DSL 16000. Dieser ist für die gängigen Anwendungen völlig ausreichend. VDSL bringt zwar das Dreifache an Geschwindigkeit, ist jedoch auch teurer und lohnt sich daher nur für Nutzer, die ein hohes Datenaufkommen im Internet haben. Jedoch ist VDSL deutlich seltener verfügbar als klassisches DSL.

Wie kann es sein, dass beispielsweise ein DSL 16000 Anschluss, der laut Internetanbieter Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit pro Sekunde erreichen kann, in der Realität jedoch nur eine Leistung von 12 Mbit pro Sekunde umsetzt? Der Geschwindigkeitsverlust hängt zu einem großen Teil von der Netzinfrastruktur, der Modernität der Leitungen beziehungsweise dem Abstand des Hausanschlusses zum nächsten Netzverteiler ab. Zusätzlich spielt auch Ihre Hardware in der Wohnung oder im Haus eine Rolle. Mit schlechtem WLAN-Empfang sinkt auch die Geschwindigkeit der Internetverbindung.

Jedoch hat auch Ihr Surfverhalten und die Hardware-Ausstattung einen Einfluss darauf. So fällt zum Beispiel die Netzauslastung zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten unterschiedlich aus. Durch die drahtlose Übertragung von Daten-Paketen wird ebenfalls die Geschwindigkeit der Internetverbindung gedrosselt. Ein gewisser Geschwindigkeitsverlust ist also stets normal.



Wovon hängen die Kosten ab?

Nicht jede dargebotene Leistung kostet bei jedem Internetanbieter gleich. Hier gilt es, konsequent die einzelnen DSL-Preise zu vergleichen. So sind bei manchen Providern sogenannte „Regionalzuschläge“ für dünner besiedelte Landesteile üblich. Einen wesentlichen Einfluss auf den Preis haben ferner sowohl die jeweils eigene Datennutzung und die Häufigkeit des Telefonierens als auch die gewählten Hardware- beziehungsweise Zusatzleistungen.

Datennutzung

Wenn Sie einen festen Internetanschluss mit Flatrate besitzen, brauchen Sie sich beim Anschauen von Fotos und beim Suchen von Informationen kaum Sorgen um den eigenen Datenverbrauch machen. Anders sieht es jedoch beim Streamen von Filmen beziehungsweise beim Spielen von Online-Games aus. Dort wird eine hohe Download- beziehungsweise Uploadrate benötigt. Außerdem könnte von Bedeutung sein, wie hoch das inklusive Datenvolumen ist. Das ist nicht bei jedem Anbieter gleich und entgegen der Meinung vieler Verbraucher trotz Flatrate nicht unbegrenzt.

Telefonie

Bei vielen Menschen besteht außerdem tagtäglich Gesprächsbedarf. Doch in Zeiten der Omnipräsenz des Handys haben altbewährte Doppelflatrates, für unbegrenztes Surfen und Telefonieren zu Hause, ausgedient. DSL-Anschlüsse ohne Telefon bieten Sparpotenziale. Warum sollten Sie für etwas Geld ausgegeben, das Sie nicht benötigen? Bei einer reinen Internetflatrate kann jedoch auch über Internet telefoniert oder das Telefonieren bei Bedarf separat abgerechnet werden. Wer keinen Telefontarif nutzt und über seinen Internetanschluss per VoIP telefoniert, muss das in Bezug auf das gebuchte Datenvolumen beachten. Telefonate belasten Ihr Datenvolumen.

Hardware- & Zusatzleistungen

Der Klassiker ist das Modem für den PC – wahlweise auch mit WLAN, um Internet auch für mobile Geräte verfügbar zu machen. Zwar sorgt das passende WLAN-Modem in den heimischen vier Wänden für eine schnelle Drahtlosverbindung für PCs, Smartphones als auch Tablets. Diese wirkt sich jedoch auch automatisch auf die Sicherheit der Datenübertragung aus. Schließlich lassen sich die Gefahren von öffentlichen WLAN-Netzwerken auch auf das heimische WLAN übertragen.



Was sollten Sie außerdem beachten?

Ein wichtiger Punkt ist auch der Service. Gerade wenn etwas nicht funktioniert, sollten Sie mit der Qualität des Service zufrieden sein. Das Kundenservice nicht immer problemlos ist, zeigt das Beispiel von O2. Aber nicht nur bei O2 gibt es unzufriedene Kunden. Auch andere Anbieter scheinen mit dem Service Probleme zu haben. Sie müssen für sich entscheiden, wo Sie sich am besten aufgehoben fühlen.

Tipp: Lassen Sie sich am Anfang von den Anbietern beraten. Erstellen Sie sich einen Fragenkatalog zu den für Sie wichtigen Themen wie Kosten, Bandbreite, Datenvolumen, Telefonie, Hardwarekosten und so weiter. Löchern Sie die Anbieter zu diesen Themen, auch wenn Sie sich eigentlich bereits im Internet dazu belesen haben.

Durch die Gespräche bekommen Sie Diskrepanzen schnell mit und merken auch, welcher Anbieter die kundenfreundlichsten Mitarbeiter hat. Und passen Sie auf: Die Kundenberater als auch die Verkäufer der Anbieter neigen dazu, Sie als Kunde stets von höherwertigen und kostspieligeren Produkten zu überzeugen. Haken Sie nach und konfrontieren Sie den Berater auch mit den günstigen Angeboten der Konkurrenz.

Fazit

Mit einem intelligenten DSL-Preisvergleich lassen sich für gewöhnlich bis zu mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen. Wer also einen DSL-Anschluss sucht, sollte wissen, ob er lieber ein Rundum-Sorglos-Paket mit Internet- und Telefon-Flatrate oder lediglich ein kostengünstiges Schnäppchen-Paket beim günstigsten Internetanbieter kaufen möchte.

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