Listerien: Welche Gefahr besteht und wie können Sie sich vor den Bakterien schützen?


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Wegen Listerien werden immer häufiger Produkte vom Verbraucher zurückgerufen. Doch die hartnäckigen Bakterien werden nicht nur mit verunreinigten Lebensmitteln geliefert. Auch in der Küche sind sie präsent. Wir erklären, welche Gefahr für Menschen besteht und wie Sie sich vor Listerien schützen können.

Listerien in der Nahrung können die Gesundheit gefährden, so warnt auch das „Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit“ (BLGL) auf seiner Seite im Internet. Der Skandal um den Wursthersteller Wilke hat die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert. Listerien waren während der Produktion in die Fleischwaren gelangt, anschließend waren zwei Todesfälle zu beklagen. Aber die Keime befinden sich nicht nur in fehlerhaft hergestellten Lebensmitteln. Der Allerweltskeim kommt überall in der Natur und in einer ganzen Reihe von Nahrungsmitteln vor.

Als Listerien bezeichnet man eine Gruppe von Bakterien, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Besonders Listeria monocytogenes hat in letzter Zeit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Eine Infektion mit den Keimen wird als Listriose bezeichnet. Das Bakterium ist besonders widerstandsfähig. Sowohl in tiefgefrorenen als auch in getrockneten Lebensmitteln kann es enthalten sein. Wird die Nahrung über 70 Grad erhitzt, wird das L. Monocytogenes allerdings nicht überleben.

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Resistent in diversen Umgebungen

Lebensmittel mit einem geringen Wasseranteil, die viel Salz oder Konservierungsstoffe enthalten, reduzieren oder verhindern die Vermehrung. Gleiches gilt für saure Lebensmittel. Sogar im Kühlschrank leben die Bakterien weiter und vermehren sich. Nach einem Bericht von wise.life raten Experten, die Temperatur im Kühlschrank unter sieben Grad zu halten, besser unter fünf Grad. So können sich die Listerien nicht vermehren. Vorsicht: auch in Vakuumverpackungen (Brühwürste, Räucherfisch, Lachs) sind die Bakterien oft vorhanden.

Risikofaktoren für die Kontamination sind unhygienische Zustände während der Produktion, aber auch eine unzureichende persönliche Hygiene. In der heimischen Küche sind einige Lebensmittel besonders für den Befall mit den Bakterien prädestiniert, als da sind alle rohen oder schnell gereiften Fleisch- und Wurstsorten: Mett, Tartar, Zwiebelmettwurst, Teewurst. Auch in an- oder aufgeschnittener Wurst siedeln sich die Listerien gerne an.

Weichkäse bietet angenehme Bedingungen, besonders zu nennen sind Roquefort, Romadour, Camembert oder Brie. Aber auch Rohmilch und Rohmilchprodukte sind oft befallen, Schafs- und Ziegenkäse ebenfalls, sogar Räucherlachs.

Symbolbild Hunde

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So zeigt sich eine Infektion

Gesunde Erwachsene reagieren auf Listerien mit grippeähnlichen Symptomen wie Muskelschmerzen und Fieber, auch mit Durchfall oder Erbrechen. In den weitaus meisten Fällen verläuft die Infektion aber vollkommen unauffällig. Schwere Formen der Listeriose können allerdings bei Risikopatienten vorkommen. Ältere Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders gefährdet, auch Säuglinge und Schwangere. Eine Frühgeburt, Totgeburt oder eine Infektion des Neugeborenen können die Folge sein, andere Erkrankungen wie Hirn- oder Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung (Sepsis) sind möglich. Nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel beträgt die Inkubationszeit zwischen acht Tagen und acht Wochen.



Hygiene als Prävention

Unsere Nahrungsmittel sind mit Bakterien vielfältig belastet. Durch natürliche Düngung in der Landwirtschaft werden die Keime auch auf Obst und Gemüse verteilt. Bei der Zubereitung von Lebensmitteln raten Experten deshalb, auf peinliche Sauberkeit zu achten. Fleisch und Fisch sollten vollständig durchgegart werden.

Kochen Sie Rohmilch immer ab und nehmen sie Hackfleisch nie roh zu sich. Außerdem sollten Sie das Verbrauchsdatum immer im Auge behalten und Produkte in Vakuumverpackungen deutlich vor dem Ablaufdatum verzehren. Die Aufbewahrung im Kühlschrank sollte kurz gehalten werden, frisch zubereitete Speisen vor dem Einstellen abdecken. So wird eine Kontamination im Kühlschrank verhindert.

Wir empfehlen zudem, dass Sie sich regelmäßig über Rückrufaktionen informieren. Immer häufiger müssen wir über Rückrufe aufgrund von Listerien berichten.

Lesen Sie weiter und informieren Sie sich, wie laut der Stiftung Warentest die streichfähigen Butter-Alternativen abschneiden. Außerdem sollten Sie lesen, was bei einer Stichprobe von Speisepilzen aus dem Handel in Bezug auf die Qualität heraus kam.

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