Ticketbetrug: Krimineller verdient 3.000 Euro/Tag mit gefälschten Tickets

Immer öfter werden ahnungslose Verbraucher betrogen. Das passiert in Fakeshops genauso wie auf Kleinanzeigenmärkten oder gleich direkt per E-Mail. In diesem Video erfahren Sie, mit welchen Tricks Betrüger bis zu 3.000 Euro täglich mit Fake-Tickets für Konzerte verdienen.

Das nächste Konzert von Helene Fischer steht an? Roberto Villazón singt endlich wieder, und die Rolling Stones sind noch immer auf Tournee? Heino trifft schon wieder die Toten Hosen und geht doch nicht in Rente? Das darf man nicht verpassen, da sollte man sich aber schleunigst Tickets besorgen, bevor wieder alles ausverkauft ist.

Aber Vorsicht: Im schlimmsten Fall droht dem ahnungslosen Käufer sogar eine Strafanzeige, wenn er auf einen Betrüger hereinfällt, denn die Tickets für Fußballspiele oder Konzerte werden oft von Kriminellen in großem Stil gefälscht. Wird an der Kasse festgestellt, dass man mit einer gefälschten Karte Einlass begehrt, ist nicht nur der Abend verdorben, auch ein Verhör auf der nächsten Polizei-Wache ist mit Sicherheit die unmittelbare Folge.

Die Methoden der Betrüger

Im Video werden die Methoden der illegalen Tickethändler ausführlich und in allen Einzelheiten beschrieben, deren Tageseinnahmen oft im vierstelligen Bereich liegen. Sie vertreiben ihre gefälschten Karten meist über Kleinanzeigenmärkte oder Ticketbörsen im Internet, die auch aus anderen Gründen bereits den Verbraucherschützern unangenehm aufgefallen sind.

Ticket Börsen auf dem Prüfstand

Aber auch wenn man das Glück hatte, auf einer Ticket Börse eine legale Eintrittskarte erworben zu haben, bleiben oft Zweifel. Denn die Gebühren sind meist intransparent und überhöht. Die Verbraucherzentrale warnte bereits im Juli 2017 vor den unseriösen Methoden von Viagogo und Ticketbande, weil diese ihre Tickets zu teils deutlich überhöhten Preisen im Netz anbieten. Und im Februar 2017 wurde Viagogo von der Verbraucherzentrale abgemahnt, weil für den Kunden nicht deutlich wurde, dass die Plattform nur zwischen Käufern und Käufern vermittelt, selber also gar nicht als Händler auftritt.

Aber wie kann man sich vor gefälschten Tickets schützen?

Zunächst sollte man die etablierten Vorverkaufsstellen bevorzugen, denn hier kann man sicher sein, dass keine gefälschten Tickets angeboten werden.

Außerdem findet man im Netz Bewertungen von anderen Verbrauchern, so dass man die Seriosität eines Ticket-Shops besser einschätzen kann. Nicht zuletzt haben Fußballvereine damit begonnen, sogenannte Zweitmarkt-Börsen einzurichten, wo man zurückgegebene Karten kaufen kann. Die Stars aus Unterhaltung und Klassik informieren im Internet über anstehende Konzerte und Tourneen, und sie verweisen dort auch auf die lizenzierten Ticketanbieter. Für kurzentschlossene Konzertbesucher gibt es Last-Minute-Angebote auf eigens dafür eingerichteten Websites, die sogar per E-Mail ihre Kunden informieren, sobald Karten ermäßigt erhältlich sind.

Besteht keine andere Möglichkeit, als die Eintrittskarte durch eine Vermittlung im Netz zu erwerben, sollte man sich zumindest bei der Abholung den Personalausweis des Verkäufers zeigen lassen. Einen Kauf ohne persönlichen Kontakt empfehlen wir an dieser Stelle nicht.



Haben Sie schon schlechte Erfahrungen mit dem Ticketfkauf aus zweiter Hand gemacht?

Ist Ihnen schon einmal eine gefälschte Eintrittskarte verkauft wurden und Sie mussten bei der Veranstaltung draußen bleiben? Bitte berichten Sie über die Kommentare unterhalb des Artikels von Ihren Erfahrungen.

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