Abofalle: E-Mail im Namen von DHL mit Apple MacBook-Bestellung ist Spam


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Eine E-Mail im Namen von DHL mit dem Betreff „Sie haben (1) en Paket, das sich im DHL Distributionszentrum befindet.“ kündigt ein Paket mit einem Apple MacBook an. Angeblich befindet sich das Paket im DHL Distributionszentrum. Sie sollen einen Euro bezahlen, damit das Paket auf die Reise zu Ihnen geht. Am Ende erhalten Sie aber kein MacBook Pro sondern ein teures Abo. Vorsicht Abzocke.

Jeden Tag flattern in die digitalen Postfächer der Nutzer neue E-Mails mit unglaublichen Inhalten. Wir haben bereits vor den dubiosen Gewinnspielen gewarnt, bei denen Sie angeblich das iPhone X von Apple gewinnen konnten. Hinter den Aktionen standen meistens Datensammler. Auch der Versandhändler Amazon wird seit längerer Zeit als Klick-Köder verwendet. Wir warnen fast täglich vor neuen Phishing-Mails im Namen von Amazon. Immer wieder tauchen auch dubiose E-Mails mit Umfragen und Gewinnspielen im Namen von Amazon auf.

Dagegen haben es andere Mails auf Ihr Geld abgesehen und locken Sie direkt in Abofallen. Auch hier werden große und bekannte Unternehmen wie Telekom, Rewe oder auch wieder Amazon mit ihren Markennamen ausgenutzt, um in die Verbraucher in die Falle zu locken. Erst unlängst haben wir vor bösartigen SMS im Namen von DHL gewarnt, die ebenfalls in eine Kostenfalle locken. Jetzt versenden die Betrüger offenbar zusätzlich E-Mails.

Aktuelle E-Mails im Namen von DHL versprechen Ihnen einen MacBook Pro von Apple. Zunächst sieht alles so aus, als wenn Sie das Notebook bestellt hätten. Daran lässt auch der Betreff der E-Mail „BESTÄTIGUNG #35714 Apple MacBook. Bestätigen Sie Ihre Lieferdaten“ keine Zweifel. Sie sollen lediglich noch die Lieferdaten bestätigen und die Versandkosten von 1 Euro bezahlen. Doch haben Sie das MacBook überhaupt bestellt? Wahrscheinlich nicht. Und hier tappen Sie in die Falle. Wir empfehlen Ihnen keinen Link anzuklicken.

Wichtiger Hinweis: Die nachfolgend genannten E-Mails werden nicht von DHL oder Apple versendet. Beide Unternehmen sind durch den Missbrauch des Namens selbst geschädigt.


Haben Sie das schon gesehen?

So sehen die gefälschten DHL-Mails aus

Werbe-Mails sind häufig grenzwertig und oft so formuliert, dass der Inhalt falsch verstanden werden kann oder soll. Doch in ganz krassen Fällen handelt es sich um keine Werbung mehr. Vielmehr wird der Absender gefälscht, um den Eindruck zu erwecken, dass die E-Mail von einer bestimmten Firma stammt. Das ist ein Betrugsversuch.

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Falls Sie eine Spam-Mail mit anderem Inhalt, Betreff oder Absender erhalten, dann leiten Sie diese gern per E-Mail an kontakt@onlinewarnungen.de an uns weiter. Folgende E-Mails sind uns bisher bekannt:

Absender:

  • DHL Lieferung Status <mia@nohcpaiims.org>
  • DHL Lieferung Status <info@foreverfener.com>
  • angel@newagemedia.org <angel@newagemedia.org>
  • Nike <info@adsellbrand.com>
  • Nike Geschenkkarte
  • Amazon <info@laurabearnl.com>

Betreff:

  • BESTÄTIGUNG #35714 Apple MacBook. Bestätigen Sie Ihre Lieferdaten max@muster.de
  • BESTÄTIGUNG #35714 Apple MacBook. Bestätigen Sie Ihre Lieferdaten Max
  • Hallo …, Sie haben (1) en Paket, das sich im DHL Distributionszentrum befindet.
  • max@muster.de, Planen Sie Ihre Lieferung..!!
  • Die Sendung am Zielpaketzentrum angekommen und wird weitergeleitet.

So lautet der Text der E-Mails mit dem Amazon-Angebot:

05.12.2019 Die Sendung am Zielpaketzentrum angekommen und wird weitergeleitet. von Amazon
04.12.2019 max@muster.de, Planen Sie Ihre Lieferung..!! von Nike <info@adsellbrand.com>
03.12.2019 Hallo ..., Sie haben (1) en Paket, das sich im DHL Distributionszentrum befindet. von DHL Lieferung Status
26.11.2019 BESTÄTIGUNG #35714 Apple MacBook. Bestätigen Sie Ihre Lieferdaten von DHL Lieferung Status

Wir warnen generell vor derartigen E-Mails, die Sie unverlangt zugesendet bekommen. Klicken Sie keine Links in solchen E-Mails an. Sie können solche E-Mails sofort löschen.



Wohin führt der Link in der E-Mail?

Wer den Link in der E-Mail anklickt, gelangt auf eine Webseite. Diese ist im DHL-Design gestaltet. Und Sie sollen angeben, ob Sie das Paket erhalten wollen und die Lieferung planen. Dafür werden Sie gefragt, wohin das Paket gesendet werden soll (Arbeit oder Privat) und wann es bei Ihnen ankommen soll.

Diesen Minifragebogen gilt es zu beantworten. Doch wie bei vielen anderen Gewinnspielen sollen Sie hier lediglich in Klicklaune gebracht werden. Je mehr sinnlose Fragen, umso schneller klicken Sie und füllen am Ende Formulare ohne weiter zu lesen aus.

Natürlich hat die Seite kein Impressum, sodass Sie nicht wissen, wer für dieses Angebot verantwortlich ist. Nach der Beantwortung der Fragen gelangen Sie auf die eigentliche Bestellseite. Hier sollen Sie Ihren Namen und Ihre Kreditkartendaten eingeben. Nur wer hier noch aufmerksam ist und genau liest, erfährt, dass er an dieser Stelle ein Probeabo, abschließt. Die Testphase läuft nach fünf Tagen aus. Dann wird es richtig teuer.

DHL Apple Spam Mail 7
An dieser Stelle soll das MacBook Pro dann auch schon 2 Euro kosten. (Quelle: Screenshot)

Die angezeigten Webseiten ändern sich ständig. Fakt ist: Sie können hier kein MacBook bestellen. Letztlich werden Sie über mehrere Schritte in eine Abofalle geführt und abgezockt.

Wir raten Ihnen von der Eingabe Ihrer Daten und der Teilnahme an dieser Aktion ab. Wer hier nicht aufpasst, gelangt direkt in eine Abofalle. Geben Sie Ihre Kreditkartendaten nicht ein.

Teures Probeabo für eine Online-Plattform

Tatsächlich bestellen Sie mit der Eingabe Ihrer Daten kein MacBook, sondern schließen ein Abo für eine unbekannte Unterhaltungsplattform ab. Diese ist so unbekannt, dass sie auf der Webseite namentlich nicht genannt wird, was ein zusätzliches Problem ist. Sie können ohne den Namen der Plattform nämlich schlecht kündigen. Zunächst erhalten Sie ein kostenloses 5-Tage-Probeabo. Wer dieses Probeabo nicht kündigt, zahlt nach Ablauf des Probeabos einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 59,99 EUR monatlich.

Und was ist mit dem MacBook für 1 Euro? Von diesem ist im Schritt der Dateneingabe gar nicht mehr die Rede. Kein Mensch weiß, ob es wenigstens verlost wird oder ob alles nur Fake war. Letzteres ist wahrscheinlich.

Daten eingegeben und nun?

Haben Sie ein Abo bei dieser ominösen Online-Unterhaltungsplattform abgeschlossen, dann müssen Sie das Abo dort kündigen. Wenn Sie über Bestätigungen per E-Mail die konkrete Plattform nicht herausbekommen, dann müssen Sie den Kreditkartenanbieter dazu befragen. Dieser sollte Auskunft darüber geben können, wer die Abbuchung veranlasst. Letztlich müssen Sie das Abo online wieder kündigen.

In den Terms of Use der Seite findet sich ein Unternehmen. Die Nebularo Limited (Office D, Rear Office, 48a High Street, Hadleigh, Ipswich, Suffolk IP7 5AL). Als Kontakt-Mail ist support@go-vod.com angegeben. Allerdings können wir an dieser Stelle nicht garantieren, dass Ihre Kündigung des Abos über diese E-Mail „gehört“ wird. Außerdem ändern sich die verlinkten Webseiten ständig.

Eine Alternative könnte auch die Sperrung der Kreditkarte sein. Besprechen Sie diesen Schritt jedoch vorher unbedingt mit Ihrem Kreditkartenanbieter und holen Sie vorher unter Umständen rechtlichen Rat ein.

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Bitte beachten Sie: Der Initiator der Aktion allein entscheidet, auf welche Webseite er Sie leitet.

Alternativ haben Sie Ihre Daten bei einem Datensammler eingegeben. Sie erteilen dem Unternehmen eine Werbeerlaubnis. Dieses verkauft Ihre Daten an andere Unternehmen. Im besten Fall bekommen Sie nur viel Werbung per E-Mail, SMS und nervige Werbeanrufe. Kommen die Daten in kriminelle Hände, könnten Sie auch betrügerische E-Mails oder Anrufe bekommen.

Hier finden Sie Anleitungen für den Widerruf der Werbeerlaunbis.



Haben Sie auch eine dubiose E-Mail erhalten?

Wir warnen regelmäßig vor betrügerischen Nachrichten. Falls Sie eine unglaubliche oder komische E-Mail bekommen haben, dann leiten Sie diese bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter. Wir warnen bei Bedarf vor den Fake-Mails oder Spam-Nachrichten.

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