Erpressung per E-Mail: Auftragsmord und Körperverletzung angedroht


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Erpressung Angst Symbolbild
(Quelle: pixabay.com/3dman_eu)

Aktuell werden E-Mails mit einem Erpressungsversuch versendet, welcher nichts für zartbesaitete Gemüter ist. Denn in der Nachricht wird mit dem Tod, einem Auftragsmord oder Körperverletzung im Namen eines Freundes gedroht. Wie sollen Sie sich verhalten?

Immer wieder warnen wir vor Erpressungsversuchen durch Kriminelle. Dabei spielt das Medium fast gar keine Rolle mehr. Denn die Betrüger schreiben E-Mails, versenden WhatsApp-Nachrichten oder schicken einen Brief. So haben wir unter anderem schon über Erpressung nach einem Chat mit Nacktvideo, Erpressung am Telefon, Erpressung nach Besuch von Pornoseiten und über WhatsApp-Nachrichten berichtet, die mit dem Tod drohen. Auch mit einer Bombendrohung per E-Mail versuchen Kriminelle an das Geld ihrer Opfer zu kommen.

Alle diese Methoden haben eines gemeinsam: Die Kriminellen setzen auf die Angst, die sie bei den Opfern mit der jeweiligen Aktion auslösen. Gerade bei Kindern könnten diese Methoden psychische Folgen nach sich ziehen.

Eine aktuelle Methode ist, dass dem Empfänger der E-Mail mitgeteilt wird, dass ein Freund, Arbeitskollege, Nachbar oder Bekannter einen Killer auf ihn angesetzt hat. Dieser soll ihn entweder töten oder stark verletzen. Abwenden kann der Empfänger der E-Mail das angeblich nur, indem er den geforderten Betrag via Bitcoin versendet.

Wie sehen die E-Mails mit der Erpressung aus?

In der Vergangenheit ging aus den E-Mails nur hervor, dass der Angeschriebene auf die Nachricht antworten soll. Das hat sich mittlerweile geändert. Es werden gleich konkrete Geldforderungen ausgesprochen. 

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Diese E-Mails sind uns bisher bekannt:

Betreff:

  • Comply ODER stirb!
  • You should certainly read this letter before something awful will occur

Absender:

  • Agt death
  • Stedman Dambrosio

Und so sieht die aktuelle E-Mail aus:

17.01.2019 (#6540) You should certainly read this letter before something awful will occur 17-01-2019 04:10:24
26.12.2018
05.06.2018 Comply ODER stirb!

Sollten Sie eine E-Mail mit anderem Inhalt, Absender oder Betreff erhalten, leiten Sie diese bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter. Wir werden den Artikel ergänzen oder bei Bedarf eine neue Warnung verfassen.



Was sollen Sie mit solchen Erpresser-Mails machen?

Auf keinen Fall sollten Sie auf die E-Mail antworten oder gar den geforderten Betrag bezahlen. Denn tun Sie dies, liefern Sie sich den Erpressern aus und zeigen, dass Sie bereit sind, gegebenenfalls noch mehr Geld zu zahlen. Die Kriminellen haben es nur darauf abgesehen, ihre Opfer weich zu klopfen und spielen mit der Angst der E-Mail-Empfänger. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Bleiben Sie stark.

Wir raten Ihnen, dass Sie diese Erpressungsversuche bei der Polizei anzeigen. Eine Strafanzeige können Sie online im Internet erstatten oder Sie gehen auf die nächste Polizeidienststelle. Beachten Sie auch unsere Tipps zum Thema Anzeigenerstattung.

Das sollten Sie auf keinen Fall tun:

  • Nehmen Sie keinen Kontakt mit dem Absender auf, um womöglich zu verhandeln. 
  • Übermitteln Sie keine persönlichen Daten.
  • Zahlen Sie kein Geld oder Bitcoin an die Kriminellen.

In den meisten Fällen handelt es sich bei diesen E-Mails um harmlose Spam-Nachrichten. Mit dem Text soll Angst und Schrecken verbreitet werden. Da ein ernster Hintergrund jedoch nie ausgeschlossen werden kann, raten wir immer die Polizei zu verständigen und Anzeige zu erstatten.

Wo bekommen Sie Hilfe?

Nicht jeder kann derartige Texte einfach so verdrängen oder abhaken. Vor allem psychisch labile Menschen oder Kinder könnte der Gedanke an den Text und die Drohung nicht mehr aus dem Kopf gehen. Auch Erwachsene in einer Lebenskrise kann diese Drohung aus der Bahn werfen. In solchen Fällen sollten Sie unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Das geht im ersten Schritt telefonisch und anonym:

Nummer gegen Kummer in Deutschland

Unter 116 111 finden Kinder und Jugendliche einen ersten Ansprechpartner für diverse Sorgen, auch zu den Themen Erpressung und sexuelle Nötigung. Die Telefonnummer ist montags bis samstags von 14 Uhr bis 20 Uhr kostenlos aus den deutschen Handynetzen und dem Festnetz erreichbar. Der Anruf erscheint nicht auf der Telefonrechnung. Wer lieber schreibt, kann unter nummergegenkummer.de auch anonym chatten.

Deutschland: Nummer gegen Kummer Elterntelefon (anonym & kostenlos)

Eltern wissen alles? Quatsch. Vor allem wenn Kinder traurig sind oder den Nachwuchs etwas bedrückt, sind Eltern oft ratlos. Sie bekommen zwar viele gute Tipps von anderen Erwachsenen, aber auch die wissen oft nicht des Rätsels Lösung. Unter 0800 111 0 550 können sich Eltern beraten lassen, auch zu den Themen Erpressung und sexuelle Nötigung im Internet. Das Telefon ist montags bis freitags von 9:00 Uhr bis 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17:00 Uhr bis 19 Uhr besetzt.

Deutschland: Die Telefonseelsorge ist für alle da (kostenlos und anonym)

Unter den kostenlosen Telefonnummern 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 und 116 123 finden Sie ebenfalls ein offenes Ohr zu den Themen Erpressung und sexuelle Nötigung. Aber auch in allen anderen Lebenskrisen finden Sie hier jemanden zum Reden, der Sie versteht und Ihnen genau die richtige Hilfe anbieten kann. Wer nicht reden möchte, kann sich unter telefonseelsorge.de auch per E-Mail oder Chat beraten lassen.



Österreich: Rat auf Draht (kostenlos und anonym)

In Österreich können Kinder, Jugendliche und Eltern unter der Telefonnummer 147, die ohne Vorwahl erreichbar ist, rund um die Uhr eine kostenlose Telefonberatung erhalten. Wer lieber schreibt, kann sich per E-Mail oder via Chat mit Fachkräften austauschen. Im Internet finden Sie den Rat auf Draht unter rataufdraht.at.

Schweiz: Pro Juventute hilft Kindern und Jugendlichen

In der Schweiz ist das Kinder- und Jugendtelefon ebenfalls unter der Telefonnummer 147 erreichbar. Die Rufnummer ist rund um die Uhr zum Nulltarif geschaltet. Wahlweise ist auch eine Beratung via SMS, Chat oder E-Mail möglich. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite projuventute.ch. Die Elternberatung ist innerhalb der Schweiz unter 058 261 61 61 zu normalen Telefongebühren zu erreichen.

Haben Sie Erfahrungen mit Erpresser-Schreiben?

Uns interessiert, ob Sie derartige Schreiben ebenfalls bekommen haben. Sollten Sie reagiert haben, wäre es für uns und unsere Leser interessant, wie es weiter gegangen ist. Nutzen Sie die Kommentare unter diesem Artikel, um uns von Ihren Erfahrungen zu berichten. Das ist natürlich anonym möglich.

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