Jobangebot entpuppt sich als Investment


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Jobangebot entpuppt sich als Investment
Auch Job-Angebote sollten Sie genau unter die Lupe nehmen. (Quelle: pixabay.com/geralt)

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf Jobsuche und bekommen ein tolles Jobangebot per E-Mail. Knapp 6.000 Euro Monatsgehalt werden Ihnen versprochen. Doch am Ende sollen Sie erst einmal investieren. Gibt’s nicht? Gibt es doch! Wir stellen Ihnen das Angebot vor.

Neulich landete im Spam-Postfach der Redaktion eine E-Mail einer Personalabteilung mit einem Jobangebot. Auf den ersten Blick war nicht gleich zu erkennen, wer dahinter steckt. Uns wurde eine Stelle mit den folgenden Bedingungen angeboten:

  • Home-Office
  • Ein solides Grundgehalt von 5.900 € im Monat
  • Solides Bonussystem
  • Flexible Arbeitszeiten
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Die E-Mail mit dem Jobangebot

Natürlich war uns sofort klar, dass da etwas nicht stimmen konnte. Dennoch, wir haben uns auf das Experiment eingelassen und auf den in der E-Mail enthaltenen Link „Jetzt bewerben“ geklickt. Schließlich sind knapp 6.000 Euro im Monat nicht zu verachten. Das sehen Sie doch auch so? Außerdem wollten wir wissen, was es damit auf sich hat, um andere Leser warnen zu können. Nun fragen Sie sich, was passiert ist? Lesen Sie weiter.



Druckt die binäre Geldmaschine das Monatsgehalt?

Nach dem Klick auf den Link landeten wir auf der Webseite „diebinaregeldmaschine.co“. Ein Timer sagt uns, dass unser Platz in knapp 20 Minuten verfällt. Also hieß es, schnell die Anmeldung ausfüllen. Nebenbei erzählen jede Menge Personen von ihren Erfolgen mit der binären Geldmaschine. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir immer noch, dass diese das Geld für uns druckt. Was soll eine Geldmaschine sonst anderes tun. Da wir den Job wollten, hörten wir auch nur mit halbem Ohr zu, was die Leute in den Videos erzählten.

Startseite für die Eingabe der Daten

Nach der Eingabe von Vorname und E-Mail-Adresse folgte ein weiteres Formular, wo auch die Rufnummer abgefragt wurde. Nach dem Absenden wurde es spannend.

Der Anruf – Jetzt habe ich den Job!

Endlich! Dachten wir, jetzt haben wir Zeit, uns mit der Webseite etwas auseinanderzusetzen. Denkste. Plötzlich klingelte das Telefon. Juhu – wir haben den Job! Wieder denkste.

Am Telefon meldete sich eine nette, in sehr gebrochenem Deutsch sprechende Maria, Marie, Maxi – leider ist uns der Name gleich wieder entfallen. Sie wollte uns ihre Firma vorstellen…war sie persönlich die Chefin?

Erst einmal Geld investieren – dann absahnen

Doch was sie uns erzählte, machte uns so gar nicht glücklich. Plötzlich sollten wir 250 Euro investieren, um die Sache testen zu können. Wir bekämen zwar zusätzlich 100 Euro von der Firma – aber ohne Investition läuft nichts. Wie jetzt? Sollen wir für unseren neuen Job noch bezahlen? Wo gibt’s denn so etwas. Auf die Nachfrage, was denn nun mit dem Stellenangebot und dem versprochenen Monatsgehalt von knapp 6.000 Euro wäre, wusste die nette Lady am Telefon dann auch keine Lösung mehr.

Nach langem Hin und Her – wir haben die Dame aufgrund des Akzentes kaum verstanden – sie verstand nicht, was wir wollten – wollte Maria, Marie, Maxi – wie auch immer – uns später noch einmal anrufen. Dabei ist es geblieben.

Und die Moral von der Geschicht‘? Trau unseriösen Jobangeboten nicht.

Zugegeben, wir haben die Geschichte etwas lustig erzählt. Allerdings ist das Ganze auch eine kuriose Geschichte. Das geben die Geschäftemacher sogar indirekt zu. Denn auf der „Bewerbungswebseite“ handelt es sich nicht etwa um authentische Aussagen von Mitarbeitern oder wenigstens Kunden. Nein, alles ist eine schöne Inszenierung. Das gibt der ominöse Arbeitgeber am unteren Bildschirmrand der Webseite auch zu:

„Dies ist ein Advertorial, die Teilnehmer sind Schauspieler und Startup und/oder Algorithmus existieren nicht.“

Wir fassen noch einmal zusammen, woran Sie den Schwindel erkennen:

Daran erkennen Sie das unseriöse Jobangebot
  • kein offizieller Absender (korrektes Impressum) in der E-Mail
  • im Kleingedruckten der Webseite heißt es: „die Teilnehmer sind Schauspieler und Startup und/oder Algorithmus existieren nicht“
  • bei der Eingabe Ihrer Daten befinden Sie sich auf keiner verschlüsselten Webseite (https)
  • auf der Webseite werden Sie mit einem Timer unter Druck gesetzt, Ihre Daten schnell einzugeben
  • sobald Sie die Registrierung abgeschlossen haben, erhalten Sie einen Anruf
  • der Anruf kommt eindeutig aus einem Call-Center und der Anrufer spricht nur gebrochen Deutsch
  • auf der Webseite finden Sie weder ein Impressum noch andere Kontaktangaben
  • selbst in der Hilfe heißt es noch, dass die binäre Geldmaschine vollkommen kostenlos sei, aber um loszulegen, müssen Sie 250 Euro investieren.

Wo melden Sie sich eigentlich an?

Die binäre Geldmaschine ist ein Trading-Unternehmen. Kurz gefasst heißt das, Sie investieren Geld, um an den Finanzmärkten damit zu handeln. Sie können Geld gewinnen und verlieren.

Am ehesten sind Trader noch vergleichbar mit Brokern beziehungsweise Börsenmaklern. Wer sich auskennt, kann sicherlich seinen Vermögensaufbau voranbringen. Die anderen sollten besser die Hände davon lassen. Fakt ist aber:

Den versprochenen Job gibt es nicht.

Was ist das Ziel der E-Mail mit dem Jobangebot?

Auf jeden Fall möchten die Geschäftemacher niemanden einstellen und haben auch keinen Job mit Grundgehalt zu bieten. Stattdessen sollen Sie Geld investieren und Trader werden.

Haben Sie Erfahrungen mit Trading? Wie finden Sie das Vorgehen dieses Unternehmens? Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um mit anderen Lesern zu diskutieren.

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