Peinlich: IT-Unternehmen versendet versehentlich Mahnungen mit Anhang

Datenpanne mit echten Kundendaten

Symbolbild Probleme
Symbolbild Probleme (Quelle: pixabay.com/geralt)

Auch das gibts. Leser von Onlinewarnungen.de informierten unsere Redaktion über eine Mahnung, in der die Bankverbindung der Payone GmbH angegeben ist. Schnell entstand der Verdacht, dass es sich im Anhang um einen Virus handelt. Schließlich war eine PDF-Datei angehangen und die E-Mail kam völlig unerwartet. Was hat es damit auf sich?

Zu Recht sind Verbraucher skeptisch, wenn sie unerwartet eine Mahnung erhalten und eine angehängte Datei öffnen sollen. Wir warnen immer wieder davor und raten, solche Dateien nicht zu öffnen. Schließlich warnen wir aktuell auch vor gefälschten Mahnungen im Auftrag diverser Unternehmen, die bereits seit Monaten versendet werden und einen Virus enthalten.

Jetzt tauchte erneut eine Mahnung auf, die einer Nutzerin Anlass zur Sorge gab. Wie bei Spam üblich, geht aus der E-Mail die zugrunde liegende Forderung nicht hervor und die E-Mail enthält keine Absendersignatur. Dafür ist eine PDF-Datei angehangen.

Wichtig: Der in der Mahnung mit Bankverbindung angegebene Zahlungsdienstleister Payone GmbH ist weder Versender der E-Mail noch für die Panne eines IT-Dienstleisters verantwortlich.

So sieht Mahnung aus

In der uns vorliegenden E-Mail ist als Absender die E-Mail-Adresse „shop@deroot.com“ und der Betreff „1. Mahnung“ angegeben. Im Text der Nachricht ist zu lesen:

Ihre Kundennummer lautet: 70347154-s54634

Sehr geehrte(r) Herr/Frau – -,

wir möchten Sie bitten Ihre offenen Rechnungen zu begleichen.

Bitte überweisen Sie den fälligen Gesamtbetrag in Höhe von 121,80 EUR auf
folgendes
Konto:

Zahlungsempfänger: PAYONE GmbH
Kontonummer: 022182003
Bankleitzahl: 21070024
IBAN: DE37210700240022182003
BIC: DEUTDEDB210
Bank: Deutsche Bank
Verwendungszweck: 214546477
Achtung: Wir können nur Überweisungen mit korrektem Verwendungszweck
berücksichtigen!

Wenn Sie den Betrag in den letzten Tagen bereits überwiesen haben, betrachten
Sie dieses Schreiben als gegenstandslos.

Wir können Entwarnung geben: Sie müssen weder etwas bezahlen, noch befindet sich im Anhang ein Virus. Wer die Mahnung im PDF-Format öffnet, wird zwar nicht schlauer, aber fängt sich auch keinen Trojaner ein. Dafür wird es für eine Firma peinlich.

Peinlich: IT-Unternehmen versendet versehentlich Test-Mahnungen an echte Kunden

Das ist peinlich. Diese Mahnungen und Zahlungsaufforderungen wurden offenbar zu Testzwecken irrtümlich an echte Kunden versendet. So etwas darf nicht passieren, ist aber passiert. Das verantwortliche IT-Unternehmen tobsystems.de äußert sich dazu wie folgt auf seiner Internetseite:

Datenpanne bei tobsystems
Der IT-Dienstleister informiert auf seiner Webseite über die Datenpanne. (Screenshot/tobsystems.de)

Aktueller Hinweis : irrtümlicher Mahnungsversand

im Auftrag unseres Kunden impulse Medien GmbH überarbeiten wir aktuell den Webshop. Im Zuge eines technischen Modul-Testes wurden versehentlich Live-Daten genutzt. Hierbei wurden irrtümlich Zahlungsaufforderungen und Mahnungen versendet. Sollten Sie ein solches Schreiben erhalten haben, betrachten Sie dieses bitte als gegenstandslos.

Es wurden im Rahmen dieses Testes keine reellen Zahlungen ausgelöst. Es handelt sich hierbei nicht um Phishing-E-Mails und es wurden auch keine Zahlungsdaten gesammelt.

Besagte Schreiben wurden weder im Namen und Auftrag der impulse Medien GmbH, noch der Payone GmbH verschickt. Beide Unternehmen sind hierfür nicht verantwortlich.

Wir möchten uns für entstandene Unannehmlichkeiten in aller Form entschuldigen.

Gut ist, dass es sich diesmal nicht um Kriminelle handelt, die den Nutzern das Geld aus der Tasche ziehen oder einen Virus unterschieben wollen. Schlecht ist, dass einem IT-Unternehmen und dem entsprechenden Auftraggeber so etwas überhaupt passieren kann. Hier fragt sich der Nutzer natürlich zu Recht, wie sicher seine Daten gespeichert sind.

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Was halten Sie von der peinlichen Panne

In den Kommentaren unter diesem Artikel können Sie mit anderen Nutzern über die Panne des IT-Dienstleisters diskutieren. Was halten Sie davon und haben Sie für solche Datenpannen Verständnis?

Weitere wichtige Warnungen, die Sie nicht verpassen dürfen:

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3 Kommentare zu Peinlich: IT-Unternehmen versendet versehentlich Mahnungen mit Anhang

  1. Auch ich habe so eine Mahnung erhalten und frage mich das Gleiche, wie Anonymous: Warum kommt keine Entschuldigung, sondern läßt den Dingen ihren Lauf und verunsichert.

  2. Danke! Warum kann man in solchen Fällen an die betroffenen Adressen keine Korrektur versenden? Für mich eine unverständliche Faulheit.
    Mit freundlichen Grüßen