PayPal Phishing: Ihre Autorisierung an Bünting E-Commerce GmbH & Co. KG wurde abgelehnt. ist Betrug

Haben Sie in Ihrem Postfach auch eine E-Mail von PayPal mit einer Zahlungsbestätigung oder gar mit einer Bestellbestätigung? Aktuell werden E-Mails mit dem Betreff „Ihre Autorisierung an Bünting E-Commerce GmbH & Co. KG wurde abgelehnt.“ und „Ihre Autorisierung an OUTFITTERY GmbH wurde abgelehnt.“ versendet. Wir erklären, woran Sie den Betrug erkennen und warum Sie keine Links anklicken dürfen.

Nutzer des Zahlungsdienstleisters PayPal sind immer wieder ein beliebtes Angriffsziel für Cyberkriminelle. Diese versuchen mit Phishing-Angriffen an die Zugangsdaten für das PayPal-Konto zu gelangen. Einige Maschen halten sich schon Jahre, wie die E-Mail mit der „Bestätigung Ihrer Zahlung“. Hier werden zwar immer andere Zahlungsempfänger verwendet. Das Betrugsprinzip bleibt aber gleich.

Aktuell ist die Aufregung in vielen Haushalten groß. Betrüger versenden täuschend echt aussehende Zahlungsbestätigungen für Einkäufe bei eBay oder eine Zahlung an Netflix. Tatsächlich hat es jedoch gar keinen Einkauf gegeben.

PayPal ist nicht der Absender der nachfolgend beschriebenen E-Mails und hat damit auch nichts zu tun. Der Zahlungsdienstleister ist selbst geschädigt. Auch die Inhaber der betroffnen Onlineshops haben mit dem Versand der E-Mails nichts zutun. Die Daten und Namen der Webshops werden missbräuchlich verwendet.

Woran erkennen Sie die Phishing-Nachrichten im Namen von PayPal

In Ihrem Postfach machen sich diese betrügerische Nachrichten mit unterschiedlichen Betreffzeilen und Absenderangaben bemerkbar. Alle E-Mails sind mit dem Corporate Design von PayPal ausgestattet und wirken deshalb auf den ersten Blick echt. Folgende E-Mail-Versionen sind uns bekannt:

Die nachfolgende E-Mail ist besonders gefährlich, da sie Details über den vermeintlichen Verkäufer enthält. Dort sind bekannte Unternehmen eingetragen. Auch das angeblich per PayPal bezahlte Produkt ist angegeben. Fallen Sie auf diesen Betrug nicht rein. Auch hier handelt es sich um eine PayPal Phishing Mail.

22.01.2018 Ihre Autorisierung an Bünting E-Commerce GmbH & Co. KG wurde abgelehnt. von PayPal Rechnungsservice <service@srv5-node.com>


22.01.2018 Ihre Autorisierung an OUTFITTERY GmbH wurde abgelehnt. von Rechnungsservice <...@online.de>
21.01.2018 Ihre Autorisierung an wir leben - Apotheken Inh. D. Düvel e.K. wurde abgelehnt. von Rechnungsservice <...@online.de>
Update 24.05.2017 Es werden wieder vermehrt falsche Bestellbestätigungen/Zahlungsbestätigungen im Namen von PayPal versendet. Diesmal trifft es kein neues Unternehmen. Es wird auf eine Firma zurückgegriffen, welche bereits im November 2016 mit ihrem Namen daran glauben musste. Gemeint ist die bwin.party services (Austria) GmbH. Dieses Unternehmen hat genau wie PayPal nichts mit dem Versand der Nachrichten zu tun.

13.03.2017 Bestätigung Ihrer Zahlung an Netflix von PayPal Deutschland
29.01.2017 Achtung: Ihr Konto wurde gesperrt - sofortiges Handeln erforderlich! von PayPal Deutschland
22.01.2017 Zahlung - Status: eingefroren von PayPal
19.01.2017 Unberechtigter Zugriff auf Ihr PayPal-Konto - sofortiges Handeln erforderlich! von PayPal Kundendienst
16.11.2016 Bestätigung Ihrer Zahlung an bwin.party services (Austria) GmbH von PayPal (service@paypal.de-web64.online)

Natürlich erschrecken die meisten Empfänger und sind empört, da sie diese Zahlung nicht veranlasst haben. Zu Recht, denn die Information ist fingiert. Deshalb befindet sich auch gleich ein Link in der E-Mail, über den Sie die Transaktion stornieren können. Doch Vorsicht:

Klicken Sie den Link in der E-Mail nicht an.

Sie haben eine E-Mail mit einem abweichenden Betreff oder abweichendem Zahlungsempfänger in Ihrem Postfach? Bitte leiten Sie uns diese weiter an kontakt@onlinewarnungen.de.



Was ist das Ziel dieses PayPal-Phishings

Wer den Link in der vermeintlichen PayPal-Nachricht anklickt, gelangt auf eine ebenso perfekt gefälschte Webseite. Diese ist von der echten PayPal-Seite nur an kleinen Details zu unterscheiden. Wer sich auf dieser Seite mit seinen PayPal-Zugangsdaten einloggt, übermittelt diese direkt an Kriminelle. Häufig werden bei dieser Gelegenheit gleich noch die Kreditkarteninformationen abgefragt.

Mit den erspähten Daten können Kriminelle viel anfangen. Denkbar ist, dass diese auf Ihre Kosten einkaufen gehen oder die Informationen für weitere Straftaten wie die Eröffnung von Fakeshops nutzen.

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Wie können Sie sich schützen?

Grundsätzlich hilft immer gesunder Menschenverstand und Vorsicht, um auf derartige Fallen nicht reinzufallen. Falls Sie unsicher sind und prüfen möchten, ob es wirklich eine Zahlung von Ihrem PayPal-Konto gibt, dann loggen Sie sich manuell bei PayPal ein. Geben Sie die URL www.paypal.de in Ihrem Browser ein, aber verwenden Sie keine Links, die Sie zur PayPal-Seite führen.

Außerdem sollten Sie sich unsere Ratgeber ansehen, die speziell für PayPal erklären, woran Sie gefälschte Webseiten erkennen und welche Sicherheitskriterien es für E-Mails gibt.

Wichtig ist zudem, dass Sie Ihr PayPal-Konto mit der zweistufigen Authentifizierung schützen. Haben Sie das getan, können Hacker auch dann nicht auf Ihr Benutzerkonto zugreifen, wenn diese den Benutzernamen und das Passwort erspäht haben. Alle wichtigen Informationen zur Zwei-Faktor-Authentifizierung von PayPal finden Sie in unserer Anleitung.

Senden Sie uns Phishing-Nachrichten und E-Mails mit Viren im Anhang

Die weitere Verbreitung von E-Mails können wir gemeinsam stoppen, indem wir andere Nutzer frühzeitig warnen. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe. Leiten Sie uns zwielichtige E-Mails weiter an kontakt@onlinewarnungen.de. Wir prüfen diese und warnen zeitnah davor.

In unserem Übersichtsartikel entdecken Sie weitere gefälschte E-Mails im Namen von PayPal.

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