Vorsicht: Amazon E-Mail – Zahlungserinnerung – von lastschriftservice@amazon.de

Vorsicht Spam!

Symbolbild Spam
(Quelle: pixabay.com/geralt)

Haben Sie eine Zahlungserinnerung von Amazon mit dem Absender „lastschriftservice@amazon.de“ bekommen? Diese Nachricht sollten Sie nicht unbeachtet lassen. Es könnte sich um eine Fälschung handeln oder es hat ein Dritter auf Ihre Kosten eine Bestellung ausgelöst. Wir erklären, wie Sie sich verhalten sollten.

Gefälschte E-Mails im Namen des Versandhändlers Amazon sind für E-Mail-Nutzer keine Seltenheit. Fast täglich berichten wir über neue Phishing-Mails mit Amazon als Absender, die wir in unserer Amazon-Phishing-Übersicht veröffentlichen. Seit längerer Zeit taucht immer wieder eine E-Mail auf, die den Betreff „Zahlungserinnerung“ trägt und von der E-Mail-Adresse lastschriftservice@amazon.de oder mp-lastschriftservice-ape@amazon.de kommt. 

Die Einordnung dieser E-Mail ist nicht ganz einfach. Schließlich wird der Text der Nachricht tatsächlich von Amazon genutzt. Auch die Mitteilung der Bankverbindung wird in echten E-Mails verwendet. Dennoch haben viele dieser Zahlungserinnerungen gemeinsam, dass der Empfänger der Mahnung sich keiner Schuld bewusst ist. Oft hat er gar nichts bestellt. 



So sieht die Mahnung/Zahlungserinnerung von Amazon aus

Die uns vorliegenden E-Mails sehen alle nahezu gleich aus. Lediglich die individuellen Nummern und die gekauften Produkte unterscheiden sich. In der Regel werden Sie darüber informiert, dass es Probleme mit der Lastschrift von Ihrem Konto gab und der offene Betrag nicht abgebucht werden konnte. Zudem werden Sie in der E-Mail aufgefordert, den offenen Betrag auf ein Konto bei der HSBC Trinkaus und Burkhardt zu überweisen. So lautet der Text der E-Mail, die grafisch nicht gestaltet ist:

2017-06-14 E-Mail Abzocke Amazon
(Quelle: Screenshot)

Guten Tag,

wie vereinbart haben wir versucht den Betrag für Ihre Bestellung bei Amazon.de von Ihrem Konto abzubuchen. Die Bezahlung dieser Bestellung konnte nicht abgeschlossen werden.

Wir fordern Sie hiermit höflich auf, den ausstehenden Betrag in Höhe von EUR 22.99 bis spätestens 28.06.2017 (Zahlungseingangsdatum) unter Angabe des Verwendungszwecks 000000 auf folgendes Konto zu überweisen:

Empfänger Amazon Media EU S.à.r.l.
Kreditinstitut HSBC Trinkaus und Burkhardt
IBAN DE64300308801938627009
SWIFT/BIC TUBDDEDDXXX
Verwendungszweck 000000

Der Betrag setzt sich wie folgt zusammen:
Bestellnummer Betrag Rücklastschriftsgrund
——————————————————————————————
306-9050978-8317960 EUR 19.99 Bankdaten nicht korrekt
Rücklastschriftentgelt EUR 3.00
——————————————————————————————
Gesamtbetrag EUR 22.99

Bestellte Artikel:
306-9050978-8317960,Xbox Live Gold – Mitgliedschaft 3 Monate [Xbox Live Online Code]

Geben Sie bitte ausschließlich 000000 als Verwendungszweck an. Nur so können wir Ihre Zahlung eindeutig zuordnen.

Sollten Sie den Betrag inzwischen überwiesen haben, betrachten Sie dieses Schreiben bitte als gegenstandslos.

Hinweis:
Sie können diese Bestellung/en jederzeit über „Mein Konto“ auf der Website (http://www.amazon.de/) einsehen.

Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!
Amazon.de

Tel Deutschland 0800 1875611 (kostenfreie Rufnummer)
Tel Österreich 0800 298392 (kostenfreie Rufnummer)
Email lastschriftservice@amazon.de
Servicezeiten Montag – Freitag 08:00 bis 19:30
Samstag – Sonntag 10:00 bis 16:00

Generell unterhält Amazon einige Bankverbindungen bei dem Kreditinstitut HSBC Trinkaus und Burkhardt. In einigen Fällen bekommen Sie zusätzlich noch einen Brief per Post mit dem gleichen Inhalt. 



Handelt es sich um eine Fälschung oder ist die Information echt?

Woran erkennen Sie die Fälschung, wenn die Links alle korrekt beziehungsweise gar keine enthalten sind? Genau genommen haben Sie fast keine Chance, eine Fälschung zu erkennen. Selbst die anonyme Anrede kann nicht als Erkennungsmerkmal herangezogen werden, da Amazon die E-Mails selbst unpersonalisiert versendet.

Aus unserer Erfahrung ist die E-Mail zudem in den meisten Fällen echt und stammt tatsächlich von Amazon. Es gibt einige Gründe, warum die E-Mail versendet wird. Nur selten handelt es sich um einen Fehler. Entweder gab es beim Einzug eines Rechnungsbetrages wirklich Probleme oder wie in letzter Zeit häufig passiert, wurde eine Bestellung ohne Kenntnis des Amazon-Kontoinhabers ausgelöst. Kriminelle hacken immer wieder Amazon-Konten und kaufen anschließend auf Kosten der regulären Kontoinhaber ein. Das ist dann auch die Begründung, warum Sie mit dem erworbenen Artikel nichts anfangen können.

Nicht zuletzt kann es sich natürlich auch um eine Fälschung handeln. Dann würden Kriminelle darauf vertrauen, dass Sie den Rechnungsbetrag einfach bezahlen. Auch das konnten wir in der Vergangenheit bereits beobachten.



Was sollten Sie nach dem Erhalt der Amazon-Mail tun?

Da Sie letztlich nicht wissen können, was hier wirklich gerade passiert, sollten Sie diese E-Mail auf jeden Fall ernst nehmen. Haken Sie die Nachricht nicht einfach als Spam ab, sondern gehen Sie der E-Mail auf den Grund und überprüfen Sie, was passiert ist. Gerade wenn Fremde Ihr Konto gehackt haben, ist es wichtig das Sie aktiv werden.

Auf keinen Fall sollten Sie die Forderung ungeprüft bezahlen, wenn Sie den Grund nicht kennen oder der Meinung sind, keine Bestellung ausgelöst zu haben!

Es gibt eine recht einfache Methode, mit der Sie sich vor Betrug schützen können und gleichzeitig herausbekommen, ob die Nachricht echt ist. Rufen Sie bei Amazon unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/1875611 an und erkundigen Sie sich, ob tatsächlich eine Forderung offen ist. Auf diese Weise gehen Sie dem Problem recht schnell und verbindlich auf den Grund.

Verpassen Sie keine Warnung.
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1. Hilfe nach einem Kontomissbrauch
Falls Ihr Amazon-Konto von Unbekannten missbräuchlich verwendet wurde, sollten Sie als erste Sicherheitsmaßnahme alle Passwörter ändern. Gemeint sind damit wirklich alle Passwörter und PINs für alle Onlinekonten. Prüfen Sie zudem, ob in Ihrem E-Mail-Postfach nicht eine Weiterleitung eingerichtet ist.
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Haben Sie eine Zahlungserinnerung von Amazon erhalten?

Falls Sie eine Mahnung im Namen von Amazon mit abweichendem Text erhalten haben, dann können Sie uns die E-Mail zur Prüfung an kontakt@onlinewarnungen.de senden. Wir prüfen, ob es sich um Betrug oder Phishing handelt.



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4 Kommentare zu Vorsicht: Amazon E-Mail – Zahlungserinnerung – von lastschriftservice@amazon.de

  1. habe von ihnen eine Meldung per post und per E-Mail erhalten das 2 zahlungen nicht getätigt wurden. die Bestellnummern sind 303-5678720-5424300 und303-3628654-5897947. diese zahlungen gingen bei mir raus am 12.7.2018 an bank Amazon payments Europe SCA-HSBC Trinkaus und burkhardt-DE87300308801908262006 in Düsseldorf. Verwend.zweck 63454145286269 und 82167879911293-es handelt sich um 2 CDs. Frage1-ist dies ein falsches E-Mail und Brief oder echt? Frage2- ist diese 2 zahlungen angekommen oder nicht? Bitte um schnellstmöglichen bescheid. danke,bis bald Andreas Kurzmeyer

  2. habe keine mail erhalten, aber einen „Zahlungserinnerungsbrief“ über € 49,99 mit der angeblichen Bestellnummer 0000-0000, die aber bei amazon unter „mein Konto“ nicht vorhanden ist. Habe jetzt eine email abgeschickt, mit der Aufforderung, mir den Artikel mittzuteilen, der angeblich bestellt wurde, erst dann werde ich den säumigen Betrag umgehend überweisen!

  3. Ich habe eine ähnliche Aufforderung per Post bekommen mit identischer Telefonnummer 0800-1875611 und gleicher Bankverbindung.
    Nun habe ich dort angerufen und es soll wohl jemand in meinem Namen X-Box Mitgliedschaft bestellt haben (ich selbst besitze keine X-Box). Darüber hinaus habe ich das auch einen Chat mit Amazon direkt bestätigt bekommen.
    Amazon wird sich in den nächsten 48 Stunden kümmern und den Kauf von meinem Konto löschen. Darüber hinaus soll ich noch mein Kennwort ändern.
    Es wurde bestätigt, dass der Brief von Amazon kam.

  4. Betr.: Vorsicht: Amazon E-Mail-Zahlungserinnerung-ist Abzocke
    Zahlungserinnerung für nicht bestellte Ware
    Hallo,
    auch ich habe die gleiche Mail von Amazon erhalten, außer dem Verwendungszweck und der Bestellnummer ist alles identisch.
    Meine Rückfrage hat ergeben, dass es sich um eine echte Mail von Amazon handelt, und somit auch die angegebene Kontonummer richtig ist.
    Amazon hat unverzüglich folgende Schritte veranlasst,
    -das Passwort meines Kontos deaktiviert.
    -mögliche Änderungen eines Unbefugten rückgängig gemacht
    -alle offenen Bestellungen storniert.
    und Vorschläge für eine neue Aktivierung meines Konto gemacht.
    Der Zugriff auf meine Anmeldedaten wäre außerhalb ihrer Website passiert ist die Aussage von Amazon.
    Ich gehe davon aus, wenn Dritte meine Zugangsdaten abgegriffen hätten, wollten sie auch davon profitieren und hätten über das Bezahlverfahren (Lastschrifteinzug) vorgehen können.
    In meinem Fall wäre der Profiteur jedoch alleine Amazon weil die Zahlung auf sein Konto erfolgt wäre.
    Zur Zeit bin ich so verunsichert und stelle mir die Frage ob ich das Amazon Konto neu aktivieren oder abmelden soll.
    Gruß
    G.K.