Vorsicht: Amazon E-Mail – Zahlungserinnerung – von mp-lastschriftservice-ape@amazon.de


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Haben Sie eine Zahlungserinnerung von Amazon mit dem Absender „mp-lastschriftservice@amazon.de“ bekommen? Diese Nachricht sollten Sie nicht unbeachtet lassen. Es könnte sich um eine Fälschung handeln oder es hat ein Dritter auf Ihre Kosten eine Bestellung ausgelöst. Wir erklären, wie Sie sich verhalten sollten.

Gefälschte E-Mails im Namen des Versandhändlers Amazon sind für E-Mail-Nutzer keine Seltenheit. Fast täglich berichten wir über neue Phishing-Mails mit Amazon als Absender, die wir in unserer Amazon-Phishing-Übersicht veröffentlichen. Seit längerer Zeit taucht immer wieder eine E-Mail auf, die den Betreff „Zahlungserinnerung“ trägt und von der E-Mail-Adresse lastschriftservice@amazon.de oder mp-lastschriftservice-ape@amazon.de kommt. 

Die Einordnung dieser E-Mail ist nicht ganz einfach. Schließlich wird der Text der Nachricht tatsächlich von Amazon genutzt. Auch die Mitteilung der Bankverbindung wird in echten E-Mails verwendet. Dennoch haben viele dieser Zahlungserinnerungen gemeinsam, dass der Empfänger der Mahnung sich keiner Schuld bewusst ist. Oft hat er gar nichts bestellt. 

So sieht die Mahnung/Zahlungserinnerung von Amazon aus

Die uns vorliegenden E-Mails sehen alle nahezu gleich aus. Lediglich die individuellen Nummern und die gekauften Produkte unterscheiden sich. In der Regel werden Sie darüber informiert, dass es Probleme mit der Lastschrift von Ihrem Konto gab und der offene Betrag nicht abgebucht werden konnte. Zudem werden Sie in der E-Mail aufgefordert, den offenen Betrag auf ein Konto bei der HSBC Trinkaus und Burkhardt zu überweisen. So lautet der Text der E-Mail, die grafisch nicht gestaltet ist:

2017-06-14 E-Mail Abzocke Amazon
(Quelle: Screenshot)

Guten Tag,

wie vereinbart haben wir versucht den Betrag für Ihre Bestellung bei Amazon.de von Ihrem Konto abzubuchen. Die Bezahlung dieser Bestellung konnte nicht abgeschlossen werden.

Wir fordern Sie hiermit höflich auf, den ausstehenden Betrag in Höhe von EUR 22.99 bis spätestens 28.06.2017 (Zahlungseingangsdatum) unter Angabe des Verwendungszwecks 000000 auf folgendes Konto zu überweisen:

Empfänger Amazon Media EU S.à.r.l.
Kreditinstitut HSBC Trinkaus und Burkhardt
IBAN DE64300308801938627009
SWIFT/BIC TUBDDEDDXXX
Verwendungszweck 000000

Der Betrag setzt sich wie folgt zusammen:
Bestellnummer Betrag Rücklastschriftsgrund
——————————————————————————————
306-9050978-8317960 EUR 19.99 Bankdaten nicht korrekt
Rücklastschriftentgelt EUR 3.00
——————————————————————————————
Gesamtbetrag EUR 22.99

Bestellte Artikel:
306-9050978-8317960,Xbox Live Gold – Mitgliedschaft 3 Monate [Xbox Live Online Code]

Geben Sie bitte ausschließlich 000000 als Verwendungszweck an. Nur so können wir Ihre Zahlung eindeutig zuordnen.

Sollten Sie den Betrag inzwischen überwiesen haben, betrachten Sie dieses Schreiben bitte als gegenstandslos.

Hinweis:
Sie können diese Bestellung/en jederzeit über „Mein Konto“ auf der Website (http://www.amazon.de/) einsehen.

Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!
Amazon.de

Tel Deutschland 0800 1875611 (kostenfreie Rufnummer)
Tel Österreich 0800 298392 (kostenfreie Rufnummer)
Email lastschriftservice@amazon.de
Servicezeiten Montag – Freitag 08:00 bis 19:30
Samstag – Sonntag 10:00 bis 16:00

Generell unterhält Amazon einige Bankverbindungen bei dem Kreditinstitut HSBC Trinkaus und Burkhardt. In einigen Fällen bekommen Sie zusätzlich noch einen Brief per Post mit dem gleichen Inhalt. 



Handelt es sich um eine Fälschung oder ist die Information echt?

Woran erkennen Sie die Fälschung, wenn die Links alle korrekt beziehungsweise gar keine enthalten sind? Genau genommen haben Sie fast keine Chance, eine Fälschung zu erkennen. Selbst die anonyme Anrede kann nicht als Erkennungsmerkmal herangezogen werden, da Amazon die E-Mails selbst unpersonalisiert versendet.

Aus unserer Erfahrung ist die E-Mail zudem in den meisten Fällen echt und stammt tatsächlich von Amazon. Es gibt einige Gründe, warum die E-Mail versendet wird. Nur selten handelt es sich um einen Fehler. Entweder gab es beim Einzug eines Rechnungsbetrages wirklich Probleme oder wie in letzter Zeit häufig passiert, wurde eine Bestellung ohne Kenntnis des Amazon-Kontoinhabers ausgelöst. Kriminelle hacken immer wieder Amazon-Konten und kaufen anschließend auf Kosten der regulären Kontoinhaber ein. Dabei werden oft fiktive Bankverbindungen oder IBAN-Nummern von anderen Opfern angegeben. Das ist dann auch die Begründung, warum Sie mit dem erworbenen Artikel nichts anfangen können. 

Nicht zuletzt kann es sich natürlich auch um eine Fälschung handeln. Dann würden Kriminelle darauf vertrauen, dass Sie den Rechnungsbetrag einfach bezahlen. Auch das konnten wir in der Vergangenheit bereits beobachten.

Die Bestellung erscheint nicht in Ihrem Amazon-Konto?

Ja, auch das kann passieren. Nämlich dann, wenn Ihre Daten missbraucht wurden. In diesem Fall haben Sie zu dem Amazon-Konto, welches der Kriminelle angelegt hat, gar keinen Zugriff. Die Kriminellen nutzen oft nicht Ihr bestehendes Amazon-Konto. Wäre das der Fall, hätte die Abbuchung in den meisten Fällen funktioniert.


Haben Sie das schon gesehen?

Was sollten Sie nach dem Erhalt der Amazon-Mail tun?

Da Sie letztlich nicht wissen können, was hier wirklich gerade passiert, sollten Sie diese E-Mail auf jeden Fall ernst nehmen. Haken Sie die Nachricht nicht einfach als Spam ab, sondern gehen Sie der E-Mail auf den Grund und überprüfen Sie, was passiert ist. Gerade wenn Fremde Ihr Konto gehackt haben, ist es wichtig das Sie aktiv werden. Sollte es sich hier um einen Identitätsmissbrauch handeln, müssen Sie unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten.

Auf keinen Fall sollten Sie die Forderung ungeprüft bezahlen, wenn Sie den Grund nicht kennen oder der Meinung sind, keine Bestellung ausgelöst zu haben!

Es gibt eine recht einfache Methode, mit der Sie sich vor Betrug schützen können und gleichzeitig herausbekommen, ob die Nachricht echt ist. Nehmen Sie Kontakt mit Amazon auf. Das geht unter der in der E-Mail oder dem Anschreiben angegebenen kostenlosen Telefonnummer. Alternativ erklären wir, wie Sie per Telefon, E-Mail oder Chat Kontakt mit Amazon aufnehmen können. Erkundigen Sie sich, ob tatsächlich eine Forderung offen ist. Auf diese Weise gehen Sie dem Problem recht schnell und verbindlich auf den Grund.

1. Hilfe nach einem Kontomissbrauch
Falls Ihr Amazon-Konto von Unbekannten missbräuchlich verwendet wurde, sollten Sie als erste Sicherheitsmaßnahme alle Passwörter ändern. Gemeint sind damit wirklich alle Passwörter und PINs für alle Onlinekonten. Prüfen Sie zudem, ob in Ihrem E-Mail-Postfach nicht eine Weiterleitung eingerichtet ist.
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Haben Sie eine Zahlungserinnerung von Amazon erhalten?

Falls Sie eine Mahnung im Namen von Amazon mit abweichendem Text erhalten haben, dann können Sie uns die E-Mail zur Prüfung an kontakt@onlinewarnungen.de senden. Wir prüfen, ob es sich um Betrug oder Phishing handelt.

Sehen Sie sich unbedingt auch unsere Amazon-Anleitungen zum Thema Sicherheit und Privatsphäre bei den Versandhändler an.

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1 Kommentar zu Vorsicht: Amazon E-Mail – Zahlungserinnerung – von mp-lastschriftservice-ape@amazon.de

  1. Nach direkter Rücksprache mit Amazon handelt es sich in der Tat NICHT um Phishing Mails. Man sollte aber zumindest in seinem Konto prüfen, ob die Bestellungen, für die die Mahnung ausgesprochen wurden, auch im Amazon-Konto existieren.
    Amazon sagte, daß die „Bankdaten nicht korrekt“ seien, was Mumpitz ist, da diese Bankverbindung seit Jahren genutzt wird. Meine Sparkasse meinte, daß dies gehäuft in den letzten Tagen vorkam – das Interessante ist jedoch, daß die Sparkasse selbst gar nicht die Lastschriftenbuchungen erhielt, sondern wohl schon vorher „geblockt“ sein müßten, die Bank selbst hat keinerlei „Rückgaben“ veranlaßt. Letztlich einfach Augen auf, am besten kostenlos mal bei Amazon anrufen und die Sache klären.