Warnung: WhatsApp Kettenbrief verängstigt Kinder


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WhatsApp Kettenbrief Angst Kinder
(Quelle: pixabay.com/PublicDomainPictures)

Verschiedene geschmacklose Textnachrichten verunsichern derzeit Kinder. In den Kurznachrichten werden die Kinder bedroht, wenn Sie die Message nicht an Ihre Freunde weiterverbreiten. So macht der Spuk die Runde und immer mehr Kinder können nachts nicht schlafen. Die Polizei gibt jetzt Tipps für den Umgang mit solchem Unfug.

Rund um Halloween machen wieder Kettenbriefe in WhatsApp die Runde, welche den Tod des Empfängers ankündigen oder mit blutigen Vorhersagungen trumpfen wollen. Lustig sind diese Texte schon lange nicht mehr. Besonders schlimm: Immer mehr Kinder nutzen WhatsApp und bekommen diese Nachrichten über Ihre Schulfreunde. Die Folgen sind oft schwerwiegend: Die Kids können nicht mehr schlafen oder sehen Gespenster. Einige glauben sogar an den angekündigten Tod.

Um welche Nachrichten geht es

Es geht immer um den gleichen Unfug. Der Kettenbrief besteht aus einer mehr oder weniger bizarren Geschichte und soll natürlich von dem Empfänger verbreitet werden. Mal muss der Brief an 5 Empfänger und ein anderes Mal an 20 Kontakte versendet werden. Für den Fall, dass man das nicht tut, wird etwas Schlimmes angedroht. Von Fluch über ständige Verfolgung bis zum eigenen Tod oder der eines Familienmitglieds ist fast alles möglich. So sehen beispielsweise die Drohungen aus:

Gestern nacht in Amerika, los Angeles, Starb ein Mädchen an der Warnung, der ihr egal war. Wenn du diesen Kettenbrief nicht weiter schickst dann …Veröffentlichung der Polizei Niedersachsen

oder

Lili Müller: hat es an nur 6 Kontakte geschickt sie ist Schwerstbehindert und sitzt im Rollstuhl und wird wahrscheinlich nicht mehr lange lebenVeröffentlichung der Polizei Niedersachsen

Teilweise bekommen die Kinder einen richtigen Verfolgungswahn. Beispielsweise dann, wenn Sie nachfolgenden Text bekommen haben:

Werde ich heute nacht um 00:00 Uhr in deinen Schrank sein und dich beobachten durch einen Spalt der noch offen ist. Die ganze zeit …Veröffentlichung der Polizei Niedersachsen

Anzunehmen ist, dass sich die Textnachrichten ebenfalls Kinder ausgedacht haben. Jedenfalls sind die Kettenbriefe oft derart mit Rechtschreibfehlern ausgestattet, dass dies zu vermuten ist. Vielleicht war es aber auch ein Spaßvogel, der seine Kumpels erschrecken wollte. Wie auch immer: Spaß ist das keiner.

Nicht nur WhatsApp-Nutzer sind gefährdet

Mittlerweile verbreiten sich die bösartigen Nachrichten nicht mehr nur als relativ geduldige Textnachricht. Auf anderen Plattformen wie dem Facebook Messenger und auch über WhatsApp werden Audionachrichten versendet. Diese klingen besonders gruselig. Es wird nicht lange dauern, dann werden die Horror-Messages auch als Video über Snapchat verbreitet.

Snapchat sicher nutzen Ratgeber10 Tipps, wie Sie Snapchat sicher nutzen

Mit den richtigen Privatsphäre-Einstellungen können Sie Snapchat absichern und so einige Sicherheitsrisiken minimieren. Wenn Ihre Kinder Snapchat nutzen, sollten Sie diese Tipps gelesen haben.

Diese Empfehlung gibt die Polizei

Wichtig ist, dass Eltern mit Ihren Kindern viel sprechen, das Phänomen erklären und den Kids die Angst davor nehmen. Schließlich können die Nachricht bei aufgeklärten Kindern keinen Schaden anrichten und dienen dann eher zur Belustigung, wie das bei Jugendlichen längst der Fall ist. Das sollten Sie nach den Empfehlungen der Polizei tun:

  • Lassen Sie die Nachricht löschen und unterbinden Sie damit eine Weiterverbreitung.
  • Das Kind sollte verstehen, dass ein Nichtverbreiten der Nachricht keine negativen Konsequenzen hat.
  • Das Versenden der Nachricht aus Spaß, Angst oder anderen Beweggründen verunsichert nur weitere Empfänger.
  • Ein Hinweis in der Statusmeldung des Messengerdienstes, wie z.B. „Bitte keine Kettenbriefe!“ kann zusätzlich helfen.
  • Empfänger von Kettenbriefen sollten mit den Versendern diesbezüglich reden und über die Thematik aufklären. Die Kinder sollten u.a. ihren Freunden erzählen, dass sie diese üblen Scherznachrichten nicht bekommen möchten.

(Quelle: Ratgeber Internetkriminalität Polizei Niedersachsen)

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Was können Eltern noch tun?

Wichtig ist vor allem, dass Eltern sich mit den Gefahren von Messengerdiensten beschäftigen und die Chatprogramme für Kinder so gut wie möglich absichern. Wir empfehlen deshalb, dass Sie sich unseren Ratgeber „Tipps für eine sichere Kommunikation mit Messengern“ ansehen. Interessant sind auch die Tipps für die Auswahl eines sicheren Messengers. Darin erfahren Sie, worauf Sie achten sollten. Unabhängig von Kettenbriefen ist bei Kindern und Jugendlichen auch das Thema Sexting von großer Bedeutung.

Wie sind Ihre Erfahrungen?

Haben Sie schon mit Kettenbriefen auf WhatsApp oder in anderen Messengern zu tun gehabt? Welche Tipps im Umgang damit können Sie anderen Lesern geben. Bitte teilen Sie Ihr Wissen über die Kommentare unter diesem Artikel.

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