Wohnung mieten: Abzocke bei Wohnungsanzeigen/der Wohnungssuche – Betrugsmaschen im Überblick


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Abzocke auf Onlineportalen für die Immobiliensuche und Wohnungsvermietung. Miete im Voraus bezahlen, Wohnungen mit Bildern anderer Vermieter anpreisen, Vermieter, die sich im Ausland befinden und nicht zur Wohnungsbesichtigung kommen können – die Betrugsmöglichkeiten bei Wohnungsanzeigen sind groß und viele Wohnungssuchende fallen auf die Tricks der Kriminellen herein und verlieren Geld. Doch wie funktionieren die Betrugsmaschen bei den Wohnungsanzeigen und welche Betrugsfälle gibt es?

Trautes Heim, Glück allein! Eine neue Wohnung zu beziehen stellt immer einen bedeutsamen Schritt dar. Leider auch einen Schritt, der in die Irre führen kann, wenn man an zwielichtige Gestalten gerät. Und das ist gar nicht mal so schwierig. Denn in den bekannten Portalen wie Immoscout24, Airbnb oder Immowelt tummeln sich auch viele Betrüger, die nur eines im Sinn haben: Ihr Geld.

Mit immer wieder neuen Maschen versuchen die Kriminellen an das Geld der Wohnungssuchenden zu kommen. Der Kreativität der Betrüger sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Im Folgenden wollen wir Ihnen die verschiedenen Betrugsmaschen vorstellen. Doch dabei sollten Sie eines wissen: Die genannten Unternehmen wie Immoscout24, Airbnb, Immowelt und andere haben mit dem Betrug nichts zu tun. Die Unternehmen sind selber geschädigt.

Miete zu Traumkonditionen – die Masche der Wohnungsanzeigen-Abzocker

Eine frisch renovierte 3-Zimmer-Wohnung in Toplage. Ein Parkplatz oder gar ein Tiefgaragenstellplatz dazu und vielleicht sogar noch ein Fahrstuhl. In der Großstadt klingt diese Anzeige nach einem Traum für eine Kleinfamilie. Wenn dann auch noch der Preis passt, wird meist das Gehirn ausgeschaltet und man will die Wohnung nur noch haben. Doch Vorsicht: Lassen Sie sich von der Schönheit nicht blenden. Gehen Sie sorgfältig und mit Bedacht an Ihre Wohnungssuche, sonst fallen Sie vielleicht auf einen der folgenden Tricks herein. Ziel der Kriminellen ist hier der Vorkassebetrug beziehungsweise der Wohnungskautionsbetrug

Wohnungsanzeige mit geklauten Bildern – Kaution und Miete im Voraus bezahlen

Ist es Ihnen auch schon passiert, dass ein und die gleiche Wohnung von mehreren Anbietern bei der Suche untergekommen ist? Dann Achtung. Darunter könnte auch ein Betrüger sein. Denn es ist mittlerweile üblich, dass die Kriminellen Fotos aus Wohnungsanzeigen kopieren und für ihre betrügerischen Anzeigen verwenden. Natürlich bieten die Kriminellen die Wohnung, dass Appartement oder Haus dann auch zum günstigsten Preis an. Zeigen Sie Interesse an der Wohnung wollen die vermeintlichen Vermieter plötzlich Geld für die Kaution und einige Monatsmieten im Voraus von Ihnen überwiesen haben. Den Mietvertrag bekommen Sie am Ende aber nicht, da die Betrüger ja auch die Wohnung nicht besitzen.

Symbolbild Geld Wohnung Haus Miete

Abgezockt bei der Wohnungssuche – Was kann ich tun?

Sie wurden bei der Wohnungssuche abgezockt beziehungsweise von Betrügern hereingelegt? Sie haben unter Umständen einige tausend Euro verloren? Doch wie können Sie sich wehren? Gibt es Chancen, das Geld zurückzubekommen?

Abzocke bei Wohnungsbesichtigung/Wohnungsvermietung – Kautionsbetrug

Die Betrüger mieten sich dabei über diverse Onlineportale im Internet eine Ferienwohnung. Meistens wählen sie dafür eine Unterkunft in Toplage, die leicht zu vermieten ist. Anschließend bieten sie die Ferienwohnung auf anderen Plattformen als vermeintliche Mietwohnung zu Traumkonditionen an. Diese versuchen sie arglosen Wohnungssuchenden schmackhaft zu machen. Da die Abzocker den Schlüssel haben, sind nicht nur Besichtigungen, sondern auch eine Schlüsselübergabe, jederzeit möglich. Zuvor müssen die Wohnungsinteressenten die Kaution und teilweise den Kaufpreis für die Ausstattung zahlen. Schließlich ist die Ferienwohnung eingerichtet. Sobald die Betrüger das Geld eingestrichen haben, verschwinden sie spurlos. Mit ihnen die Aussicht auf eine Wohnung, die so ohnehin niemals wirklich zu vermieten war.

Auch die Polizei warnt vor den Trickbetrügern. Aufgrund der Wohnungsknappheit funktioniert die Masche mit der Wohnungsvermietungs-Abzocke in Großstädten besonders gut. In einem konkreten Fall, über den die Stiftung Warentest berichtet, haben die Ganoven über AirBnB eine Wohnung angemietet. Anschließend landete diese auf dem Internetportal Immowelt. Zuvor wurde natürlich ein Exposè mit Fotos und einem Grundriss angefertigt. Interessenten bekamen die Wohnung von einem Makler gezeigt. Dieser gab kurze Zeit nach der Besichtigung per E-Mail den Zuschlag für die Wohnung, wenn die Kaution überwiesen wird. Gleich mehrere Opfer taten das und verloren zwischen 4.000 und 5.000 Euro.

Der Anbieter AirBnB gilt als einer der größten Vermittler von Ferienwohnungen weltweit. Dort können selbst Privatleute ihre Wohnung als Ferienwohnung zur Miete anbieten. Aufgrund der hohen Reichweite haben sich bereits in der Vergangenheit dubiose Charaktere der Möglichkeiten der Plattform bedient, um schnell Kasse zu machen. AirBnB ist an dem Betrug nicht beteiligt, sondern ebenfalls Geschädigter.



Wohnungsbesichtigung kostet Geld – Anschauen nur gegen Vorauszahlung

Vor allem in den Gegenden, wo die Wohnungsnot besonders groß ist, setzen Betrüger auf eine weitere Masche mit Vorkassenbetrug. Die Rede ist von einer kostenpflichtigen Wohnungsbesichtigung. Denn meist sind die Bewerber schon froh, wenn Sie eine Wohnung besichtigen dürfen. Man rutscht damit ja schon einmal in die engere Auswahl. Falsch gedacht, wenn Sie genau dafür Geld bezahlen sollen. Immobilienbetrüger verlangen das Geld dafür, Sie in eine Vorauswahl für eine vermeintliche Immobilie zu nehmen. Doch diese Wohnungsanzeigen sind Fake. Sie sollten nichts im Voraus bezahlen.

Kostenpflichtige Immobilienangebote – die teuren Immobilien-Listen

Wenn Sie lieber einen Makler für sich arbeiten lassen, kann auch dieser Umstand für Sie zum Verhängnis werden. Denn Sie erwarten natürlich eine Liste mit passenden Angeboten auf Ihre Suchanfrage. Doch die Betrüger kopieren meist Immobilienangebote seriöser Makler für diese Liste und verlangen für die Liste Geld. Die seriösen Makler wissen aber nicht, dass ihre Anzeigen missbraucht werden, um Geld zu machen. Auch hier gilt: Sie sollten nicht im Voraus bezahlen.

Nachnahmebetrug – Der Schlüssel kommt per Post

Sie sind sich mit dem vermeintlichen Vermieter einig geworden und wollen die Wohnung besichtigen? Leider hält sich der Vermieter aber gerade im Ausland auf und kann bei einer Besichtigung vor Ort nicht anwesend sein. Er vertraut Ihnen aber und will Ihnen die Schlüssel zukommen lassen. Doch ganz ohne eine „Kaution“ funktioniert das auch nicht.

Der Vermieter vereinbart mit Ihnen eine Nachnahmegebühr, die Sie entrichten müssen. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten, wenn Sie diese Gebühr entrichtet haben. Entweder Sie erhalten die Schlüssel gar nicht und warten ewig auf Post. Natürlich sind die Betrüger dann mit Ihrem Geld über alle Berge.

Der zweite Fall: Es werden Ihnen tatsächlich Schlüssel gesendet. Sie gehen vor mit Vorfreude zu der neuen Traumwohnung. Doch dann die Ernüchterung. Der Schlüssel passt nicht ins Haustürschloss.

Und nicht zuletzt ist auch noch möglich, dass Sie die Schlüssel zwar erhalten und sich auf den Weg zu Ihrer neuen Immobilie machen. Diese gibt es dann aber gar nicht.

Im nachfolgenden Video beschreibt marktcheck noch einmal schön, wie diese Methoden des Wohnungsanzeigenbetrugs funktionieren.



Weitere Täuschungsmannöver bei der Wohnungssuche

Sie als Wohnungssuchende müssen sich aber nicht nur wegen des Geldes Gedanken machen. Auch um Ihre persönlichen Daten und vor allem die Zugangsdaten zu den Immobilienportalen sollten Sie sich Gedanken machen.

Account gehackt dank Phishing E-Mail

Achten Sie besonders auf Ihre E-Mails, wenn Sie sich bei den großen Immobilienunternehmen angemeldet haben. Immer wieder versenden Betrüger Phishing-Nachrichten, mit denen sie Ihre Zugangsdaten zu den Portalen stehlen wollen. Klicken Sie keine Links in unaufgefordert zugesendeten E-Mails an und rufen Sie sich die Portalseiten immer manuell im Browser auf.

Spam Symbolbild

So erkennen Sie Spam-E-Mails – einfach erklärt

Ihr elektronisches Postfach quillt mal wieder über und schuld daran sind die ganzen Spam-Mails, welche Sie nicht haben wollen? Wir erklären in diesem Ratgeber, woran Sie Spam-Nachrichten erkennen und was […]

Im schlimmsten Fall wird Ihr Account anschließend dazu verwendet, unseriöse Wohnungsangebote zu verbreiten.

Gegebenenfalls verfolgen die Kriminellen aber noch ein anderes Ziel. Dafür werden der Spam-Nachricht Dateien angehängt, die Schadsoftware auf Ihrem Computer oder Smartphone installieren soll. Deswegen sollten Sie E-Mail-Anhänge nicht bedenkenlos öffnen.

Kopie des Personalausweise für Mietvertrag – Datenmissbrauch als Folge

Sie sind sich mit dem vermeintlichen Vermieter einig geworden? Jetzt sollen Sie aber die Kopie Ihres Personalausweises oder des Reisepasses für den Mietvertrag zusenden? Auch diese Aufforderung ist kritisch zu sehen. Denn Betrüger können so Ihre Identität stehlen und Ihre Daten für illegale Geschäfte nutzen.

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Eröffnung eines Kautionskontos per VideoIdent-Verfahren

Betrüger haben es nicht nur auf Ihr Geld abgesehen. Manchmal geht es auch um Ihre Daten oder Ihre Identität. Ganz gemein wird es, wenn die Kriminellen beides wollen. Genau das könnte Ihnen bei der Masche mit dem Kautionskonto passieren. Hier ergaunern die Betrüger möglicherweise die Kaution für die vermeintlich neue Wohnung und lassen Sie zusätzlich nich ein Kautionskonto eröffnen, auf das nur die Betrüger Zugriff haben. Dieses wird im Internet an Kriminelle verkauft und für weitere Straftaten benutzt. Lesen Sie ganz genau, wie die mit der Kautionskonto-Masche samt VideoIdent hereingelegt werden.

Wohnungssuchenden wird das Gehalt gestohlen

Auf die Idee würden Sie womöglich selbst gar nicht kommen. Doch Kriminelle können Wohnungssuchenden das Gehalt stehlen. Diese Masche ist besonders gemein, da der Betrug zeitverzögert stattfindet. Sie merken erst bei der nächsten ausbleibenden Lohnzahlung, dass Sie Opfer eines Betrugs sind. Wir erklären, wie es vermeintliche Wohnungsbesitzer schaffen an die Lohnzahlung Ihres Arbeitgebers zu kommen.

Wurden Sie bei der Wohnungssuche mit dieser oder einer ähnlichen Masche schon betrogen? Diskutieren Sie mit anderen Lesern über die Kommentare oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Sollten Sie ähnliche Betrugsmaschen kennen, melden Sie uns diese über kontakt@onlinewarnungen.de. Wir werden den Artikel bei neuen Betrügereien aktualisieren.


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1 Kommentar zu Wohnung mieten: Abzocke bei Wohnungsanzeigen/der Wohnungssuche – Betrugsmaschen im Überblick

  1. Zur Zeit wird eine Wohnung in Wiesbaden von Anthony Salmon angeboten,Über Derby Homes. Luxus auf 103 qm für 350,- . Völlige Betrugsmasche, es kursieren noch andere Namen mit den fast gleichen Worten der email, die man erhält. Also Vorsicht , nicht registrieren und ja keine Vorkasse leisten.