Lüge oder Wahrheit: Wird Oregano mit Laub gepanscht?


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Ein Essen ohne Kräuter schmeckt ziemlich fade. Das Gewürz Oregano ist vor allem aus der italienischen Küche nicht wegzudenken. Laut Medienberichten sollen die getrockneten Oregano-Kräuter teils mit Laub gemischt werden. Ist das wirklich wahr?

Pizza, Pasta oder Lasagne schmeckt ohne Oregano so gut wie nicht. Doch nicht jedem ist es möglich, frische Kräuter aus dem Garten oder von der Fensterbank zu holen. Deshalb muss auf getrocknetes Oregano zurückgegriffen werden. Doch das diese Gewürze nicht immer einwandfrei sind, zeigen unsere Rückrufe der Vergangenheit.

Da wurde Oregano wegen zu hohem Alkaloidgehalt zurückgerufen. Einmal betraf es das Sahra Kekik Oregano und zum anderen das Oregano der Gewürzmühle Friedberg. Jetzt wird behauptet, dass das Gewürz gestreckt wird und zwar mit nichts geringerem als geschmacklosem Laub. Was streuen wir uns denn nun ins Essen? Laub oder tatsächlich ein Gewürz?

Verbraucherschutzorganisation überprüft Oregano-Qualität

Wie RP Online berichtet, hat die dänische Verbraucherschutzorganisation Teank die Qualität von zehn Oregano-Produkten im Labor überprüft. Dabei schnitten vier Produkte nicht sonderlich gut ab. Denn plötzlich fanden die Verbraucherschützer Inhaltsstoffe, die dort gar nichts drin zu suchen haben. Die Rede ist von Laub von Olivenbäumen, Myrte und Zistrosen. Und es kommt noch schlimmer. Teilweise bestanden die Produkte sogar überwiegend aus diesen Fremdstoffen.

Verbraucherschützerin Camilla Udsen von der Organisation Tænk redet sogar von organisiertem Betrug. Denn sie ist der Meinung, dass das Laub bewusst untergemischt wird, um den Produktionspreis zu drücken beziehungsweise flach zu halten.

Betroffen sind laut RP Online die Produkte der Marken Änglamark, Roberto Krydderier und Kilic. Bei diesen lagen die Oregano-Anteile bei gerade einmal 50 bis 70 Prozent. Der Rest war Füllmasse. Übrigens werden die Produkte auch teilweise in deutschen Grenzgebieten verkauft.

In Dänemark haben derweil verschiedene Supermärkte bereits reagiert. Coop hat beispielsweise das Produkt von Änglamark aus dem Verkauf genommen.


Sind die Kräuter in Deutschland besser?

Klar kann man das nicht behaupten, wenn man sich die oben erwähnten Rückrufe genauer ansieht. Außerdem berichtet RP Online, dass es im vergangenen Jahr einen Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gab. Dieser zeigte, dass gesetzlich geltende Grenzwerte für giftige Pflanzenschutzmittel von neun Prozent der Rosmarin-Proben überschritten wurden. Die Dillproben lagen bei 7,6 Prozent und Oregano bei immerhin noch 6,5 Prozent.

In mehr als 90 Prozent wurden auch Aluminiumrückstände nachgewiesen. Da aber Kräuter üblicherweise in geringen Mengen gegessen werden, stellten die Almuniumrückstände und die Reste der Pflanzenschutzmittel kein unmittelbares Risiko dar.

Quelle: rp-online.de


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