Safer Internet Day: Schützen Sie Ihre Daten im Netz


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Safer Internet Day
(Quelle: pixabay.com/geralt)

Dieses Jahr ist am 5. Februar der Safer Internet Day. An diesem Tag werden Internet-Nutzer dazu sensibilisiert, vorsichtig mit ihren Daten im Netz umzugehen. Denn nichts ist schlimmer, als wenn Ihre Identität gestohlen wird und mit dieser dann Straftaten begangen werden.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie viele persönliche Daten im Internet bereitgestellt? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass Kriminelle und Betrüger genau diese Daten nutzen könnten, um Straftaten zu begehen? Nein? Das sollten Sie aber. Und am heutigen Safer Internet Day werden Sie sogar von verschiedenen Medien darauf hingewiesen. Neben dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) machen auch das Bundeskriminalamt und andere Medien auf diesen speziellen Tag aufmerksam.

Denn leider ist das Thema der Datensicherheit im Netz immer noch ein Thema, worauf ständig und immer wieder hingewiesen werden muss. Oftmals werden zu einfache Passwörter genutzt, um ein Onlinekonto zu schützen. Oder die Privatsphäre-Einstellungen in den sozialen Netzwerken werden vernachlässigt. Ein gefundenes Fressen für jeden Kriminellen.

Wobei es heute nicht darum geht, dass Sie nur am Safer Internet Day Ihre Daten schützen. Dies sollte generell geschehen. Der Tag macht nur noch einmal speziell auf diese Problematik aufmerksam. BSI-Präsident Arne Schönbohm äußert sich zu diesem Thema:

Identitätsdiebstahl ist längst zu einem Alltagsphänomen geworden, vor dem die Anwenderinnen und Anwender dringend besser geschützt werden müssen. Nicht erst die Vorfälle der letzten Wochen zeigen, dass ein sicherer Zugangsschutz zu Online-Diensten ein absolutes Muss ist. Doch ein starkes Passwort allein reicht nicht aus. Auch die Diensteanbieter sind in der Pflicht, die Daten ihrer Kunden besser zu schützen. Dazu müssen sie sichere Zugangsverfahren wie etwa eine Zwei-Faktor-Authentisierung anbieten und ihre eigenen Anwendungen und Systeme noch besser gegen Cyber-Kriminalität schützen. Das BSI als die nationale Cyber-Sicherheitsbehörde wird diese Ansätze im Rahmen des Digitalen Verbraucherschutzes mit Nachdruck gegenüber den Anbietern verfolgen und die Unterstützungsangebote für Anwenderinnen und Anwender weiter ausbauen.

Der Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention Gerhard Klotter sagt, dass sich jeder Betroffene mit einem Schaden an die Polizei wenden soll und eine Anzeige erstatten sollte. Denn nur mit den Anzeigen können die Täter auch verfolgt werden. Dabei spielt es keine Rolle, auf welche Masche Sie hereingefallen sind. Denn mittlerweile sind die Tricks der Cyberkriminellen so verschieden, dass selbst Experten jeden Tag neu dazu lernen. Und da schließen wir uns nicht aus.

 

Von wem geht der Safer Internet Day aus?

Der Safer Internet Day ist eine Initiative der Europäischen Union und des europäischen Netzwerkes der EU, INSAFE (lnternet Safety for Europe). Dabei hat es sich INSAFE zur Aufgabe gemacht, die Sicherheit im Internet zu erhöhen. Mitglieder im Netzwerk sind die jeweiligen Initiativen in den einzelnen europäischen Staaten. Für Deutschland ist es klicksafe.de. Die klicksafe-Initiative initiiert und organisiert dabei die Veranstaltungen am Safer Internet Day. Es geht vor allem darum, möglichst viele Institutionen, Einrichtungen, Unter­nehmen dazu zu bewegen, sich selber am Safer Internet Day mit Aktivitäten zu beteiligen. Diese können über klicksafe.de gemeldet werden.

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Diese Wege nutzen die Kriminellen, um an Ihre Daten zu kommen

Wie auch im Leben gibt es bei den Kriminellen wahrscheinlich auch den Spruch: „Viele Wege führen nach Rom“. Zumindest könnte man den Eindruck gewinnen, wenn man tagtäglich mit den Attacken der Kriminellen und Trickbetrüger zu tun hat. Teilweise sind die Angriffe auf die Internetnutzer so gut gemacht, dass selbst wir als Experten ins Zweifeln geraten.

Phishing und Schadsoftware per E-Mail

Jeden Tag erreichen uns hunderte von E-Mails, welche im Namen bekannter Banken (Sparkasse, Postbank, Volksbanken-Raiffeisenbanken), Kreditinstitute (Mastercard/Viascard, Barcleycard, American Express) oder auch bekannter Unternehmen wie PayPal, Apple, Microsoft und so weiter versendet werden. Davon sind natürlich auch E-Mail-Anbieter wie GMX oder 1&1 betroffen. Doch die real existierenden Unternehmen haben mit dem Versand dieser Nachrichten nichts zu tun.



Vielmehr versuchen die Betrüger an Ihre Zugangsdaten (Logindaten) zu gelangen. Bei den Banken werden teilweise sogar TAN-Listen und PINs abgefragt. Sie sollten sich beim Erhalt einer E-Mail, mit der Sie nicht gerechnet haben, genügend Zeit für den Mailcheck lassen. Überprüfen Sie, ob die Nachricht tatsächlich von dem genannten Unternehmen kommen kann. Wir haben für Sie in unserem Phishing-Ratgeber zusammengefasst, woran Sie Phishing-Nachrichten erkennen können.

Das BSI gibt an dieser Stelle noch den Tipp, Updates nie über eine E-Mail durchzuführen. Vielmehr sollten diese automatisiert durchgeführt werden. Alternativ raten wir immer dazu, sich die betreffende Webseite manuell im Browser aufzurufen und die offiziellen Downloads zu nutzen.

Phishing Ratgeber

Phishing: Gefälschte Webseiten erkennen (Checkliste)

Phishing-Webseiten gehören fast zum alltäglichen Wahnsinn des Internets. Immer wieder begegnen uns gefälschten Webseiten, die immer perfekter werden. Mittlerweile wird fast alles gefälscht. Dennoch ist der Klon einer Webseite an einigen […]

Über E-Mails wird aber auch gerne Schadsoftware verbreitet. Das kann über zweierlei Möglichkeiten funktionieren. Entweder enthält die Mail einen Anhang, der die Schadsoftware beim Öffnen auf dem Computer installiert. So kommt der Trojaner oder Virus direkt auf Ihren Computer oder das Smartphone. Manchmal laden diese Dateien die Malware auch erst nach. Wir haben über verschiedene Fälle berichtet, bei denen Viren oder Trojaner im Mail-Anhang versendet werden. Hier sind einige Beispiele:

Eine zweite Möglichkeit sind Links. Nicht nur das diese auf gefälschte Webseiten führen. Manchmal führen Sie auch auf eine Internetseite, welche mit Schadsoftware infiziert sind.

Datenleaks und Doxing

Beim Doxing sammeln Täter personenbezogene Daten aus dem Internet. Diese bündeln sie an einer Stelle und machen sie öffentlich verfügbar. Deshalb sollten Sie sparsam mit Ihren Daten im Internet umgehen. Vor allem in sozialen Netzwerken sollten Sie auf Ihre Privatsphäre achten. Denn wenn Sie dort keine gescheiten Einstellungen vorgenommen haben, brauchen die Kriminellen nicht einmal Ihr Passwort zu knacken, um an Informationen über Sie, Ihre Freunde und Familie zu kommen.

Lesen Sie dazu auch unsere Ratgeber, wie Sie die Privatsphäre auf Facebook einstellen und was Sie bei Kinderfotos im Netz beachten sollten.



Außerdem sollten Sie Dienstanbieter nach Seriosität und den angebotenen Sicherheitsaspekten aussuchen. Wählen Sie keine Unbekannten Firmen aus, bei denen Sie nicht wissen, wer hinter dem Unternehmen steckt. So sollten Sie auch beim Onlineshopping aufpassen, dass Sie nicht in einem unbekannten Shop einkaufen. Im schlimmsten Fall ist eben nicht nur das Geld weg, sondern Ihre im Fakeshop eingegebenen Daten werden von Kriminellen weiterverkauft und zu Straftaten genutzt. Alle Informationen zum Thema Fakeshops finden Sie bei Onlinewarnungen.de.

Fakeshop

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Folgende Punkte sollten Sie beim Anlegen für Onlinekonten beachten:

  • Nutzen Sie sichere und starke Passwörter für Ihre Zugänge bei Banken, Online-Shops, sozialen Medien und für das E-Mail-Postfach. Verzichten Sie auf die beliebtesten Passwörter der Deutschen.
  • Suchen Sie Anbieter danach aus, ob diese eine Zwei-Faktor-Authentifizierung anbieten. Diese macht es den Kriminellen nämlich fast unmöglich, Zugang zu dem Account zu bekommen.
  • Um sich nicht alle Passwörter merken zu müssen, könnten Sie einen Passwort Manager verwenden. Denn schließlich sollten Sie bei den Onlinekonten nicht die gleiche Kombination aus E-Mail/Benutzername und Passwort verwenden.

Bei Datenklau sofort reagieren und Anzeige erstatten

Sie sind Opfer eines Datenklaus geworden? Dann sollten Sie schnellstmöglich reagieren. Versuchen Sie herauszufinden, wie und von welchem Konto die Daten abgegriffen wurden. Versuchen Sie sich bei dem entsprechenden Konto einzuloggen beziehungsweise dieses zurückzusetzen und vergeben Sie ein neues und sicheres Passwort. Sollte dies nicht möglich sein, müssen Sie sich umgehend mit dem entsprechenden Dienst in Verbindung setzen.

Beim Klau von Bank- oder Kreditkartendaten müssen Sie Ihr Geldinstitut informieren. Gegebenenfalls müssen Sie die entsprechende Karte auch sperren.



Überprüfen Sie anschließend auch andere Accounts, die Sie beispielsweise über ein bestimmtes E-Mail-Konto laufen haben. Denn ist dieser Zugang gehackt, bekommen die Kriminellen auch Zugang zu den anderen Online-Konten.

Hacker Datendiebstahl Symbolbild

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Außerdem sollten Sie jede Straftat umgehend bei der Polizei melden. In vielen Bundesländern haben Sie bereits die Möglichkeit, eine Strafanzeige online zu erstatten. Sollten Sie doch persönlich auf die nächste Polizeiwache gehen wollen oder müssen, dann sollten Sie unseren Ratgeber lesen, was es beim Erstatten einer Anzeige zu beachten gibt.

Weitere Themen zur Sicherheit im Internet

Natürlich sind die eigenen Daten nicht das einzige Thema, wozu man zur Sicherheit im Internet etwas schreiben kann. Viel mehr Themen gehören noch dazu. Hier alle aufzuzählen würde den Artikel endlos lang werden lassen. Deswegen möchten wir hier nur noch ein paar Stichworte aufzählen und zu den entsprechenden Artikeln auf Onlinewarnungen.de verlinken:

Sie sind sich unsicher?

Sie sind sich beim Erhalt einer E-Mail unsicher, ob diese von Kriminellen stammt? Oder wurden Sie Opfer einer anderen Straftat? Melden Sie sich bei uns. Gern können Sie uns die Situation per E-Mail schildern und uns die in Frage kommenden Mails weiterleiten. Schreiben Sie uns an kontakt@onlinewarnungen.de und wir antworten Ihnen bei Bedarf.

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