Emotet: So gefährlich ist der Trojaner für Ihren Cpmputer – BSI warnt

Virus Trojaner Malware Monster Symbolbild
(Quelle: pixabay.com/geralt)

Der Trojaner Emotet versteckt sich in vielen E-Mails. Teilweise scheinen diese von Freunden, Bekannten oder der Familie zu stammen. Und genau diese Nachrichten sind gefährlich für den heimischen PC und ganze Netzwerke. Die Schäden, welche durch den Trojaner verursacht werden, sind hoch – auch in Deutschland.

Wir haben schon häufiger von E-Mails berichtet, welche einen Trojaner auf Ihrem PC installieren. So haben wir vor der E-Mail zu neuem Servicevertrag, Nutzungsbedingungen oder AGB von Microsoft, der Vodafone E-Mail mit Rechnung und den Weihnachtsgrüßen per Mail mit DOC-Datei gewarnt. Allen Nachrichten gemein ist, dass sie den Trojaner Emotet mit auf den Computer gebracht haben. Wenn Sie den Anhang öffnen, wird Ihr Computer infiziert. Teilweise wird dieser Trojaner auch über Spam-Kampagnen verteilt.

Neben der Bedrohung von PCs der Privatanwender, sind durch Emotet auch ganze Firmen-Netzwerke bedroht.

Was kann der Trojaner Emotet?

Der Trojaner liest Kontaktbeziehungen und E-Mail-Inhalte aus den Postfächern infizierter Systeme aus. Diese Informationen nutzen die Kriminellen, um das Schadprogramm weiterzuverbreiten.

Dabei werden unter anderem E-Mails im Namen von Personen versendet, mit denen die User der infizierten PCs erst kürzlich Kontakt hatten. Aufgrund von korrekten Absender-Namen und E-Mail-Adressen sowie richtigen Signaturen wirken die Nachrichten echt und werden geöffnet. Durch das unbedachte Öffnen der schädlichen Datei-Anhänge oder das Anklicken der in der Mail enthaltenen URL kann sich der Trojaner immer weiter verbreiten.

Was passiert, wenn Emotet aktiv ist?

Werbung:
Wenn der Trojaner einmal aktiviert wurde, lädt er weitere Schadsoftware nach. So können auch Banking.Trojaner auf Ihren Computer gelangen. Damit können die Kriminellen dann Ihre Daten abfangen und die Kontrolle über Ihr Konto übernehmen. Weitere Schadprogramme führen dazu, dass die Täter die Kontrolle über das gesamte System übernehmen.

Dadurch sind alle Ihre Onlinedienste bedroht. Denn wenn die Zugangsdaten einmal abgegriffen wurden, können die Kriminellen sofort die Kontrolle übernehmen.

Wie können Sie sich vor solchen Angriffen schützen?

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) gibt ein paar Tipps, wie Sie sich vor derartigen Angriffen schützen können.

  • Installieren Sie zeitnah bereitgestellte Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Anwendungsprogramme (Web-Browser, E-Mail-Clients, Office-Anwendungen usw.).
  • Setzen Sie Antiviren-Software ein und aktualisieren Sie diese immer wieder.
  • Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten (Backups).
  • Richten Sie ein gesondertes Benutzerkonto auf dem Computer ein, um zu surfen und E-Mails zu schreiben.
  • Öffnen Sie auch bei vermeintlich bekannten Absendern nur mit Vorsicht Dateianhänge von E-Mails (insbesondere Office-Dokumente) und prüfen Sie in den Nachrichten enthaltene Links, bevor sie diese anklicken. Bei einer verdächtigen E-Mail sollten Sie im Zweifelsfall den Absender anrufen und sich nach der Glaubhaftigkeit des Inhaltes erkundigen.
  • Prüfen Sie bei unerwarteten E-Mails, ob es sich um eine gefälschte E-Mail handelt. In unserem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie Phishing-Nachrichten erkennen.
Vorsicht Virus Fake App Netflix Login Generator verschluesselt Daten

Viruswarnung: E-Mail mit Link zu Rechnung/Scan von Freunden und bekannten Kontakten

Aktuell erhalten viele E-Mail Nutzer eine E-Mail von einem Kontakt aus dem eigenen Adressbuch. Viel Text enthält die Nachricht nicht. Nur einen Dreizeiler mit einem Link oder einer Doc-Datei im Anhang. […]



Was tun, wenn Ihr PC infiziert ist?

Was können Sie tun, wenn diese Tipps und die Warnungen auf Onlinewarnungen.de zu spät kommen? Auch hier hält das BSI ein paar Tipps für Sie bereit.

  • So sollten Sie zunächst Ihr Umfeld über die Infektion informieren. Besonders Ihre Mail-Kontakte sind gefährdet. Diese sollten Sie zuerst warnen.
  • Danach sollten Sie auf allen betroffenen Systemen (wie beispielsweise dem Webbrowser) die gespeicherten und eingegebenen Zugangsdaten ändern. Das gilt gleichsam für alle Onlinekonten. Achten Sie auf sichere Passwörter.
  • Da sich die Schadprogramme tief in die Systeme hineinfressen, sollten Sie bei einem Trojaner wie Emotet den Computer neu aufsetzen. Gegebenenfalls suchen Sie dafür einen PC-Spezialisten Ihres Vertrauens auf.

Unser Tipp: Sammeln Sie mithilfe Ihrer Kontakte die Kopfzeilen der E-Mails und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei wegen Datenmissbrauch. In manchen Bundesländern können Sie die Anzeige auch online erstatten.

Das BSI hat das Problem Emotet auch noch einmal für Unternehmen zusammengefasst.

Ihre Fragen und Hinweise

Haben Sie Fragen oder Hinweise zu diesem Thema? Dann nutzen Sie die Kommentare unter diesem Beitrag.

Sind Sie auch auf eine mysteriöse Nachricht gestoßen, die Sie nicht einordnen können, oder wissen gar von einem neuen Trojaner oder Virus? Dann senden Sie uns die Nachricht an kontakt@onlinewarnungen.de. Wir überprüfen diese und veröffentlichen bei Bedarf eine Warnung.

Weitere interessante Ratgeber finden Sie auf Onlinewarnungen.de.

Kommentar hinterlassen

.Your email address will not be published.




Hinterlasse jetzt einen Kommentar