Emotet: So gefährlich ist der Trojaner für Ihren Computer – BSI warnt (Video)


Werbung:

Bitte unterstützen Sie uns

Mit einmalig 3 € tragen Sie zur Erhaltung von Onlinewarnungen bei und erkennen unsere Leistung an. Jetzt 3,00 Euro per PayPal senden. So können Sie uns außerdem unterstützen.

Werden Sie unser Held!

Mit einem freiwilligen Leser-Abo sagen Sie Betrügern den Kampf an, unterstützen die Redaktion und bekommen einen direkten Draht zu uns.

Verpassen Sie keine Warnung:
RSS Icon
facebook-button-rund Twitter Icon

Der Trojaner Emotet versteckt sich in vielen E-Mails. Teilweise scheinen diese von Freunden, Bekannten oder der Familie zu stammen. Und genau diese Nachrichten sind gefährlich für den heimischen PC und ganze Netzwerke. Die Schäden, welche durch den Trojaner verursacht werden, sind hoch – auch in Deutschland. Die Durchschlagswirkung ist aktuell enorm hoch – warnt das BSI.

Wir haben schon häufiger von E-Mails berichtet, welche einen Trojaner auf Ihrem PC installieren. So haben wir vor der E-Mail zu neuem Servicevertrag, Nutzungsbedingungen oder AGB von Microsoft, der Vodafone E-Mail mit Rechnung und den Weihnachtsgrüßen per Mail mit DOC-Datei gewarnt. Allen Nachrichten gemein ist, dass sie den Trojaner Emotet mit auf den Computer gebracht haben. Wenn Sie den Anhang öffnen, wird Ihr Computer infiziert. Teilweise wird dieser Trojaner auch über Spam-Kampagnen verteilt.

Neben der Bedrohung von PCs der Privatanwender, sind durch Emotet auch ganze Firmen-Netzwerke bedroht. Beispielsweise werden immer wieder dubiose Bewerbungen versendet, die im Anhang einen Virus enthalten.

Was kann der Trojaner Emotet?

Der Trojaner liest Kontaktbeziehungen und E-Mail-Inhalte aus den Postfächern infizierter Systeme aus. Diese Informationen nutzen die Kriminellen, um das Schadprogramm weiterzuverbreiten.

Dabei werden unter anderem E-Mails im Namen von Personen versendet, mit denen die User der infizierten PCs erst kürzlich Kontakt hatten. Aufgrund von korrekten Absender-Namen und E-Mail-Adressen sowie richtigen Signaturen wirken die Nachrichten echt und werden geöffnet. Durch das unbedachte Öffnen der schädlichen Datei-Anhänge oder das Anklicken der in der Mail enthaltenen URL kann sich der Trojaner immer weiter verbreiten.

Emotet kann auch Schwachstellen im Netzwerk ausnutzen und sich dort selbständig verbreiten. Je nach Netzwerkkonfiguration kann Emtotet damit komplette Unternehmensnetzwerke/Heimnetzwerke lahmlegen.


Haben Sie das schon gesehen?

Was passiert, wenn Emotet aktiv ist?

Werbung:
Wenn der Trojaner einmal aktiviert wurde, lädt er weitere Schadsoftware nach. So können auch Banking-Trojaner auf Ihren Computer gelangen. Damit können die Kriminellen dann Ihre Daten abfangen und die Kontrolle über Ihr Konto übernehmen. Weitere Schadprogramme führen dazu, dass die Täter die Kontrolle über das gesamte System übernehmen.

Dadurch sind alle Ihre Onlinedienste bedroht. Denn wenn die Zugangsdaten einmal abgegriffen wurden, können die Kriminellen sofort die Kontrolle übernehmen.

Wie können Sie sich vor solchen Angriffen schützen?

Video Player von Glomex (Datenschutzrichtlinien)

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) gibt ein paar Tipps, wie Sie sich vor derartigen Angriffen schützen können.

  • Installieren Sie zeitnah bereitgestellte Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Anwendungsprogramme (Web-Browser, E-Mail-Clients, Office-Anwendungen usw.).
  • Setzen Sie Antiviren-Software ein und aktualisieren Sie diese immer wieder.
  • Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten (Backups).
  • Richten Sie ein gesondertes Benutzerkonto auf dem Computer ein, um zu surfen und E-Mails zu schreiben.
  • Öffnen Sie auch bei vermeintlich bekannten Absendern nur mit Vorsicht Dateianhänge von E-Mails (insbesondere Office-Dokumente) und prüfen Sie in den Nachrichten enthaltene Links, bevor sie diese anklicken. Bei einer verdächtigen E-Mail sollten Sie im Zweifelsfall den Absender anrufen und sich nach der Glaubhaftigkeit des Inhaltes erkundigen.
  • Prüfen Sie bei unerwarteten E-Mails, ob es sich um eine gefälschte E-Mail handelt. In unserem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie Phishing-Nachrichten erkennen.
  • Nutzen Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo diese Angeboten wird. Dann nützen den Kriminellen Ihre Zugangsdaten nämlich nichts, das sie in der Regel auch noch Ihr Handy bräuchten.
  • Lassen Sie sich Dateiendungen immer vollständig anzeigen. Doppelte Dateiendungen wie .pdf.exe fallen dann schneller auf.
Vorsicht Virus Fake App Netflix Login Generator verschluesselt Daten

Viruswarnung: E-Mail mit Link zu Rechnung/Scan von Freunden und bekannten Kontakten

Aktuell erhalten viele E-Mail Nutzer eine E-Mail von einem Kontakt aus dem eigenen Adressbuch. Viel Text enthält die Nachricht nicht. Nur einen Ein- bis Dreizeiler mit einem Link oder einer Doc-Datei […]

Was tun, wenn Ihr PC infiziert ist?

Video Player von Glomex (Datenschutzrichtlinien)

Was können Sie tun, wenn diese Tipps und die Warnungen auf Onlinewarnungen.de zu spät kommen? Auch hier hält das BSI ein paar Tipps für Sie bereit.

  • So sollten Sie zunächst Ihr Umfeld über die Infektion informieren. Besonders Ihre Mail-Kontakte sind gefährdet. Diese sollten Sie zuerst warnen.
  • Danach sollten Sie auf allen betroffenen Systemen (wie beispielsweise dem Webbrowser) die gespeicherten und eingegebenen Zugangsdaten ändern. Das gilt gleichsam für alle Onlinekonten. Achten Sie auf sichere Passwörter.
  • Da sich die Schadprogramme tief in die Systeme hineinfressen, sollten Sie bei einem Trojaner wie Emotet den Computer neu aufsetzen. Gegebenenfalls suchen Sie dafür einen PC-Spezialisten Ihres Vertrauens auf.
  • Befindet sich Ihr PC in einem Netzwerk, ist es wichtig, den PC so schnell wie möglich vom Netzwerk zu trennen.

Unser Tipp: Sammeln Sie mithilfe Ihrer Kontakte die Kopfzeilen der E-Mails und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei wegen Datenmissbrauch. In manchen Bundesländern können Sie die Anzeige auch online erstatten.

Das BSI hat das Problem Emotet auch noch einmal für Unternehmen zusammengefasst.



Ihre Fragen und Hinweise

Haben Sie Fragen oder Hinweise zu diesem Thema? Dann nutzen Sie die Kommentare unter diesem Beitrag.

Sind Sie auch auf eine mysteriöse Nachricht gestoßen, die Sie nicht einordnen können, oder wissen gar von einem neuen Trojaner oder Virus? Dann senden Sie uns die Nachricht an kontakt@onlinewarnungen.de. Wir überprüfen diese und veröffentlichen bei Bedarf eine Warnung.

Weitere interessante Ratgeber finden Sie auf Onlinewarnungen.de.

Kommentar hinterlassen

.Your email address will not be published.




Hinterlasse jetzt einen Kommentar