Hallo, Arschloch und Schatz: Die beliebtesten Passwörter der Deutschen

Häufig verwendet, aber unsicher

Die beliebtesten Passwörter der Deutschen
(Quelle: pixabay.com/geralt)

Welche Passwörter nutzen die Deutschen am meisten? Genau das haben Forscher des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in einer Studie ermittelt. Die Top 10 Kennwörter sind weder sicher, noch besonders einfallsreich. Aber sie sind Fakt. In Zeiten von häufigem Identitätsdiebstahl ist das fast schon grob fahrlässig. Wir geben Anregungen, wie Sie sich online optimal absichern.

Um Onlinedienste wie E-Mail-Konten, soziale Netzwerke, Onlineshops und so weiter nutzen zu können, benötigen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort. Gerade beim Passwort sollten Sie erfinderisch sein, da dieses sonst zu leicht von Cyberkriminellen erraten werden kann. Immer wieder werden Onlinekonten gehackt, weil das Passwort zu einfach ist oder der Nutzer dasselbe Kennwort für mehrere Onlinekonten verwendet.

Bei der Wahl des Passworts können Internetnutzer selbst für mehr Sicherheit sorgen, indem diese auf einfache Kennwörter verzichten. Dagegen haben Sie auf Phishing-Angriffe und Trojaner weniger Einflussmöglichkeiten. 

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) hat im Rahmen einer Studie rund eine Milliarde Nutzerkonten analysiert und ausgewertet. Aus insgesamt 31 im Internet frei verfügbaren Datenlecks haben die Wissenschaftler die zehn am meisten genutzten Passwörter (deutschsprachig) ermittelt:

  1. hallo
  2. passwort
  3. hallo123
  4. schalke04
  5. passwort1
  6. qwertz
  7. arschloch
  8. schatz
  9. hallo1
  10. ficken

Ausgelassen wurden die ebenfalls sehr gern verwendeten Zahlenkombinationen, die noch einfacher und unsicherer sind. Die nachfolgenden Ziffernkombinationen werden bevorzugt genutzt:

  1. 123456
  2. 123456789
  3. 111111
  4. 12345678
  5. 123123
  6. 000000
  7. 1234567890
  8. 1234567
  9. 123321
  10. 12345

Eins ist sicher: Wer eins oder mehrere der genannten Kennwörter benutzt, schützt seine Daten so gut wie gar nicht. Schließlich sind alle genannten Passwörter unsicher. Falls Ihnen ein Passwort in der Liste bekannt vorkommt, weil Sie es selbst verwenden, sollten Sie das schnellstmöglich ändern. Wir geben in unserem Ratgeber Tipps, wie Sie ein sicheres Passwort erstellen.

Für kriminelle Hacker sei es ein Leichtes, über schwache Passwörter Zugriff auf persönliche Informationen und Accounts zu bekommen. Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts

Neben dem Benutzernamen und dem Passwort gibt es weitere Möglichkeiten, Ihre Onlinekonten optimal abzusichern. Dazu gehört die recht einfache und von vielen Nutzern unbeachtete Regel, dass Sie für jedes Onlinekonto ein anderes Passwort verwenden sollten. Schließlich nützt Ihnen das sicherste Kennwort nichts, wenn Hacker einen Onlinedienst knacken und aufgrund des gleichen Passwortes automatisch Zugriff auf alle Onlinekonten des Nutzers bekommen.

Quelle: Hasso-Plattner-Instituts (HPI)



Nutzen Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Haben Sie schon von der Zwei-Faktor-Authentifizierung oder der Bestätigung in zwei Schritten gehört? Diese Sicherheitsstufe sollten Sie für alle Onlinekonten einrichten, die diesen Service bieten. Haben Sie die zusätzliche Sicherheitsstufe eingerichtet, benötigen Sie zum Login neben Ihrem Benutzernamen und dem Passwort noch einen Einmalcode. Diesen bekommen Sie beispielsweise per SMS. Dadurch wird ein erspähtes Passwort für Hacker nahezu wertlos, da diese auch Zugriff auf Ihr Smartphone haben müssten. Da das in der Regel nicht der Fall ist, kommen die Kriminellen nicht an Ihre Daten.

Unserer Übersicht können Sie entnehmen, welche Onlinedienste die Zwei-Faktor-Authentifizierung bieten. Für viele Anbieter finden Sie in der Übersicht eine ausführliche Anleitung für die Einrichtung der Bestätigung in zwei Schritten. Wichtige Dienste, wie Ihr Google-Konto oder die Apple ID sollten Sie auf jeden Fall damit schützen.

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Virenscanner schützt Sie vor Bedrohungen

Man sollte es kaum glauben, aber viele Verbraucher nutzen einen Computer ohne einen vernünftigen Virenschutz. Das stellt eine besonders große Gefahr dar. Durch Spyware können Hacker persönliche und vertrauliche Daten mitschneiden. Dazu gehören auch eingegebene Passwörter und Benutzernamen. Und Viren können Ihre gespeicherten Daten unbrauchbar machen und so großen Schaden anrichten. Wir haben Ihnen die besten Virenscanner für Windows zusammengestellt, die mit hervorragenden Erkennungsraten für Malware glänzen. Auch auf Ihrem Android-Smartphone sollten Sie eine der besten Antivirus-Apps für Android nutzen.

Verfolgen Sie auch unseren Warnungsticker, der Sie über aktuelle Bedrohungen informiert. Schließlich gefährden auch Phishing-Angriffe oder Malware, die Sie per E-Mail erreichen, Ihre Privatsphäre.



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