Soziale Netzwerke: Fallen und Sicherheitsrisiken meiden

Internetkriminalität bei Facebook, Google+ oder Twitter


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Soziale Netzwerke: Fallen und Sicherheitsrisiken meiden

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter sicher nutzen. Wir verraten, welche Einstellungen Sie vornehmen und worauf Sie achten sollten, um nicht in bekannte Fallen zu tappen und damit Opfer von Kriminellen zu werden.

Sind soziale Netzwerke sicher? Ein Account bei Twitter, Facebook oder Google+ ist mit wenigen Mausklicks angelegt. Doch worauf müssen Sie bei der Nutzung des sozialen Netzwerks achten und welche Einstellungen sind vorzunehmen? Wir erklären in diesem Ratgeber, an welchen Stellen besonders große Gefahren lauern und worauf Sie aufpassen müssen.

Das Passwort

Datensicherheit in sozialen Netzwerken beginnt beim Zugangspasswort. Dieses legen Sie fest, wenn Sie sich bei Facebook, Twitter & Co. anmelden. Achten Sie darauf, dass Sie nur sichere Passwörter verwenden und für jeden Onlinedienst ein anderes Kennwort benutzen. Außerdem ist wichtig, dass Sie Ihr Passwort keinem Dritten zugänglich machen und darauf achten, dass Ihnen bei der Eingabe niemand über die Schulter schaut.

Wo immer es möglich ist, sollten Sie Ihre Onlinekonten zusätzlich mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen. Dann kommen Cyberkriminelle auch nicht an Ihre persönlichen Daten, wenn sie das Passwort erspäht oder gestohlen haben. Denn in diesem Fall benötigen die Betrüger zu den Login-Daten noch den zusätzlichen Einmalcode. 

Wir fassen die wichtigsten Punkte noch einmal für Sie zusammen.

Praxistipps:

Datenschutz und Privatsphäre in sozialen Netzwerken

Einen effektiven Datenschutz können die wenigsten sozialen Netzwerke bieten. Wie auch: Oft machen soziale Netzwerke wie Facebook erst durch persönliche Daten richtig Sinn. Sie selbst sollten darauf achten, dass Sie nicht unnötig viele Daten veröffentlichen und die Einstellungen für die Privatsphäre richtig vornehmen. Denken Sie daran: Ihre Daten werden häufig auf ausländischen Servern gespeichert, wo Behörden leichter Zugriff darauf haben, als in Deutschland. Außerdem machen Sie es Stalkern sehr einfach, wenn Sie persönliche Daten öffentlich zugänglich machen.

Einige Daten sollten Sie grundsätzlich nicht veröffentlichen. Dazu gehört beispielsweise, wann und wo Sie im Urlaub oder auf Geschäftsreise sind. Sie wären nicht der Erste, der in Abwesenheit ungebetene Gäste in seiner Wohnung hat. Schließlich wissen Kriminelle dann genau, dass Sie weit weg sind.

Praxistipps:

Soll ich meinen echten Namen auf Facebook verwenden?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Viele Nutzer verwenden Synonyme, um nicht erkannt zu werden. Doch damit wird der Sinn des sozialen Netzwerks entstellt. Schließlich möchten Sie über Ihren Namen gefunden werden. Verwenden Sie einen Nicknamen, werden Sie nicht oder nur noch von einem sehr engen Freundeskreis gefunden. Hinzu kommt, dass die allgemeinen Geschäftsbedingungen wie bei Facebook einen Klarnamen vorschreiben. Wer dennoch einen Fantasienamen verwendet riskiert gesperrt oder gelöscht zu werden. Das kann schmerzhaft sein, wenn Sie Facebook intensiv nutzen.

Eine Einschätzung zur aktuellen Rechtslage (Stand August 2016) von Rechtsanwalt Christian Solmecke sehen Sie im nachfolgenden Video:

Sollten Sie einmal den Zugang zu Ihrem Facebook-Account verlieren und sich nicht mehr einloggen können, hilft nur der Klarname. Denn am Ende müssen Sie eine Ausweiskopie an Facebook senden. Der Name im Ausweis sollte mit dem Namen bei Facebook übereinstimmen, damit Sie identifiziert werden können. Ein weiterer Anhaltspunkt ist das Foto im Ausweis. Deswegen sollten Sie ein Profilbild wählen, auf dem Sie gut erkennbar sind.

Letztlich liegt die Entscheidung bei Ihnen. Das Risiko ist überschaubar. Erst in Kombinationen mit anderen persönlichen Daten wie Ihrem Geburtsdatum steigt das Risiko eines Missbrauchs.



Freunde in sozialen Netzwerken können zum Risiko werden

Es kommt nicht auf die Masse an. Sieht man sich bei jüngeren Nutzern in sozialen Netzwerken um, dann findet man oft Profile mit 200, 400 oder mehr als 500 Freunden. Doch sind das wirklich Freunde oder doch nur Bekannte oder sogar Fremde? Denken Sie daran, dass in der Regel alle Freunde einen Zugriff auf Ihre persönlichen Informationen haben. Das ist nicht schlimm, wenn es wirklich Freunde sind. Doch wer behält bei 500 „Freunden“ noch den Überblick?

In einigen sozialen Netzwerken wie Facebook können Sie einschränken, wer Ihre eingestellten Daten oder geposteten Inhalte sehen darf. Nutzen die die selektive Datenfreigabe, um Ihre Privatsphäre auch im Freundeskreis zu schützen. Machen Sie regelmäßig einen virtuellen Frühjahrsputz und entfernen Sie Kontakte von Ihrer Freundesliste, die Sie nicht kennen oder mit denen Sie über Jahre keinen Kontakt hatten.

Wichtig:

Urheberrecht kann zur rechtlichen Falle werden

Wer soziale Netzwerke nutzt, kann schnell mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Sie dürfen längst nicht alles posten und verbreiten, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Selbstverständlich sollte sein, dass Sie sich bei Ihren Posts und Chats wie im realen Leben an die guten Sitten erinnern. Gewalt, Hass und Nacktbilder haben in sozialen Netzwerken keinen Platz. Das Internet ist kein anonymer Ort. Ihre Identität kann jederzeit ermittelt und Sie zur Verantwortung gezogen werden.

Achten Sie das geistige Eigentum anderer Nutzer. Wer in sozialen Netzwerken Bilder oder Videos veröffentlicht, ohne dafür die erforderlichen Rechte zu besitzen, kann schnell mit dem Urheberrecht in Berührung kommen. Die Folge sind unter Umständen teure Abmahnungen und viel Ärger und Stress. Das Urheberrecht greift übrigens nicht nur beim Teilen von Fotos oder Videos, sondern gilt auch, wenn Sie ein geschütztes Bild als Profilbild verwenden.

Unterwegs sind soziale Netzwerke mit Vorsicht zu genießen

Soziale Netzwerke werden nicht nur am heimischen Computer genutzt. Gerade die mobile Nutzung von Facebook & Co. nimmt immer mehr zu. Vorsichtig sollten Sie jedoch sein, wenn Sie nicht über die Internetverbindung Ihres Mobilfunkanbieters surfen. Mit dem Smartphone ist es kein Problem, eines der öffentlichen WLAN-Netze zum Surfen zu verwenden. Doch das ist genauso riskant, wie die Nutzung von öffentlichen Computern im Hotel oder Internetcafe. Kriminelle könnten Ihre Zugangsdaten ausspähen, wenn die öffentlichen Terminals mit einer Schadsoftware manipuliert oder Hotspots unverschlüsselt sind. In einer Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einem VPN-Tunnel in öffentlichen WLANs sicher surfen.

Gehackte Accounts in sozialen Netzwerken

Im realen Leben kann Ihre Geldbörse mit Ausweispapieren, Bargeld und persönlichen Informationen gestohlen werden. Virtuell sollten Sie unbedingt auf Ihr Profil achten. Wird das Profil gestohlen, können Kriminelle allerhand Unsinn damit anrichten. Die Bandbreite der Aktivitäten unter Ihrem Namen reicht von Mobbing über Spionage bis zu Straftaten.

Zwei Maschen haben sich bei Cyberkriminellen bewährt. Entweder wird Ihr Konto gehackt, weil Sie dieses nur ungenügend geschützt haben oder Sie öffnen Fremden selbst die virtuelle Tür, indem Sie viele persönliche Informationen verraten. Dann kann Ihr Profil kopiert und in Ihrem Namen allerhand Unfug angestellt werden. Vor den neusten Bedrohungen warnen wir regelmäßig auf Onlinewarnungen.de.

So schützen Sie Ihr Profil in sozialen Netzwerken effektiv:


Bei Geld hört in sozialen Netzwerken die Freundschaft auf

Vorsichtig sollten Sie sein, wenn Freunde über soziale Netzwerke Kontakt mit Ihnen aufnehmen und Ihnen mitteilen, dass diese Geld benötigen. Auch wenn Sie normalerweise hilfsbereit sind: Zahlen Sie nicht. Suchen Sie den Kontakt außerhalb des sozialen Netzwerks. In den meisten Fällen wird es sich um Kriminelle handeln, die ein Konto gehackt haben.

In einigen sozialen Netzwerken können Sie kostenpflichtige Zusatzfunktionen nutzen, beispielsweise für Spiele. Dafür ist die Zahlung eines einmaligen Betrages oder eines monatlichen beziehungsweise jährlichen Betrages nötig. Vermeiden Sie die Eingabe Ihrer Bankdaten in sozialen Netzwerken. Nutzen Sie stattdessen lieber Guthabenkarten, die Sie an Tankstellen, im Supermarkt oder einer Drogerie kaufen. Damit reduzieren Sie Ihr finanzielles Risiko immer auf den Wert der gekauften Guthabenkarte.

Glauben Sie nicht alles – Falschmeldungen in sozialen Netzwerken

In sozialen Netzwerken sind oft unglaubliche Meldungen, Kettenbriefe oder Warnungen zu finden, die Trojaner oder andere Malware verbreiten. Häufig werden Sie dazu aufgefordert, die Information mit möglichst vielen Freunden zu teilen und so weiter zu verbreiten. Doch Vorsicht: In vielen Fällen handelt es sich um Falschinformationen (Hoax). Beispielsweise posten Nutzer seit Jahren immer wieder, dass Sie den Nutzungsbedingungen des sozialen Netzwerks Facebook widersprechen.

Darauf sollten Sie achten:

Öffnen Sie Unbekannten nicht die Tür zu Ihren Daten

Ob Google+, Twitter oder Facebook – fast alle sozialen Netzwerke bieten spezielle Funktionen, mit denen Sie anderen Anwendungen den Zugriff auf Ihre hinterlegten Daten gestatten können. Beispielsweise loggen Sie sich alternativ über Ihr Facebook-Konto in Spielen oder auf diversen Webseiten ein. Sie müssen dem Zugriff zustimmen, bevor fremde Anwendungen sich aus Ihren persönlichen Daten bedienen können. Überlegen Sie in jedem Einzelfall, ob die Freigabe der angefragten Informationen nötig und verhältnismäßig ist. Kriminelle können durch diese Hintertür diverse Daten sammeln und bekommen Zugriff auf persönliche Daten, Freundeslisten, Ihre Fotos und Videos und vieles mehr.

Zusammenfassung

Soziale Netzwerke sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken und gehören für Internetnutzer oft zum guten Ton. Sie dienen der Informationsbeschaffung und helfen Kontakt zu Freunden oder der Familie zu halten. Wie im realen Leben, begegnen Sie auch im Internet Kriminellen. Mit einigen Sicherheitsvorkehrungen und der richtigen Verhaltensweise im Internet minimieren Sie das Risiko, dass Sie in sozialen Netzwerken zum Opfer werden.



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2 Kommentare zu Soziale Netzwerke: Fallen und Sicherheitsrisiken meiden

  1. Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich den Blogeintrag gut strukturiert und auch sehr kenntnisreich finde.Ich will aber auch meine eigene Meinung zu den verschiedenen obengesprochene Problemen und Tipps äußern. An erster Stelle, wenn es um Passwörter handelt, finde ich es nötig Passwörter Managers, wie LastPass und 1Password zu nennen. Das ist ein relativer neuer Dienst, der man ermöglicht alle seine Passwörter auf eine Stelle zu haben, gesperrt hinter eine sehr gut gesicherte zweistufigen Authentifizierung. Sie sind leicht zugänglich und sie bieten verschiedene Plug-ins, wie Autofill, um das weiter zu erleichtern. Ihre Hauptfunktion ist aber das wichtigste – sie wechseln alle in dem Passwort Manager hinzugefügten Parolen mit eine Mischung von Zahlen und Buchstaben, die nur mithilfe dem Masterpasswort einem zur Verfügung stellt. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie sehr nützlich sind und jeder sie jedenfalls probieren muss. Nächst möchte ich auch daran betonen, dass alle online Kommunikation nur mit Leute, die man im echten Leben kennt, sein soll. Auf diese Weise kann man sich vor Catfishing schützen. Um sicher zu fühlen, akzeptiere ich persönlich keine unbekannte Freundshafteinladungen und stehe ich immer online im Kontakt nur mit Freunde, die ich ständig treffe. Am Ende möchte ich auf etwas hinweisen, dass nicht so viele Menschen begreifen. Eigentlich der Fakt, dass offenbare WLAN Netzwerke,im Kaffe z.B., bieten Hacker die Möglichkeit an, leicht einen Zugang zu den persönliche Daten der Menschen, die dieses Wi-Fi nutzen, zu erhalten. Darüber hinaus ist es keine gute Idee sensibel Information, wie Bankauskunft oder private Photos, durch es zu äußern.

  2. Viele Firmen und Unternehmen verstehen noch immer nicht das ihre Mitarbeiter oft auch am FIrmenrechner soziale Netzwerke nutzen..da gibt es echt viel Schulungsbedarf!
    Wir haben gute Erfahrungen mich einem Security Coach gemacht der wirklich gute Workshops rund um das Thema Internetkriminalität, Datensicherheit und
    sicherem Verhalten im Internet.. einfach mal hier nachlesen: [LINK ENTFERNT]