Notrufnummern für Polizei und Feuerwehr – Das sollten sie beachten


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Es gibt einen Notfall und Sie müssen als Helfer einen Notruf absetzen. Welche Telefonnummer sollten Sie wählen und worauf ist bei dem Anruf zu achten? Wie ist das im Ausland? Wir haben die wichtigsten Notruf-Fakten zusammengetragen.

Zum Glück kommen die wenigsten Menschen im Laufe ihres Lebens in die Situation, einen Notruf absetzen zu müssen. Wenn es tatsächlich erforderlich ist, fühlen sich viele Leute damit überfordert. Einen Unfall zu beobachten oder gar selbst in ein Unglück verwickelt zu sein ist eine außergewöhnliche Stresssituation, in der es beileibe nicht einfach ist, kühlen Kopf zu bewahren.

Umso wichtiger ist es, dass Sie bei der Alarmierung von Feuerwehr, Rettung und Polizei ein paar wesentliche Grundregeln beachten. Wir erklären Ihnen, welche Notrufnummer in welchen Fällen die richtige ist und welche Informationen Sie bei einem Notruf durchgeben sollen. Wichtig: Auch Kinder sollten Sie frühzeitig mit dem Thema Notruf konfrontieren. Denn gerade wenn Mama oder Papa einmal aufgrund gesundheitlicher Probleme am Boden liegen, sollten die Kids wissen, was zu tun ist.

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112 für die Feuerwehr ist international gültig

Die meisten Menschen in Deutschland wissen, dass sie mit der 110 die Polizei und der 112 die Feuerwehr und die Rettung erreichen. Das Vorhandensein von zwei Notrufnummern führt jedoch regelmäßig zu Verwirrung in Bezug auf die Frage, in welchen Fällen man welche der beiden Nummern verwenden sollte.

Generell sollten Sie sich merken, dass die 112 für Feuerwehr und Rettung immer Priorität hat. Besonders in Notfallsituationen, in denen Personen dringend medizinische Hilfe benötigen oder in denen sich jemand in einer akuten Gefahrenlage befindet, sollten Sie unverzüglich die 112 wählen. Die Rettung, Bergung und medizinische Erstversorgung von Personen hat immer Vorrang.

Über die Telefonnummer 112 verständigen Sie übrigens in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie in Israel, Norwegen, Russland, der Schweiz und der Türkei die Feuerwehr beziehungsweise die Rettung. Die Nummer ist sowohl aus dem Festnetz als auch aus dem Mobilnetz in allen genannten Ländern kostenlos zu erreichen.

Bei Straftaten 110 für die Polizei wählen

Die Notrufnummer 110 sollten Sie immer dann wählen, wenn eine polizeispezifische Situation gegeben ist, in der weder Feuerwehr noch Rettung gebraucht werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Zeuge einer Straftat werden. Es genügt übrigens bereits der Verdacht einer Straftat, um die Polizei zu verständigen. Außerdem sollten Sie unbedingt die 110 anrufen, wenn sich eine Notsituation anbahnt oder Sie sich persönlich bedroht fühlen.

Für allgemeine Auskünfte oder die Erstattung einer Anzeige ist die Notrufnummer 110 nicht vorgesehen. In dem meisten Bundesländern können Sie bei der Polizei eine Strafanzeige online erstatten. Alternativ gehen Sie persönlich zur nächsten Polizeidienststelle. Lesen Sie in unserem Ratgeber, wie Sie sich auf die Erstattung einer Anzeige vorbereiten können.

Symbolbild Pilze

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Welche Informationen müssen Sie bei einem Notruf weitergeben?

Viele Menschen haben es bereits in der Schule oder bei einem Erste-Hilfe-Kurs gelernt: Bei einem Notruf sollte man die fünf sogenannten „W-Fragen“ beantworten. Falls Sie sich nicht mehr daran erinnern können, ist das kein Grund zur Panik. In den Einsatzleitstellen von Feuerwehr und Polizei arbeitet hochqualifiziertes Personal, das Ihnen in jeder Notsituation die richtigen Fragen stellt.

Wo ist der Ort? Geben Sie der Notrufzentrale eine möglichst genaue Ortsangabe durch. Je genauer Ihre Ortsangabe, desto einfacher und schneller können die Einsatzkräfte zum Notfallort gelangen.

Wer ruft an? Nennen Sie bei einem Notruf Ihren Namen und Ihre Telefonnummer. Sie müssen keine Sorge davor haben, dass Sie durch das Auslösen eines Feuerwehr- oder Polizeieinsatzes irgendwelche Schwierigkeiten bekommen. Erste Hilfe ist schließlich eine der ersten Bürgerpflichten.

Was ist passiert? Beschreiben Sie, was sich zugetragen hat. Halten Sie sich dabei kurz, denn bei einem Notruf zählt jede Sekunde und es bleibt keine Zeit für ausschweifende Erzählungen. Wenn Sie nicht Augenzeuge des Geschehnisses waren, geben Sie durch, was Sie vor Ort vorgefunden haben.

Wie viele Betroffene? Diese Information ist von entscheidender Bedeutung, da die Notrufzentrale auf Grundlage dessen die Zahl der erforderlichen Ersthelfer einschätzt. Wenn Sie Zeuge eines größeren Unfalls werden, in den beispielsweise mehrere Fahrzeuge verwickelt sind, versuchen Sie die Zahl der Verletzten zu schätzen. Nehmen Sie in solchen Fällen lieber eine zu großzügige Schätzung vor. Im Zweifelsfall sind zu viele Rettungskräfte vor Ort immer besser als zu wenige.

Warten Sie auf Rückfragen! In ihrer Aufregung beim Absetzen eines Notrufs legen viele Menschen nach der Durchgabe einzelner Informationen wieder auf. Ein gravierender Fehler (vor allem, wenn Sie Ihre Telefonnummer nicht genannt haben), denn in der Regel hat die Notrufzentrale noch die eine oder andere Rückfrage an Sie. Merken Sie sich deshalb, dass Sie einen Notruf niemals von sich aus beenden sollten.

Übrigens: Sind bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand Wiederbelebungsmaßnahmen erforderlich, unterstützt der Leitstellen-Mitarbeiter in der Regel Laien, die Erste Hilfe leisten, durch eine telefonische Anleitung zur Wiederbelebung.



Diese Telefonnummern für Notfälle sollten Sie auch kennen

Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/6888000 erreichen Sie die Bundespolizei rund um die Uhr. Die Bundespolizei ist unter anderem für bahnpolizeiliche Angelegenheiten, im Grenzschutz oder für die Luftsicherheit zuständig ist.

Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie in Deutschland bundesweit unter der kostenlosen Telefonnummer 116117. Der ärztliche Bereitschaftsdienst hilft immer dann, wenn Ihre Beschwerden zu einem Zeitpunkt auftreten, an dem die Arztpraxen geschlossen sind. Es muss sich um Beschwerden handeln, mit denen Patienten normalerweise einen Arzt in einer Praxis aufsuchen würden und die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann.

Bei lebensbedrohlichen Notfällen wie dem Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie bei Schnitt- und Platzwunden, Knochenbrüche oder Verbrennungen rufen Sie bitte immer die Notrufnummer 112.

Eignet sich der Notruf für Cyberkriminalität?

In der Regel sollten Sie den Notruf bei Bedrohungen aus dem Internet nicht nutzen. Denn bei Phishing-Angriffen oder einem gehackten E-Mail-Konto besteht keine unmittelbare Gefahr. Bei den meisten Internet-Straftaten genügt es, wenn Sie online eine Strafanzeige erstatten. Alternativ gehen Sie zur nächsten Polizeidienststelle. Beachten Sie dazu auch unsere Tipps zur Anzeigenerstattung. Werden Sie allerdings unmittelbar bedroht oder erpresst, wie durch unseriöse Schlüsseldienste oder falsche Polizisten, dann kann sollten Sie die Polizei über die Notrufnummer 110 verständigen.

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