BaFin: Behörde warnt vor nicht zugelassenen Geldanlagen und Fake-Brokern


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Sie suchen eine lukrative Geldanlage und möchten natürlich eine hohe Rendite? In Zeiten niedriger Zinsen ziehen immer mehr Verbraucher auch das Internet zurate. Doch es gibt auch viele unseriöse Anbieter, die Ihnen nur das Geld aus der Tasche ziehen möchten. Am Ende verlieren Sie nicht nur den Gewinn, sondern Ihr ganzes Geld.

Wer etwas Geld gespart hat, kann es auf der Bank heute praktisch nur noch verwalten lassen. Zinsen für Ihre Ersparnisse können Sie nicht erwarten. Und wenn es überhaupt Zinsen gibt, dann sind diese eher symbolisch. Kein Wunder, dass sich immer mehr Verbraucher nach alternativen Geldanlagen umsehen. Und tatsächlich, es gibt einen Ort an dem scheinbar noch paradiesische Zustände herrschen: Das Internet. Doch der Schein trügt, oft werden Sie im Internet abgezockt.

Einige Verbraucher sind auch aufgrund vieler Empfehlungen in den Medien und von Experten darauf gekommen, ihr Geld nicht mehr auf der Bank, sondern in Gold, anzulegen. Das ist grundsätzlich auch keine schlechte Idee. Wenn sie allerdings versuchen, das Gold im Internet möglichst günstig als Schnäppchen zu erhalten, könnten Sie hereinfallen. Wir warnen seit längerer Zeit vor Onlineshops mit Gold-Angeboten.

Wenn Sie sich im Internet oder in Ihrem E-Mail-Postfach nach hohen Renditen umsehen, geraten Sie oft an Anbieter, die den Online-Handel mit Differenzkontrakten (Contracts for Difference – CFD), binären Optionen oder Aktien und Rohstoffen (Gold und Silber) schmackhaft machen. Doch auch hier gibt es viele schwarze Schafe. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor solchen Anbietern, die keine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen haben.


Haben Sie das schon gesehen?

Was ist die BaFin eigentlich?

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist eine bundesunmittelbare, rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Die Bundesanstalt untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Die BaFin vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach.



Broker FX BASE (www.fx-base.com)

07.11.2019 Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht informiert darüber, dass der Broker auf seiner Webseite www.fx-base.com faösche Angaben macht. Danach soll das Unternehmen über eine Erlaubnis der BaFin verfügen. Die Behörde stellt fest, dass sie der FX Base keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bankgeschäften im Inland erteilt hat. 

IK Partners Ltd., Morris Processing Ltd. und Finmaü

Unter dem Motto „CFD und binäre Optionen. Modern, rentabel und sicher“ bietet das Unternehmen IK Partners Ltd. auf seiner Website in deutscher Sprache den Handel mit Differenzkontrakten und binären Optionen an. Angeblich tätig wird hier der Broker FINMAX, der von „[…] bequeme Einstiegsmöglichkeiten in die Welt des binären Optionshandels für alle Interessenten […]“ spricht. Die BaFin teilt mit, dass die in Zusammenhang mit FINMAX genannten Unternehmen in Deutschland nicht zugelassen sind. Diese Unternehmen haben keine Erlaubnis gemäß § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG) zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen in Deutschland:

  • IK Partners Ltd. St. Vincent und die Grenadinen
  • Morris Processing Ltd. London oder Sofia
  • Finmaü

Achtung: Es besteht kein Zusammenhang zwischen der unerlaubt tätigen IK Partners Ltd. und der beaufsichtigten IK Investment Partners Limited.

crypto-code.co lockt mit einer Software zum Geldverdienen

Laut der BaFin bekommen Verbraucher in Deutschland per E-Mail Post zu der angeblichen Geldmaschine Crypto Code. Die Links in den dubiosen E-Mails führen auf anonyme Webseiten mit den Webadressen crypto-code.co oder the-crypto-code.site. Angeblich können Sie in wenigen Stunden viel Geld verdienen. Wir warnen seit Jahren vor diesen dubiosen Geldmaschinen. In der Regel verlieren Sie das investierte Kapital. Crypto Code hat seinen Sitz angeblich in Estland und wirbt für ein automatisiertes Software-Programm zum Marginhandel von Kryptowährungspaaren.

Vorsicht: Das Unternehmen untersteht nicht der Aufsicht der BaFin und ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut. Crypto Code hat keine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen in Deutschland.

CCFDbank ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut

Bei der CCFDbank handelt es sich offensichtlich um kein seriöses Bankhaus. Das Unternehmen setzt via Internet ebenfalls auf das sogenannte Trading und bietet das Eröffnen von Handelskonten an. Darüber können Sie mit Forex und Differenzkontrakten mit Aktien und Rohstoffen (Gold und Silber) handeln oder besser gesagt spekulieren. Allerdings dürfte es schwer bis unmöglich werden, wenn Sie Ihre Verbraucherrechte gegen die CCFDbank durchsetzen möchten. Das Unternehmen hat im Inland keine zustellungsfähige Anschrift. Die BaFin erklärt:

[…] Die auf der Website im Impressum angegebene Adresse in Frankfurt am Main existiert nicht. Unter der auf der Website angegebenen Rufnummer ist keine Kontaktaufnahme möglich. […] CCFDbank kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut

Warum sollten Sie bei solchen Unternehmen nicht investieren?

Möchte ein Unternehmen in Deutschland Bankgeschäfte betreiben oder Finanzdienstleistungen erbringen, so bedarf es der schriftlichen Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht laut § 32 KWG. Das Kreditwesengesetz soll die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Kreditwirtschaft und den Schutz der Gläubiger von Kreditinstituten vor Verlust der Einlagen sicherstellen. Es geht hier also um Ihr Geld. Hält sich ein Unternehmen nicht an deutsche Rechtsnormen, sollten Sie zum Schutz Ihrer Investitionen davon Abstand halten.



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