Identitätsdiebstahl: Jobangebot als Produkttester – Für DM-Drogerie Markt GmbH & Co. KG


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Wir warnen vor einer E-Mail, die im Namen der Bundesagentur für Arbeit versendet wird. Mit dem Betreff „Jobangebot: Qualitätskontrolleur zur Produktsicherung“ wird ein Job als Produkttester für die DM-Drogerie Markt GmbH & Co. KG angeboten. Es handelt sich bei der E-Mail um eine Fälschung.

Seit längerer Zeit werden Verbraucher mit fingierten Jobangeboten in diverse Fallen gelockt. Wir haben beispielsweise über die betrügerischen Jobangebote als Tester für Software und Apps berichtet. Auch im Namen der Arbeitsagentur wurden in der Vergangenheit immer wieder unseriöse Stellenangebote versendet. Bei den vermeintlichen Vermittlungsvorschlägen ging es letztlich jedoch um Geldwäsche. Die Bundesagentur für Arbeit hatte mit dem Versand nichts zu tun.

Aktuell werden wieder E-Mails im Namen der Arbeitsagentur versendet. Angeblich sucht die Drogeriemarktkette dm Qualitätskontrolleure oder Produkttester. Wie so oft wird eine attraktive Vergütung in Aussicht gestellt. Und natürlich können Sie die Beschäftigung sofort aufnehmen und in Heimarbeit tätig werden. Doch wir warnen vor diesen Stellenangeboten. Diese Jobangebote gibt es nicht. Fallen Sie auf die Tricks der Betrüger nicht herein.

Wichtiger Hinweis:
Die Bundesagentur für Arbeit oder die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG sind nicht der Versender der E-Mails. Die Behörde sowie das Unternehmen werden selbst geschädigt, da der Name missbräuchlich verwendet wird.

So sehen die betrügerischen E-Mails aus

Optisch machen die E-Mails einen seriösen Eindruck und sind auf den ersten Blick nicht als Spam zu erkennen. Deshalb fallen wahrscheinlich auch viele Nutzer auf den Betrug herein. Wir weisen darauf hin, dass sich sowohl der Absender als auch der Inhalt und die Optik sehr schnell ändern kann. Falls Sie eine abweichende E-Mail erhalten haben, leiten Sie diese bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter. Folgende Daten sind uns bisher bekannt:

Absender:

  • Agentur für Arbeit <info@kurz-urlaubspirat.de>
  • Agentur für Arbeit <info@vr-support.info>
  • Agentur für Arbeit <info@post-nachricht.info>

Betreffzeile:

  • Jobangebot: Qualitätskontrolleur zur Produktsicherung

Im Text der E-Mail ist zu lesen:

28.05.2019 Jobangebot: Qualitätskontrolleur zur Produktsicherung von Agentur für Arbeit <info@kurz-urlaubspirat.de>

Die Nachrichten sind teilweise personalisiert, weshalb den E-Mails Beachtung geschenkt wird. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken Es handelt sich trotzdem um eine Fälschung.



Welche Gefahr geht von den E-Mails im Namen der Agentur für Arbeit aus?

Die Links in der E-Mail führen auf eine gefälschte Webseite. Aktuell ist vollkommen unbekannt, wer für diese Webseite verantwortlich ist. Fakt ist, dass die Webadresse produkttester-dm.info über einen Anonymisierungsdienst registriert wurde. Damit kann nicht herausgefunden werden, wer die Seite tatsächlich registriert hat.

Allerdings ist die Internetseite optisch mit der echten Webseite von dm identisch. Lediglich einige wenige Links führen auf ein anderes Formular. Die meisten Links führen auf die echte dm-Webseite, was für Verwirrung sorgt. Dort gibt es nämlich tatsächlich eine Aktion für Produkttester. Allerdings werden diese nicht bezahlt.

Wenn Sie auf der gefälschten Webseite „produkttester-dm.info“ auf den Link „Jetzt anmelden“ klicken, gelangen Sie auf ein ebenfalls gefälschtes Formular. Dort sollen Sie zahlreiche persönliche Daten eingeben. Doch damit nicht genug. Sie sollen zusätzlich die Vorder- und Rückseite Ihres Personalausweises oder Reisepasses hochladen. Außerdem sollen Sie ein Selfie mit einem Zettel hochhalten. All diese vertraulichen Daten sollen Sie auf der Webseite hochladen.

Laden Sie niemals eine Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses und ein Selfie auf Webseiten hoch.

In diesem Fall wird Ihre Identität gestohlen und damit ein Bankkonto eröffnet. Über dieses Bankkonto werden weitere Straftaten in Ihrem Namen begangen. Außerdem müssen Sie davon ausgehen, dass Ihre Identität im Internet zum Kauf angeboten wird.

Identitäten sind bares Geld wert

Wer Identitätsnachweise in der hier abgefragten Form besitzt, hat freie Hand. Mit diesen Daten können Webseiten angemeldet, Onlineshops eingerichtet und Bankkonten eröffnet werden. Wer Zugriff auf ein Konto hat, das nicht unter dem eigenen Namen läuft, kann damit Straftaten verüben und wird so gut wie nie gefasst. Der ahnungslose Kontoinhaber wird dann zur Rechenschaft gezogen und muss im schlimmsten Fall für einen entstandenen Schaden eintreten.

Gerade Betreiber von Fakeshops nutzen solche Daten, um ihre kriminellen Geschäfte abzuwickeln. Aber auch der Einkauf in einem seriösen Onlineportal, unter der Angabe Ihrer Bankverbindung, ist eine beliebte Betrugsmasche.

Was sollten Sie tun, wenn Sie auf die Masche hereingefallen sind?

Jobscamming sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Haben Sie Ihre Daten an die Kriminellen übermittelt, sollten Sie zu Ihrer zuständigen Polizeidienststelle gehen und eine Anzeige erstatten.

Informieren Sie zudem die jeweilige Bank, bei der auf Ihren Namen vermutlich ein Bankkonto eröffnet werden soll oder schon eröffnet wurde. Den Namen der Bank finden Sie beispielsweise auf dem Zettel, den Sie auf Ihrem Selfie halten sollen. Alternativ wird noch eine Authentifizierung per VideoIdent durchgeführt. Auch dabei erfahren Sie den Namen der Bank.

Weitere Informationen zu der Betrugsmasche finden Sie in unserem Sammelartikel.

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