Polizei warnt vor gefälschten IHK-Mails – Anrufe im Namen der IHK sind auch Betrug


Werbung:

Bitte unterstützen Sie uns

Mit einmalig 3 € tragen Sie zur Erhaltung von Onlinewarnungen bei und erkennen unsere Leistung an. Jetzt 3,00 Euro per PayPal senden. So können Sie uns außerdem unterstützen.

Werden Sie unser Held!

Mit einem freiwilligen Leser-Abo sagen Sie Betrügern den Kampf an, unterstützen die Redaktion und bekommen einen direkten Draht zu uns.

Verpassen Sie keine Warnung:
RSS Icon
facebook-button-rund Twitter Icon

Derzeit benutzen Kriminelle den Namen der IHK und versenden betrügerische E-Mails. Davor warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen. Außerdem werden Unternehmen im Namen der IHK angerufen. Hier geht es wohl um das Ausspähen von sensiblen Daten.

Gegenüber unerwarteten E-Mails und Anrufen sollten Sie immer misstrauisch sein. Denn Ganoven verwenden immer öfter den Namen von Behörden oder Unternehmen, um mit potenziellen Opfern ins Gespräch zu kommen. Erst kürzlich haben wir über die vermeintlichen Anrufe im Namen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gewarnt. Kurz davor wurden im Namen der BaFin gefälschte E-Mails versendet. Doch auch Unternehmen kämpfen mit diesem Problem. So warnen wir seit Monaten vor gefälschten Microsoft-Anrufen, mit denen Verbraucher abgezockt werden. Im Namen von Vodafone rufen die Kriminellen dagegen an, um Passwörter via Telefon auszuspähen.

Jetzt trifft es offenbar die Industrie- und Handelskammern. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor gefälschten E-Mails, die scheinbar von der Domain ihk-studien.de versendet werden. In der Spam-Mail werden Sie zur Teilnahme an einer Umfrage aufgefordert. Außerdem geht es um einen Hinweis auf einen DSGVO-Verstoß. Auch dazu gab es schon gefälschte E-Mails mit vermeintlichen Abmahnungen von Rechtsanwaltskanzleien. Doch wir warnen: Diese Nachrichten werden nicht von der IHK versendet.

So sehen die betrügerischen IHK-Mails aus

Laut der IHK-Koblenz werden die Nachrichten mit der Absenderangabe schneider@ihk-studien.de versendet. Doch aus Erfahrung wissen wir, dass sich der Absender schnell ändern kann. Was viele Nutzer nicht wissen: Die Absenderadresse in E-Mails lässt sich relativ einfach fälschen. So lautet der Text der E-Mail:

Hallo [ANREDE],

Unternehmen wie [FIRMENNAME] sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sie und jeder einzelne Mitarbeiter tragen maßgeblich zum hervorragenden Ruf und der hohen Qualität der Marke Made in Germany bei.

Damit das in der Zukunft so bleibt, ist es wichtig neue Trends frühzeitig zu erkennen, um Innovationen mit ihrer Unternehmenskultur zu verbinden und den erreichten Vorsprung weiter auszubauen.

Eine aktuelle IHK Studie in Kooperation mit Workation HUB zeigt auf, wie sich die heutige Arbeitswelt in Unternehmen wandelt und welche Maßnahmen erfolgreich sind, um neue Mitarbeiter und neue Kunden anzuziehen und zu binden.

Je mehr Mitarbeiter aus Ihrem Unternehmen an der Studie teilnehmen, desto wertvoller werden die Ergebnisse für Sie.

Dafür dürfen sie gerne diese E-Mail benutzen und als Einladung intern weiterleiten. Die Studienergebnisse sind exklusiv für Teilnehmer vorbehalten.

Hier geht es zur Studie:
Jetzt teilnehmen und Studienergebnisse sichern

Diplom-Volkswirt (Uni) Andreas Schneider
IHK Studien Team

P.S.: Zum Zeitpunkt meiner Recherche war die Webseite [FIRMEN-INTERNETADRESSE] nicht DSGVO konform. Die Ergebnisse vom DSGVO-Check finden Sie hier.



Es wird vermutet, dass der Link in der E-Mail auf eine Webseite mit Schadsoftware führt. Leider liegt uns aktuell noch keine E-Mail vor, sodass wir diese noch nicht untersuchen konnten.

Klicken Sie den Link in der E-Mail nicht an!

Falls Sie ebenfalls eine E-Mail von der IHK bekommen haben, bei der Sie eine Fälschung vermuten, leiten Sie diese bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter. Wir prüfen diese und warnen andere Nutzer.

Auch gefälschte Anrufe im Namen der IHK sind aktuell

Die IHK Siegen warnt vor betrügerischen Anrufen im Namen der IHK. Die unbekannten Anrufer kontaktieren danach Unternehmen und informieren über einen Systemzusammenbruch bei der IHK. Aufgrund des technischen Problems sind Daten verloren gegangen und die IHK benötigt deshalb erneut die Namen, Telefonnummern, E-Mail Adressen und weitere Daten des Unternehmens zur Aktualisierung des Datenbestandes. Die Anrufe sollen ohne Anzeige einer Rufnummer erfolgen, was jeden Unternehmer stutzig machen sollte.



Doch auch bei angezeigter Telefonnummer kann sich der Angerufene nicht absolut sicher sein, dass diese tatsächlich stimmt. Mit dem sogenannten Call-ID Spoofing werden immer häufiger die angezeigten Rufnummern gefälscht, sodass diese keinen Rückschluss auf den tatsächlichen Anrufer zulassen.

Die IHK Siegen erklärt, dass es weder einen Systemabsturz gab, noch würden in so einem Fall die Daten der Mitgliedsunternehmen auf telefonischem Weg abgefragt. Bei Zweifeln sollten die Angerufenen das Gespräch beenden und die IHK über die bekannten Telefonnummern anrufen. Dann können sie sich vergewissern, ob der Anruf tatsächlich von der IHK stammt.

In jedem Fall sollten persönliche Daten – und hierzu können auch die dienstlichen Kontaktdaten zählen – nicht unbedacht an Dritte weitergegeben werden. Das gilt vor allem dann, wenn der Anrufer seine Rufnummer unterdrückt. Dies sollte immer Skepsis auslösen und Grund für besondere Vorsicht sein.Juristin Nina Münker von IHK Siegen am 19.06.2019


Auch wenn zunächst erst eine IHK vor den Anrufen gewarnt hat, könnte das Problem bundesweit bestehen. Es ist anzunehmen, dass es sich um keinen Einzelfall handelt.

Weitere aktuelle Warnungen entdecken Sie in unserem Warnungsticker.

Quellen zu diesem Thema

Kommentar hinterlassen

.Your email address will not be published.




Hinterlasse jetzt einen Kommentar