Amazon: E-Mail mit Umfrage und Geschenkkarte als Belohnung ist Abofalle


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Eine E-Mail mit dem Betreff „Wir haben Ihren Einkaufsgutschein genehmigt“ verspricht eine Geschenkkarte für den Versandhändler Amazon. Angeblich müssen Sie nur an einer kurzen Befragung teilnehmen. Wer darauf hereinfällt, bekommt keinen Einkaufsgutschein für Amazon, wird dafür aber sehr viel Geld los.

Jeden Tag flattern in die digitalen Postfächer der Nutzer neue E-Mails mit unglaublichen Inhalten. Wir haben bereits vor den dubiosen Gewinnspielen gewarnt, bei denen Sie angeblich das iPhone X von Apple gewinnen konnten. Hinter den Aktionen standen meistens Datensammler. Auch der Versandhändler Amazon wird seit längerer Zeit als Klick-Köder verwendet. Wir warnen fast täglich vor neuen Phishing-Mails im Namen von Amazon. Immer wieder tauchen auch dubiose E-Mails mit Umfragen und Gewinnspielen im Namen von Amazon auf.

Aktuelle E-Mails versprechen einen neuen Einkaufsgutschein für Amazon. Doch anders als bei vielen anderen Preisausschreiben gelangen Sie bei einem Klick auf den entsprechenden Link in der Spam-Mail nicht zu einem Datensammler. Vielmehr wird Ihnen vorgemacht, dass Sie den Amazon-Gutschein im Wert von 50 Euro bis 500 Euro für einen geringen Betrag bestellen können. Genau genommen sollen Sie günstige 3 € bezahlen. Tatsächlich erhalten Sie jedoch keinen Gutschein. Dafür sollen Sie monatlich 39 Euro bezahlen.

Wichtiger Hinweis: Die nachfolgend genannten E-Mails werden nicht von Amazon versendet. Das Unternehmen ist durch den Missbrauch des Namens selbst geschädigt.

Symbolbild Telefon Handy Smartphone

Telefonnummer von Amazon: Kontakt per Telefon, Chat, E-Mail

Haben Sie schon einmal versucht, Amazon schnell per Telefon zu kontaktieren. Das ist nicht ganz einfach. Denn normalerweise müssen Sie sich erst durch die Hilfe klicken, bevor Sie Kontakt mit […]

So sehen die gefälschten Amazon-Mails aus

Werbe-Mails sind häufig grenzwertig und oft so formuliert, dass der Inhalt falsch verstanden werden kann oder soll. Doch in ganz krassen Fällen handelt es sich um keine Werbung mehr. Vielmehr wird der Absender gefälscht, um den Eindruck zu erwecken, dass die E-Mail von einer bestimmten Firma stammt. Das ist ein Betrugsversuch.

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Falls Sie eine Spam-Mail mit anderem Inhalt, Betreff oder Absender erhalten, dann leiten Sie diese gern per E-Mail an kontakt@onlinewarnungen.de an uns weiter. Folgende E-Mails sind uns bisher bekannt:

Absender:

  • amazon geschenkkarte
  • Amazon Kundendienst <info@rainforestspain.com>
  • A͏m͏a͏z͏o͏n.͏d͏e

Betreff:

  • Beeilen Sie sich!! Erhalten Sie ein Amazon Geschenkkarte.
  • Glückwünsche …e, Wir haben (1) Ihren Amazon Geschenkkarte genehmigt
  • Wir haben Ihren Einkaufsgutschein genehmigt
  • Willkommen! Die Aktivierung der Anmeldung ist innerhalb von 24 Stunden erforderlich.
  • BLACK FRIDAY DEALS: ͏G͏e͏w͏i͏n͏n͏e ͏d͏i͏e͏s͏e 500€ ͏g͏u͏t͏s͏c͏h͏e͏i͏n͏k͏a͏r͏t͏e
  • An welche Anschrift können wir Ihren Einkaufsgutschein senden?

So lautet der Text der E-Mails mit dem Amazon-Angebot:

02.12.2019 BLACK FRIDAY DEALS: ͏G͏e͏w͏i͏n͏n͏e ͏d͏i͏e͏s͏e 500€ ͏g͏u͏t͏s͏c͏h͏e͏i͏n͏k͏a͏r͏t͏e von A͏m͏a͏z͏o͏n.͏d͏e
15.11.2019 Wir haben Ihren Einkaufsgutschein genehmigt von Amazon Kundendienst
18.10.2019 Glückwünsche ..., Wir haben (1) Ihren Amazon Geschenkkarte genehmigt von Amazon Kundendienst
17.09.2019 Beeilen Sie sich!! Erhalten Sie ein Amazon Geschenkkarte. von amazon geschenkkarte

Wir warnen generell vor derartigen E-Mails, die Sie diese unverlangt zugesendet bekommen. Klicken Sie keine Links in solchen E-Mails an. Ihnen schenkt niemand einfach so einen Einkaufsgutschein. Sie können solche E-Mails sofort löschen.



Wohin führt der Link in der E-Mail?

Wer den Link in der E-Mail anklickt, gelangt auf eine Webseite, die keinen Zweifel offen lässt. Versprochen wird eine Amazon-Geschenkkarte im Wert von 300 Euro für 3 Euro.

Angeblich sollen Sie nur einen Minifragebogen beantworten. Doch hier gilt, wie bei vielen anderen Gewinnspielen: Für die Beantwortung dieser sehr einfachen und wertlosen Fragen würde Ihnen ein Hersteller oder Händler niemals ein derart wertintensives Geschenk geben. Und auch nicht für wenige Euro verkaufen.

Natürlich hat die Aktiosseite kein Impressum, sodass Sie nicht wissen, wer für dieses Angebot verantwortlich ist. Nach der Beantwortung der Fragen gelangen Sie auf die eigentliche Bestellseite. Hier sollen Sie Ihren Namen und die Adresse sowie weitere persönliche Daten und Ihre Kreditkartendaten eingeben, um die Amazon-Geschenkkarte zu bestellen.

2019-09-17 Aktionsseite 350 Euro Geschenkkarte Amazon als Abofalle
So sieht die Aktionsseite mit der Abofalle beispielsweise aus. (Quelle: Screenshot/trophaeenjaeger.de)

Die angezeigten Webseiten ändern sich ständig. Teils wird auf der gefälschten Webseite suggeriert, dass Sie sich auf einer Webseite von Amazon befinden. Das ist jedoch eine Fälschung. Sie können hier keinen Amazon-Gutschein bestellen. Letztlich werden Sie über mehrere Schritte wieder nur in eine Abofalle geführt und abgezockt.

Wir raten Ihnen von der Eingabe Ihrer Daten und der Teilnahme an dieser Aktion ab. Wer hier nicht aufpasst, gelangt direkt in eine Abofalle. Geben Sie Ihre Kreditkartendaten nicht ein.


Haben Sie das schon gesehen?

Teures Probeabo für eine Gaming-Plattform

Tatsächlich bestellen Sie mit der Eingabe Ihrer Daten keinen Amazon-Gutschein, sondern schließen ein Abo für eine unbekannte Unterhaltungsplattform ab. Diese ist so unbekannt, dass sie auf der Webseite nur im Kleingedruckten namentlich genannt wird, was ein zusätzliches Problem ist. Sie können ohne den Namen der Plattform nämlich schlecht kündigen. Zunächst erhalten Sie beispielsweise ein 3-Tage-Probeabo für 3 Euro. Wer dieses Probeabo nicht kündigt, zahlt nach Ablauf des Probeabos einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von knapp 47 EUR monatlich.

Und was ist mit der Amazon-Geschenkkarte im Wert von 350 Euro? Der wird angeblich verlost. Angeblich erhält jeder 100. Teilnehmer eine Amazon-Geschenkkarte.

Daten eingegeben und nun?

Haben Sie ein Abo bei dieser ominösen Online-Unterhaltungsplattform abgeschlossen, dann müssen Sie das Abo dort kündigen. Wenn Sie über Bestätigungen per E-Mail die konkrete Plattform nicht herausbekommen, dann müssen Sie den Kreditkartenanbieter dazu befragen. Dieser sollte Auskunft darüber geben können, wer die Abbuchung veranlasst. Letztlich müssen Sie das Abo online wieder kündigen. In unserem Fall gelangten wir auf die Webseite trophaeenjaeger.de. Laut Internet erreichen Sie den Kundenservice unter der Telefonnummer +442035146666. Häufig sollen Sie die abgeschlossenen Abos jedoch online kündigen.

Eine Alternative könnte auch die Sperrung der Kreditkarte sein. Besprechen Sie diesen Schritt jedoch vorher unbedingt mit Ihrem Kreditkartenanbieter und holen Sie vorher unter Umständen rechtlichen Rat ein.

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Verbraucherzentrale: kostengünstige Hilfe bei Rechtsfragen und Problemen

Gerade im Internet treten immer wieder Probleme mit Anbietern auf, die eine individuelle Beratung erfordern. Oft geht diese Beratung über das reine Zuhören oder einen Tipp hinaus. Vielmehr geht es […]

Alternativ haben Sie Ihre Daten bei einem Datensammler eingegeben. Sie erteilen dem Unternehmen eine Werbeerlaubnis. Dieses verkauft Ihre Daten an andere Unternehmen. Im besten Fall bekommen Sie nur viel Werbung per E-Mail, SMS und nervige Werbeanrufe. Kommen die Daten in kriminelle Hände, könnten Sie auch betrügerische E-Mails oder Anrufe bekommen.

Hier finden Sie Anleitungen für den Widerruf der Werbeerlaunbis.

Bitte beachten Sie: Der Initiator der Aktion entscheidet allein, zu welcher Webseite Sie nach dem Klick auf den Link weitergeleitet werden.



Haben Sie auch eine dubiose E-Mail erhalten?

Wir warnen regelmäßig vor betrügerischen Nachrichten. Falls Sie eine unglaubliche oder komische E-Mail bekommen haben, dann leiten Sie diese bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter. Wir warnen bei Bedarf vor den Fake-Mails oder Spam-Nachrichten.

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