Gemeiner Eier-Trick: Schwarze Eier, Schmuck und viele Papierschnippsel – Wunderheilung gegen Bares


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Mit skurrilen Tricks versuchen Betrüger ahnungslose Menschen in eine Falle zu locken und sie zu betrügen und zu bestehlen. Dabei schrecken sie vor nichts zurück. Oft trifft es labile Menschen, die nach jedem Strohalm greifen. Thematisiert wird die Gesundheit beziehungsweise das Wohlbefinden des Opfers.

Trickbetrüger gibt es nicht nur im Internet. Auch und vor allem im realen Leben werden jeden Tag ahnungslose Menschen betrogen. Diese Betrugsform ist wohl so alt, wie die Menschheit selbst. Wir haben beispielsweise vor dem sehr häufig angewendeten Enkeltrickbetrug gewarnt. Auch falsche Polizisten sind seit Jahren unterwegs und versuchen ahnungslosen Menschen ihre Ersparnisse und das letzte Hab und Gut abzunehmen. Nicht zuletzt versuchen Kriminelle mit zahlreichen Maschen auf Parkplätzen an das Geld der Opfer zu gelangen.

Seit längerer Zeit werden ahnungslose Frauen und Männer mit einer besonders verrückten Masche abgezockt. Diese ist zwar nicht neu, aber noch immer filmreif. Und obwohl alles so verrückt klingt und praktisch nach Betrug riecht, fallen immer wieder Menschen auf diesen plumpen Trick herein. Deshalb unsere Bitte: Klären Sie vor allem ältere und einsame Menschen darüber auf, denn diese sind besonders gefährdet.


Der Trick mit dem zertrampelten Ei

Wer den Trick nicht kennt, ahnt zunächst nichts von Betrug. Ausgangspunkt sind sogenannte Wunderheiler, die das potenzielle Opfer häufig auf der Straße ansprechen. Thematisiert wird eine schlechte Aura, die Gesundheit oder das Wohlbefinden der Menschen. Wer hier reagiert, wird gnadenlos ausgenommen. Wie läuft die Eiermasche?

Das potenzielle Opfer wird auf der Straße oder einem Parkplatz von zwei Frauen angesprochen. Sie erklären, dass das angesprochene Opfer eine schlechte Aura hätte und die beiden ihr helfen könnten. Viele Angesprochene lassen sich auf das Gespräch ein, da sie offenbar zunächst nichts zu verlieren haben. Zu Beginn kommt ein Ei ins Spiel. Die späteren Opfer sollen ein Hühnerei kaufen. Dieses wird dann als Teil der Zeremonie auf der Straße demonstrativ kaputt gemacht. Was die Opfer oft nicht merken, die Täter tauschen das selbst gekaufte Ei gegen ein präpariertes Ei aus. In diesem befindet sich eine schwarze Flüssigkeit, die Pech symbolisieren oder dem Opfer zeigen soll, dass es verflucht ist. Wer das mitmacht, zeigt den Tätern praktisch schon, dass er ein potenzielles Opfer sein könnte.



Doch die vermeintliche Wunderheilung wird nicht auf dem Parkplatz oder der Straße beendet, sondern geht oft Zuhause bei dem potenziellen Opfer weiter. Die Trickbetrüger begleiten das Betrogenen zur Hausbank oder nach Hause. Dort sollen die späteren Opfer ihren Schmuck oder Bargeld zusammentragen und den Tätern übergeben. Diese wickeln als Teil der Zeremonie und Heilung die Wertgegenstände in ein Tuch ein und schnüren dieses fest zu. Dieses Bündel sollen die betrogenen beispielsweise drei Tage unter ihr Kopfkissen legen oder am Körper tragen. Dadurch sollten die Frauen von dem Fluch oder Unglück befreit werden. Später stellen die Opfer später fest, dass sich in dem Tuch nur Papierschnipsel befinden. Die Betrüger haben den wertvollen Inhalt sehr geschickt gegen das wertlose Papier ausgetauscht.

Die Polizei warnt vor derartigen Betrügerinnen. Insbesondere werden russisch sprechende Mitbürgerinnen und Mitbürger von den Tätern angesprochen. In keinem Fall sollte man auf den Hokuspokus der Betrüger eingehen.

Der Trick wurde zuletzt im Raum Hamburg mehrfach angewendet, teilt die Polizei Hamburg mit.



Das rät die Polizei

Der Einer-Trick ist besonders gemein, da die Täter auf die emotionale Situation setzen. Häufig rennen Sie bei den möglichen Opfern damit offene Türen ein. Und Gefühle sind oftmals ein schlechter Berater, weshalb der Trick schon seit Jahren so gut funktioniert. Folgende Ratschläge der Polizei sollten Sie unbedingt beachten:

  • Fragen Sie sich: Ist es realistisch, was da behauptet wird?
  • Machen Sie auf sich aufmerksam und bitten Sie ggf. andere um Hilfe.
  • Informieren Sie eine Person Ihres Vertrauens und besprechen Sie, mit welchem Anliegen der oder die unbekannten Personen Sie angesprochen haben.
  • Seien Sie misstrauisch, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und lassen Sie sich in keinem Fall unter Druck setzen!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Ihnen  unbekannte Personen.
  • In allen Fällen gilt: Rufen Sie beim kleinsten Verdacht die 110 an.
In diesem Artikel erfahren Sie, woran Sie bei einem Telefonanruf erkennen, ob es sich um die echte Polizei oder um Betrüger handelt.

Trickdiebstahl an der Wohnungstür oder am Hauseingang – Die Maschen im Überblick (Video)

Betrüger gibt es nicht erst seit dem Internet. Auch offline werden fast täglich ahnungslose Menschen betrogen und bestohlen. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen nicht um einen Raub. […]

Haben Sie ähnliche Betrüger erlebt oder wurden angesprochen?

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Lesen Sie auch, mit welchen weiteren Maschen Trickdiebe auf Beutezug gehen.


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