Chats und Messenger: Tipps für eine sichere Kommunikation

Sichere Kommunikation im Internet

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Kommunikation in Chats und Messenger sicher gestalten.
Im persönlichen Kontakt über Chats und Messenger sollten Sie einige Sicherheitshinweise beachten. (Quelle: pixabay.com/Peggy_Marco)

Chats und Messenger gehören mittlerweile zu der täglichen Kommunikation. Sie haben den Brief und den Anruf fast, aber noch nicht ganz, verdrängt. Damit Sie sicher chatten, sollten Sie einige Regeln beachten. Welche Einstellungen Sie vornehmen und welche Hinweise Sie beachten müssen, um Ihre Privatsphäre zu schützen und nicht Opfer von Betrügereien zu werden – hier erfahren Sie es.

Gerade weil soziale Netzwerke, Chat-Clients und Messenger zu unserem Leben dazugehören, pflegen manchen Nutzer keinen sorgfältigen Umgang mit ihren Daten. Dabei sind es gerade die persönlichen Daten, welche Kriminelle nutzen, um Betrügereien durchzuziehen. Doch nicht nur die Preisgabe Ihrer Daten spielt beim Plaudern (chatten) mit Freunden übers Internet eine Rolle. Auch Ihr Verhalten beim Chatten selber ist enorm wichtig.

Wie schnell verbreiten sich Nachrichten, welche nur erlogen sind über einen Messenger? Meist geht das in Windeseile, weil ein Freund dem anderen vertraut und niemand recherchiert. Auch auf diese Problematik werden wir in diesem Ratgeber eingehen.

Private Daten in Chats und Messenger privat lassen

Genau wie in sozialen Netzwerken sollten Sie auch bei Chats und Messenger aufpassen, welche persönlichen Daten Sie wem preisgeben. Achten Sie darauf, dass Angaben wie Geburtsdatum, Wohnort, aktuelle Arbeitsstelle/Schule, E-Mail, Telefonnummer, aktuelle Aufenthaltsorte (Urlaubsabwesenheit) und intime Fotos nicht öffentlich zugänglich sind. Generell sollten Sie auf zu intime Bilder in diesen Medien verzichten.

Natürlich fällt unter diese Daten auch Ihr echter Name. Bei vielen Anbietern für Chats und Messenger lesen Sie, dass Sie Ihren echten Namen verwenden sollen, damit Sie von Freunden gefunden werden. Bei Facebook ist der echte Name sogar Voraussetzung für die Zugangsberechtigung für Ihren Account, sollte dieser einmal verloren gehen. Am Ende müssen Sie selber entscheiden, ob Sie Ihren realen Namen oder ein Pseudonym verwenden.

Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Gefahren und Risiken in sozialen Netzwerken auf Sie lauern.

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Welche Fallen gibt es beim Chatten?

In diesem Text erfahren Sie, welche Fallen es in Chats und Messenger gibt.
Das Urheberrecht müssen Sie auch beim Chatten beachten. (Quelle: pixabay.com/OpenClipart-Vectors)

Urheberrecht beachten

Immer wieder kommen Nutzer mit dem Urheberrecht in Konflikt. Beispielsweise können Sie sich strafbar machen, wenn Sie Bilder veröffentlichen oder weitersenden, bei denen Sie nicht die notwendigen Nutzungsrechte haben. Ein wunder Punkt ist das Profilbild. Auch dafür benötigen Sie die entsprechende Lizenz für die Onlinenutzung.

Hoaxes und Kettenbriefe nicht weiter versenden

Auch Hoaxes zu verbreiten, ist nicht sinnvoll. Sie tun sich und Ihren Freunden keinen Gefallen, eine ungeprüfte Nachricht zu senden. Recherchieren Sie im Vorfeld, ob der Inhalt der Chatnachricht korrekt ist. Gleiches gilt für Kettenbriefe. Geben Sie diese nicht einfach im Chat weiter. Unterbrechen Sie die Kette und glauben Sie nicht an den Blödsinn, den irgendein Spaßvogel dahin geschrieben hat. Achten Sie also darauf, nur recherchierte Themen weiterzugeben.

Keine Kontaktanfragen von Fremden annehmen

Gehen Sie sorgsam mit neuen Kontaktanfragen um. Nehmen Sie nur Personen in Ihre Kontaktliste auf, die Sie auch wirklich kennen. Oft versuchen Kriminelle über den persönlichen Kontakt, mehr über Sie herauszufinden. Das geht in einem persönlichen Chat ganz schnell. Deswegen: Achten Sie auf Ihre Freundesliste.

Außerdem sollten Sie in den Chats auch nicht zu viel Privates von sich preisgeben. Denn auch ein Freund kann zum Feind werden, wenn er Ihr geschriebenes Wort der Öffentlichkeit zugänglich macht. Mobbing, Gelächter, Spott und Hohn können die Folgen sein. Reden Sie mit Ihren Chatpartnern eher über belanglose Dinge. Nur wem Sie wirklich vertrauen, können Sie auch mal ein „Geheimnis“ mitteilen.



Sexting vermeiden

Das Thema Sexting spielt aktuell eine große Rolle. Passen Sie auf sich und Ihre Kinder auf. Lassen Sie sich auf keine Spiele ein, bei denen Sie sehr private oder intime Fotos oder Videos versenden sollen. Wir haben für Sie einen Ratgeber zum Thema Sexting verfasst.

Gefahr durch Links und Downloads

Auch Links und Downloads, welche im Chat versendet werden, können gefährlich sein. Nämlich dann, wenn Sie einen Virus enthalten oder beispielsweise auf eine Phishing-Seite führen. Wenn Sie nicht genau aufpassen, werden so beispielsweise Ihre Log-in-Daten ausgespäht. Oder mit Ihren persönlichen Daten werden Straftaten begangen. Schadsoftware kann dagegen Ihren Computer zerstören.

Unter Umständen wird durch einen Link eine Schadsoftware auf Ihren Computer gespielt, die die Webcam und das Mikrofon fernsteuert. So können diese Geräte ohne aktives Einschalten Ihrerseits ferngesteuert werden. Unangenehm wird es, wenn sehr private Szenen und Gespräche mitgeschnitten und veröffentlicht werden. Häufig werden die Aufnahmen genutzt, um den Geschädigten damit zu erpressen.

Unsere Empfehlung:
Rufen Sie keine Links aus Chats und Messenger auf und geben Sie keine persönlichen Daten ein. Weder im Chat noch nach einem Klick auf einen Link.

Vorsichtig mit dem Videochat sein

Achten Sie darauf, mit wem Sie einen Videochat machen. Denn es ist nicht unmöglich, diesen aufzuzeichnen. Möchte Ihnen der Chatpartner etwas schlechtes, kann er so einen Videomitschnitt gegen Sie einsetzen. Mit garantiert unangenehmen Folgen für Sie. Machen Sie sich nicht erpressbar.

Kosten durch Sonderfunktionen

In manchen Chatprogrammen gibt es zusätzliche Funktionen. Mal können Sie Emoticons laden, mal sind es Grußkarten oder tolle Hintergründe. Doch aufgepasst: Sind diese wirklich kostenfrei? Lesen Sie genau, klicken Sie nicht einfach darauf zu. Versteckte Kosten sind ebenfalls eine Falle beim Chatten.



Chatten im öffentlichen WLAN-Netz

Öffentliche WLAN-Netze, Internetcafés und Hotspots sind nicht die sichersten Orte um zu Chatten. Nutzen Sie im Internetcafè grundsätzlich den Inkognito-Modus der Browser, damit niemand nachvollziehen kann, was Sie geschrieben haben.

Wenn Sie sich mit Ihrem Smartphone, Tablet-PC oder dem Computer in einen Hotspot einwählen, sollten Sie auf eine sichere Verbindung achten. Nutzen Sie einen VPN-Tunnel. Damit surfen Sie sicher im öffentlichen WLAN-Netz. Auch Ihre Kommunikation kann nicht nachverfolgt werden. Lesen Sie in unserer Anleitung, wie Sie mit dem Smartphone einen VPN-Tunnel einrichten.

Kinder in Chats und Messenger besonders schützen

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Kommunikation in Chats und Messenger sicher gestalten.
Kinder müssen wir beschützen, auch beim Chatten. (Quelle: pixabay.com/1045373)

Ihre Kinder sollten Sie besonders schützen. Erklären Sie ihnen in einer ruhigen Minute, welche Gefahren ein Chat für sie bedeuten kann. Schimpfen Sie nicht mit ihnen, wenn Sie auf einen Fehler Ihres Kindes aufmerksam werden.

Vorsorge treffen

Im Vorfeld sollten Sie gemeinsam mit dem Kind nach einem Chatraum oder Messenger Ausschau halten, der für das Alter des Kindes angebracht ist. Es gibt spezielle Chats für Kinder, wie den von cyberzwerge.de.

Oft genug gibt es aber Kriminelle, welche sich als Gleichaltrige ausgeben, um so das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Nicht selten werden virtuelle Bezahlungen und Spielgüter für private und intime Chats angeboten. Auch hier ist Vorsicht vor Videomitschnitten und Erpressung mit den Chatinhalten geboten. Weißen Sie Ihr Kind sorgfältig darauf hin.

An die Regeln halten

Möchte Ihr Kind unbedingt bei Facebook und WhatsApp mitchatten? Verbote bringen meist nur das Gegenteil ein. Gehen Sie mit den Kindern den „Regelkatalog“ durch, weißen Sie die Kids auf Gefahren hin und vereinbaren Sie gegebenenfalls, das Chatprotokoll einzusehen.

Schützen Sie Ihr Kind – Reichen Sie ihm hilfreich Ihre Hand!



Sicheren Messenger wählen

Es gibt sichere Messenger und Messenger, die mit dem Image kämpfen, ein Datenfresser zu sein. Zu Ersteren gehört beispielsweise Threema. Dieser Messenger setzt auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Somit können die Chatinhalte nicht mitgelesen werden. Ganz im Gegenteil zu WhatsApp. Hier kämpfen Verbraucherschützer gegen die Weitergabe von Daten an Facebook an.

Hier erfahren Sie, was Sie bei der Auswahl eines sicheren Messengers beachten sollten.

Haben Sie schlechte Erfahrungen beim Chatten gesammelt?

Ist Ihnen schon einmal etwas Unseriöses beim Chatten widerfahren? Lassen Sie die Redaktion und die anderen Leser an Ihren Erfahrungen teilhaben. Gern können Sie die Kommentarfunktion dafür nutzen. Oder Sie wenden sich per E-Mail an uns.

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