Amazon GmbH: Rechnung/Mahnung ist Spam mit Virus im Anhang

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Es ist wieder so weit. Die Inkasso Abteilung Amazon GmbH versendet dubiose Rechnungen und Zahlungsaufforderungen an Tausende E-Mail-Kunden. Diese enthalten zwar die vollständige Anschrift und die Telefonnummer des Empfängers, entbehren jedoch jeglicher Grundlage. Wir erklären, wie Sie sich verhalten sollten.

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Die Rechnungen und Mahnungen der vermeintlichen Amazon GmbH oder Amazon AG sind mittlerweile schon Tradition. Regelmäßig werden die frei erfundenen E-Mails an beliebige Empfänger versendet. Aufgrund der oft korrekten persönlichen Daten in den Zahlungsaufforderungen werden viele Verbraucher stutzig und beachten die Spam-Post. Viele Nutzer fühlen sich durch den Namen Amazon angesprochen, da sie tatsächlich bei dem Versandhändler einkaufen.

Mit dem Versandhändler Amazon, der mit korrekter Firmierung Amazon Europe Core S.à r.l. heißt, haben diesen E-Mails nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich bei den Rechnungen um einen Betrugsversuch. Kriminelle möchten mit dem Inhalt erreichen, dass Sie den Anhang öffnen. Darin befindet sich ein Virus, weshalb Sie die ZIP-Datei im Anhang auf keinen Fall öffnen sollten.

Zuletzt wurden die E-Mails im Namen von Amazon GmbH oder Amazon AG Anfang Februar 2017 und ab dem 23.02.2017 versendet.

Daran erkennen Sie die Fake-Mahnungen der Amazon GmbH oder Amazon AG

Grundsätzlich handelt es sich bei der Post vom Rechtsanwalt oder der Inkasso Abteilung um recht gute Fälschungen. Schließlich werden die Rechnungen von Nutzern immer wieder beachtet und geprüft. Dafür sorgt sicher auch, dass oft die vollständigen Personalien des Empfängers samt Rufnummer im Text enthalten sind. Hinzu kommt, dass Amazon vielen Nutzern ein Begriff ist. Als Absender der Betrugs-Mails ist „Inkasso Abteilung Amazon GmbH“ angegeben und im Betreff lesen Sie etwas ähnliches wie „Rechnung für … noch offen:“ . Im Text der E-Mail steht beispielsweise:

Sehr geehrte/r Max Mustermann,

leider haben wir festgestellt, dass die Erinnerung ID 417644320 bisher ergebnislos blieb. Jetzt gewähren wir Ihnen hiermit letztmalig die Chance, den nicht gedeckten Betrag unseren Mandanten Amazon GmbH zu begleichen.

Aufgrund des bestehenden Zahlungsausstands sind Sie gezwungen zusätzlich, die durch unsere Inanspruchnahme entstandene Gebühren von 96,78 Euro zu bezahlen. Bei Fragen oder Unklarheiten erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von drei Werktagen. Um weitete Mahnkosten auszuschließen, bitten wir Sie den ausstehenden Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungen bis zum 23.02.2017.

Gespeicherte Daten:

Max Mustermann
Musterstraße 1
01234 Musterort

Tel. 0172345678

Bitte überweisen Sie den fälligen Betrag unter Angaben der Artikelnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 28.02.2017 auf unserem Kon to eingeht. Falls wir bis zum genannten Datum keine Überweisung einsehen, sind wir gezwungen unsere Forderung an ein Inkasso zu übergeben. Sämtliche damit verbundenen Kosten gehen zu Ihrer Last.

Die vollständige Kostenaufstellung Nummer 417644320, der Sie alle Buchungen entnehmen können, ist beigelegt.

Mit freundlichen Grüßen

Inkasso Abteilung Johannes Oterle

Im Anhang der Spam-Nachricht befindet sich eine ZIP-Datei, die sich als Erkennungsmerkmal sehr gut eignet. Falls Sie die E-Mail mit einem anderen Text erhalten haben, dann leiten Sie uns diese bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter.

Im Zusammenhang mit der Amazon GmbH und der Amazon AG sind uns noch folgende Daten bekannt:

  • Absender:
    • Sachbearbeiter Amazon GmbH
  • Absenderadresse:
    • info@amazon.com
    • inkasso@amazon.de
    • service@amazon.de
    • support@amazon.com

Die E-Mail-Adresse des Absenders wechselt permanent. Welche E-Mail-Adressen noch verwendet werden, erfahren Sie in unserem Übersichtsartikel zu dieser Betrugsmasche.

Existiert die Amazon GmbH oder Amazon AG?

Nach unseren Informationen gibt es derzeit kein Unternehmen mit diesem Namen. Selbst wenn, dann hätte dieses Unternehmen nichts mit dem Versand der Mahnungen mit Virus zu tun. 

Das sollen Sie mit der Rechnung / Mahnung tun

Die E-Mail mit der Zahlungserinnerung an eine Rechnung der Amazon GmbH oder Amazon AG gehört in den Papierkorb. Die Nachricht stammt weder von einer echten Inkassoabteilung noch von einem Rechtsanwalt. Alles ist erfunden, weshalb Sie der ganzen Angelegenheit keine Beachtung schenken sollten. Das wäre schade um Ihre Zeit. Auch eine Antwort an den Absender bringt nichts, da dort ebenfalls gefälschte E-Mail-Adressen verwendet werden. Wenn die Nachricht überhaupt zustellbar ist, dann  erreicht sie den falschen Empfänger. Alle ausführlichen Informationen zu der Masche, weiteren Firmen, unter deren Namen die Mahnungen versendet werden, sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie in dieser Warnung:

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In dieser Übersicht lesen Sie auch, wie Sie sich vor solchen Angriffen schützen können.

Zusammenfassung
  • Bei der Rechnung/Mahnung der Amazon GmbH oder Amazon AG handelt es sich um Spam.
  • Sie dürfen die ZIP-Datei im Anhang nicht öffnen.
  • Die Betrugs-Mail kann bedenkenlos gelöscht werden.

Unsere Frage an Sie

Wir versuchen herauszubekommen, woher die Kriminellen die persönlichen Daten der Empfänger haben könnten. Können Sie aufgrund der angezeigten Daten einen Hinweis geben, woher die Daten stammen könnten? Bitte nutzen Sie dafür die Kommentare unter dem Artikel.

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Mike Belschner
Über Mike Belschner 365 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

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6 Kommentare zu Amazon GmbH: Rechnung/Mahnung ist Spam mit Virus im Anhang

  1. Hallo,
    ich habe gerade die exakt gleiche Email bekommen, von „Vincent Altdorfer“ und von der Adresse pay@giropay.de. In der anfänglichen Aufregung habe ich die Zip Datei geöffnet und direkt wieder gelöscht. Im Internet finde ich keine Infos darüber, was denn wirklich in der Datei steckt, nur dass man sie nicht öffnen sollte. Wer kann mir helfen? Muss ich etwas befürchten?

  2. Ich habe die starke Vermutung, dass die Daten direkt von den jeweiligen Accounts gefischt worden sind.

    In meiner e-Mail von (admin@amazon.com) war eine sehr veraltete Nummer von mir angegeben. Ich bin gerade mal durch alle erdenklichen Accounts und Zack , bei meiner aktuell gewählten Lieferanschrift war bei eBay tatsächlich noch diese seit Jahren veraltete Nummer eingetragen…

  3. Es ist mal wieder soweit. Bereits 2013 sind die Namen Rechtsanwalt Amazon GmbH mit dem RA Bastian Humpis aufgetaucht und haben unberechtigte Forderungen als alten Rechnungen gestellt. Offensichtlich wird angenommen, man kann sich nicht mehr erinnern. Aber das Internet „vergißt“ nichts!
    Als Vorsicht bei solchen Email mit Anhang. Auf keinen Fall öffnen. Alles Betrug. Nur schade, dass man nicht zurückverfolgen kann, wer wann und wo die persönlichen Daten abgefangen hat. Da werden einige Internet-Anbieter noch an ihren „sicheren Verbindungen“ arbeiten müssen!

  4. Hallo, ich bekomme Emails dieser Art erst, seit ich Ware online in China bestellt habe (fasttech.com)
    Auffallend ist, dass ich nur dort meine Festnetznummer als Kontakttelefonnummer angegeben haben und ich sonst meine Mobilfunknummer angebe.

  5. auch genutzt:
    Absender:marketplace-messages@amazon.de
    Betreff: Rechnung uber Ihre Verkaeufergebuehren bei Amazon.de
    und weitere Mail mit:
    Absender: billing@ebay.de (als Text: Inkasso Abteilung Amazon AG)
    Betreff: Rechnung für Max Mustermann NR. 002363838 vom 06.02.2017