Vorsicht: Video im Facebook Messenger verbreitet Schadsoftware

Über ein Video im Facebook Messenger wird eine Malware verbreitet. Das berichtet unser Partner mimikama.at in einem aktuellen Bericht vom 11.08.2017. Doch was hat es mit der Virusnachricht von Freunden auf sich und woran erkennen Sie den Betrug?

Werbung:

Nachrichten von Freunden vertrauen wir. Das ist nicht nur auf Facebook so, wo versehentlich schnell mal eine Fake-News geteilt wird, weil diese ein Freund gepostet hat. Auch im Facebook Messenger und anderen Chatprogrammen wie WhatsApp ist das so. Das beste Beispiel ist die Verbreitung von Kettenbriefen, die wir in der Regel von einem unserer Kontakte erhalten.

Auch eine Schadsoftware setzt aktuell auf die Freundschaft mit Ihren eigenen Kontakten. Konkret geht es um Ihre Facebook-Freunde. Denn diese senden scheinbar eine Nachricht mit einem vermeintlichen Video. Tatsächlich gibt es aber kein Video und angezeigt wird nur ein Kurzlink, wie beispielsweise von dem Kürzungsdienst bit.ly. Wer der Nachricht folgt, um das Video zu sehen, tappt selbst in die Falle und fängt sich einen Trojaner ein. Wie das genau geht, hat unser Kooperationspartner mimikama.at wie folgt beschrieben:

Verpassen Sie keine Warnung.
Hier können Sie uns folgen:
E-Mail Icon Newsletter RSS Icon facebook-button-rund Twitter Icon

Folgendes Szenario: Sie werden von einem Freund per Facebook Messenger angeschrieben. Die Mitteilung enthält keinerlei beschreibenden Inhalt, sondern lediglich Ihr Profilbild ist zu sehen, Daneben steht Ihr Name und das Wort „Video“. Dieses Profilbild ist mit einem Link hinterlegt. 

1. Falle: Gefälschte YouTube Seite

Zunächst landet man auf einer Webseite, welche YouTube nachempfunden ist. Doch Vorsicht: das ist NICHT YouTube! Der Besucher, der hier das entsprechende Video erwartet, soll in eine Falle geführt werden: da man ja erwartet, hier würde ein (skandalöses) Video über die eigene Person zu sehen sein, klicken viele Menschen auf den Play-Button.

Facebook Messenger Schadsoftware Fake Youtube Seite
Diese Seite sieht der echten Webseite von YouTube ähnlich. Tatsächlich ist es jedoch eine Fälschung. (Quelle: Screenshot/mimikama.at)

Werbung


2. Falle: Schädliche Erweiterung

Doch nach dem Klick auf den Play-Button startet kein Video, denn hier liegt gar kein Video. Stattdessen öffnet sich, sofern man Google Chrome oder einen auf Chrome basierenden Browser nutzt, ein Dialogfenster, welches dazu auffordert, eine Browsererweiterung (Add-on) zu installieren.

Facebook Messenger Schadsoftware Add-on Installation
Mit einem Klick sollen Sie jetzt die offensichtlich schädliche Erweiterung hinzufügen. (Quelle: Screenshot/mimikama.at)

Diese Browsererweiterung hat es in sich. Sie möchte die Berechtigung, alle ihre Daten auf von ihnen besuchten Webseiten lesen und diese ändern zu dürfen. Das bedeutet, auf jeder Seite, die Sie im Browser aufrufen, kann die Erweiterung mitlesen und selbständig aktiv werden. Dadurch können beispielsweise Inhalte manipuliert werden. Das ist natürlich ein Art Freibrief für die Browsererweiterung. 

Werbung:

Deshalb sollten Sie die Installation von Add-ons in Ihrem Webbrowser generell überdenken und nur Erweiterungen von vertrauenswürdigen Anbietern installieren.

  • Installieren Sie nie unnötige Browsererweiterungen.
  • YouTube Videos selbst benötigen nie eine eigene Browsererweiterung.
  • Lesen Sie immer die geforderten Berechtigungen einer Browsererweiterung durch.

Wir gehen davon aus, dass Ihre Kontakte, welche die privaten Nachrichten mit dem Video versenden, bereits diese Browsererweiterung installiert haben und es letztendlich diese Erweiterung ist, welche Einfluss auf die jeweiligen Profile nimmt und diese Nachrichten versendet.

Wer sich das Add-on in Google Chrome versehentlich eingefangen hat, sollte dieses schnellstmöglich entfernen. Wir erklären in einer ausführlichen Anleitung, wie Sie in Google Chrome installierte Erweiterungen überprüfen und entfernen.

Übrigens: Videos werden wohl gerne genutzt, um Nutzer zu einem Klick zu bewegen. Wir haben auf Onlinewarnungen.de erst unlängst über die E-Mail „Bist das du in diesem Video?“ berichtet, die sich aktuell in vielen Postfächern befindet.

Auf mimikama.at werden Fakes am laufenden Band entlarvt. Wer unglaubwürdige Aussagen im Netz findet, entdeckt bei unserem Partner häufig die Auflösung dazu.


Werbung


Weitere Warnungen finden Sie in unserem Warnungsticker

mobile-de SMS E-Mail Kontakt Betrug

mobile.de & autoscout24.de: SMS für Kontaktaufnahme per E-Mail ist Betrugsversuch

Haben Sie auch eine SMS von einem Kaufinteressenten bekommen und sollen ihm per E-Mail antworten oder weitere Bilder senden? Dabei könnte es sich um eine Betrugsmasche handeln. Wir warnen vor […]

Vorsicht Falle Transportfirma: Private Autokäufer werden abgezockt

Vorsicht Falle Transportfirma: Private Autokäufer werden abgezockt – mobile.de / autoscout24.de

Sie möchten ein Auto von einem privaten Verkäufer erwerben beispielsweise über die Kleinanzeigenmärkte mobile.de / autoscout24.de? Der Verkäufer bietet Ihnen an, dieses per Transportunternehmen mit Käuferschutz zu liefern. Das könnte […]

Symbolbild Apple iPhone X

Gewinnspiele mit Apple iPhone X: Ist das echt oder Fake?

Apple iPhone X gewinnen oder testen? Was ist dran an dem jeweiligen Gewinnspiel. Handelt es sich um ein echtes Gewinnspiel oder wollen Direktmarketingunternehmen an Ihre Daten und dubiose Geschäftemacher an […]

Symbolbild Fakeshop, Onlineshop, Betrug, Shopping

Wie seriös ist der Onlineshop techtrends24.com? – Ihre Erfahrungen

Ob Spielekonsolen OLED-TVs, Smartphones, Kameras oder Notebooks – auf techtrends24.com sind diese Produkte drastisch reduziert zu haben. Doch machen Sie in dem Onlineshop wirklich ein Schnäppchen? Oder wird der Einkauf eher […]

E-Mail Geldwäsche Stellenangebot

E-Mail „Agentur für Arbeit stellt neue Stellenausschreibungen Ihnen vor“ ist Betrug (Update)

Hände weg von diesen unseriösen Jobangeboten. Betrüger versenden immer wieder Jobangebote im Namen der Bundesagentur für Arbeit und nutzen dafür E-Mail-Adressen der Behörde. Die angebotenen Jobs klingen lukrativ, gehen jedoch nach hinten […]

Mike Belschner
Über Mike Belschner 602 Artikel
Mike ist seit 1992 erfolgreicher Unternehmer und verfasst seit einigen Jahren redaktionelle Texte, News und Anleitungen zu IT-Themen. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Sicherheit und Betrug im Internet. Seit Oktober 2016 ist er Chefredakteur bei Onlinewarnungen.de.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Hinterlasse jetzt einen Kommentar